Auf Werbetour durch New York

Di, 18. Sep. 2018
Severin Gafner bei der Arbeit: die erste Stelle bei der Firma Rise am Union Square FOTOS: ZVG

Sechs Auszubildende der Noser Young Professionals AG weilen momentan in New York. Der Gstaader Severin Gafner ist einer von ihnen. Er sagt: «Alles verläuft viel schneller und spontaner, wodurch sich grosse Chancen ergeben.»

BLANCA BURRI
Seit Jahren wird das duale Ausbildungssystem der Schweiz vom Ausland bewundert. Schon oft sind ausländische Bildungsvertreter in die Schweiz gereist, um es kennenzulernen. Die Firma Noser Young Professionals AG (NYP) geht seit Jahren den umgekehrten Weg. Sie ermöglicht Lernenden, auch Aufträge im Ausland zu übernehmen. Bisher konnten diese vor allem für Firmen aus dem europäischen Raum arbeiten und ihnen dabei unter anderem die Vorteile des dualen Ausbildungssystems aufzeigen. In diesem Jahr aber wagt NYP gemeinsam mit sechs Lernenden den Sprung über den grossen Teich. Für vier Wochen reiste auch der Gstaader Severin Gafner nach New York.

Berufstauglichkeit beweisen
Der IT-Lernende Severin Gafner erklärt: «Zu meiner Hauptaufgabe gehört es, für verschiedene Firmen und Startups als Volunteer zu arbeiten.» Dadurch wollen die Projektverantwortlichen den Vorteil von Lernenden aufzeigen und beweisen, dass sie bereits während der Ausbildung voll in die produktive Arbeit eingebunden werden können. «Wir wollen zeigen, dass wir einer Firma direkten Vorteil verschaffen», sagt Gafner.

Die Auszubildenden werden von einer Begleitperson betreut. Trotzdem haben sie viele Freiheiten. Dem 18-Jährigen gefällt es, dass er und seine fünf Kollegen so selbständig arbeiten und New York alleine erkunden können. «Wir leben gemeinsam in einer WG in Brooklyn. Wir gehen selbständig zur Arbeit und zu Meetings.» Die Auszubildenden halten aber auch Vorträge an Colleges, bei möglichen Investoren und bei den Bundesbehörden.

Schnelllebig und spontan
Aus dem Blog ist zu erkennen, dass das Leben in New York ganz anders ist als in der Schweiz. Während vier Lernende ihre Stellen sofort antreten konnten, waren zwei Jobs, die im Voraus bestätigt waren, plötzlich weg. Im Gegenzug taten sich auf einmal neue Möglichkeiten auf. Severin Gafner sieht darin viele Chancen und schreibt dieser Zeitung auf Anfrage: «Die Lebenseinstellung der New Yorker ist ganz anders als die der Schweizer. Alles verläuft viel schneller und spontaner, wodurch sich grosse Chancen ergeben.» Noch zwei Wochen bleiben die Jugendlichen in der Weltstadt. Ende Monat reisen sie wiederum in die Schweiz zurück.

http://it-apprenticeship.ch

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