Die Abschaffung oder Verschärfung der Pauschalbesteuerung sei in Kombination mit der Zweitwohnungsinitiative für die Berggebiete ein «Todesstoss auf Raten». Die «IG Arbeitsplätze im Berggebiet – pro Pauschalbesteuerung» plädiert für 2 x Nein.
Die Steuersenkung nicht rückgängig machen, den Kinderabzug wie von den Initianten verlangt von 7000 auf 8000 Franken erhöhen und die Pauschalsteuer verschärfen anstatt abschaffen. Diesen Gegenvorschlag zur linken Initiative «Faire Steuern – Für Familien» hat der Grosse Rat am Donnerstag mit 72 gegen 62 Stimmen beschlossen. Abgestimmt wird voraussichtlich am 23. September.
Neu sollen nur noch jene Ausländer in den Genuss der Pauschalsteuer kommen, die als Untergrenze ein steuerbares Einkommen von mindestens 400'000 Franken angeben. Für die «IG Arbeitsplätze im Berggebiet – pro Pauschalbesteuerung» ist diese Untergrenze nicht akzeptabel. «Das kommt einer Abschaffung gleich», sagt IG-Präsident Hans Wanzenried.
Der IG gehe es beim Kampf um die Pauschalbesteuerung in erster Linie um den Erhalt der Arbeitsplätze, betont Hans Wanzenried. Laut einer Studie von Credit Suisse verliere das Baugewerbe wegen der Zweitwohnungsinitiative 30 Prozent der Arbeitsplätze. Kumuliert mit der Abschaffung der Pauschalsteuer wären es 50 Prozent. Als Unternehmer könnte er zwar mit der Hälfte der Belegschaft leben, aber als Unternehmer trage er auch die Verantwortung für die Belegschaft. «Als erstes trifft es die Arbeitnehmer. Sie verlieren ihren Job und ihr Erwerbseinkommen und werden im schlimmsten Fall zu Bezügern von öffentlichen Leistungen.» Nicht nur im Saanenland seien Arbeitsplätze gefährdet, betroffen wären Firmen im ganzen Kanton. «Von jedem Umsatzfranken, den wir in der Region generieren, gehen mindestens 50 Rappen ins Unterland», so Wanzenried. «Man will gegen Reiche vorgehen und trifft die Schwächsten – nämlich die Arbeitnehmer und deren Familien, Schweizer ebenso wie Ausländer», betont Gemeindepräsident Aldo Kropf. In Zürich sind die Steuereinnahmen nach der Abschaffung der Pauschalsteuer und dem Wegzug der Hälfte der Pauschalierten gleich geblieben. «Das Berner Oberland und Zürich lassen sich nicht vergleichen», betont Kropf. «Zürich ist ein Wirtschaftsballungszentrum. Wird eine attraktive Villa an der Goldküste frei, ist rasch einer da, ein CEO oder ein Banker, der die Liegenschaft übernimmt. So können die Steuerausfälle kompensiert werden. Solche Leute kommen nicht in die Randregionen, die wollen und müssen nahe sein an den Ballungszentren. Folglich lassen sich die Pauschalierten bei uns nicht so ohne weiteres ersetzen wie in Zürich.»
Die Abschaffung oder Verschärfung der Pauschalbesteuerung sei in Kombination mit der Zweitwohnungsinitiative für die Berggebiete ein «Todesstoss auf Raten». Die «IG Arbeitsplätze im Berggebiet – pro Pauschalbesteuerung» plädiert für 2 x Nein.
Die Steuersenkung nicht rückgängig machen, den Kinderabzug wie von den Initianten verlangt von 7000 auf 8000 Franken erhöhen und die Pauschalsteuer verschärfen anstatt abschaffen. Diesen Gegenvorschlag zur linken Initiative «Faire Steuern – Für Familien» hat der Grosse Rat am Donnerstag mit 72 gegen 62 Stimmen beschlossen. Abgestimmt wird voraussichtlich am 23. September.
Neu sollen nur noch jene Ausländer in den Genuss der Pauschalsteuer kommen, die als Untergrenze ein steuerbares Einkommen von mindestens 400'000 Franken angeben. Für die «IG Arbeitsplätze im Berggebiet – pro Pauschalbesteuerung» ist diese Untergrenze nicht akzeptabel. «Das kommt einer Abschaffung gleich», sagt IG-Präsident Hans Wanzenried.
Der IG gehe es beim Kampf um die Pauschalbesteuerung in erster Linie um den Erhalt der Arbeitsplätze, betont Hans Wanzenried. Laut einer Studie von Credit Suisse verliere das Baugewerbe wegen der Zweitwohnungsinitiative 30 Prozent der Arbeitsplätze. Kumuliert mit der Abschaffung der Pauschalsteuer wären es 50 Prozent. Als Unternehmer könnte er zwar mit der Hälfte der Belegschaft leben, aber als Unternehmer trage er auch die Verantwortung für die Belegschaft. «Als erstes trifft es die Arbeitnehmer. Sie verlieren ihren Job und ihr Erwerbseinkommen und werden im schlimmsten Fall zu Bezügern von öffentlichen Leistungen.» Nicht nur im Saanenland seien Arbeitsplätze gefährdet, betroffen wären Firmen im ganzen Kanton. «Von jedem Umsatzfranken, den wir in der Region generieren, gehen mindestens 50 Rappen ins Unterland», so Wanzenried. «Man will gegen Reiche vorgehen und trifft die Schwächsten – nämlich die Arbeitnehmer und deren Familien, Schweizer ebenso wie Ausländer», betont Gemeindepräsident Aldo Kropf. In Zürich sind die Steuereinnahmen nach der Abschaffung der Pauschalsteuer und dem Wegzug der Hälfte der Pauschalierten gleich geblieben. «Das Berner Oberland und Zürich lassen sich nicht vergleichen», betont Kropf. «Zürich ist ein Wirtschaftsballungszentrum. Wird eine attraktive Villa an der Goldküste frei, ist rasch einer da, ein CEO oder ein Banker, der die Liegenschaft übernimmt. So können die Steuerausfälle kompensiert werden. Solche Leute kommen nicht in die Randregionen, die wollen und müssen nahe sein an den Ballungszentren. Folglich lassen sich die Pauschalierten bei uns nicht so ohne weiteres ersetzen wie in Zürich.»