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Schönried muss attraktiv bleiben

Fr, 21. Sep. 2018
Möchte mit den Menschen in Schönried das Dorf attraktiv halten: der Vorstand der Dorforganisation Schönried mit (v.l.) Matthias Reichenbach, Tatjana Röthlin, Olivia Schwenter, Michel Dieckmann und Präsident Rolf Schwenter (es fehlt: Cornelia Frautschi) FOTO: JENNY STERCHI

Etwas mehr als 20 Besucher waren der Einladung der Dorforganisation zum dritten Schönrieder Dorfgespräch gefolgt. Anstrengungen, um attraktiv zu bleiben, und Identifikation mit dem Dorf standen im Mittelpunkt.

JENNY STERCHI
Dem Vorstand der Dorforganisation Schönried mit Rolf Schwenter als Präsident war es ein Anliegen, die Themen, welche die Bewohner und Gäste Schönrieds beschäftigen, in das Gespräch aufzunehmen. Und so wurde von mehreren Gästen der Wunsch geäussert, allfällige neue Informationen über das Verkehrskonzept zur Ortsdurchfahrt zu erhalten. Die Initiative liege nun, so Schwenter, auf Seiten des Kantons und man habe daher keine neuen Informationen. 2000 Unterschriften gegen die geplante Tempo-30-Zone seien bei der Gemeinde deponiert.

Rellerliverkauf schmerzt
Der Unmut über die vertraglich geregelte Schliessung der Gondelbahn am Rellerli und die Ungewissheit, wie es auf dem Berg zukünftig weitergehen wird, waren unüberhörbar. Neue Informationen gab es keine. Er habe bei der Bergbahnen Destination Gstaad AG lediglich deponiert, dass er die Rentabilität des geplanten zehntägigen Betriebes zum Endes dieses Jahres nicht sehr hoch einschätze, betonte Schwenter. Für ihn sei es ein Horrorszenario, wenn Einheimische und Gäste am Morgen des 1. Januars 2019 bei womöglich besten Bedingungen vor einer geschlossenen Gondelbahn stehen müssten.

Die vielen Wortmeldungen zeigten, dass der Verkauf des Rellerlis wie ein Dorn sitzt, der schmerzt, sobald man ihn berührt.

Ein Austausch zwischen der Mountain View AG als neue Eigentümerin und dem Verein «Freunde des Rellerli» habe bis heute nicht stattgefunden, informierte Schwenter.

Skepsis und Sorge um Horneggli
Auch um die Entwicklung des Angebotes am Horneggli ist man besorgt. Die Bahn muss mittelfristig modernisiert werden. Die grosse Investition mit der neuen Gondelbahn im benachbarten Saanenmöser und die Schliessung des Rellerlis liessen einige Schönrieder am Interesse des Erhaltes der Hornegglibahn zweifeln. Zum geplanten Bahnneubau, der bereits am Dorfgespräch im vergangenen Jahr bekannt gegeben wurde, gab es keine neuen Informationen. Der Ausbau der Bikestrecken am Horneggli und velofreundlicher Transportanlagen seien bisher unbefriedigend, waren sich die Anwesenden einig. Die E-Bike-Welle, die augenblicklich viele Freizeitsportler ergreife und vereinnahme, dürfe nicht verschlafen werden. Es sei wichtig, jetzt Angebote dahingehend zu kreieren.

Gewerbe als Garant für Attraktivität
Die Anwesenden stimmten der Aussage eines Schönrieders zu, dass man sich um die Attraktivität des Dorfes sowohl für Bewohner als auch für Gäste sorge. In der Vergangenheit seien einige Geschäfte geschlossen worden. Man müsse diese bedenkliche Entwicklung unbedingt aufhalten und dafür sorgen, dass die ansässigen Geschäfte im Dorf erhalten bleiben. Falls die Gäste ausblieben, sei der Erhalt der verbliebenen Geschäfte gefährdet.

Neuerungen im öffentlichen Leben
Die Eröffnung des Tourismusbüros und der Poststelle im Bahnhofsgebäude sei eine verträgliche Lösung, erklärte der Vorsitzende. Büroleiterin Olivia Schwenter zeigte kurz das Angebot für Postkunden und Gäste der Region auf. Ergänzt werde das Sortiment mit einer Kollektion von Wintermützen mit Schöndried-Logo, welche am Mittwochabend nicht ohne Stolz präsentiert wurden.

Zudem wurde auf die Durchfahrtsbewilligung für Velos auf dem Wanderweg zwischen Schönried und Saanenmöser, die seit diesem Frühling besteht, hingewiesen. Hans-Peter Schwenter fügte als Vertreter der Gemeinde hinzu, dass diese Erlaubnis bis auf Weiteres bestehe. Gegenseitiger Respekt und die Rücksichtnahme zwischen Fussgängern und Velofahrern sei jedoch die Basis für diese Doppelnutzung.

Mit der Familienwanderung im Rahmen der Coop-Familienwandertage habe man in diesem Sommer einen Anlass in Schönried gehabt, der aus touristischer Sicht durchaus optimistisch stimme. Vorstandsmitglied Tatjana Röthlin forderte abschliessend die Anwesenden auf, doch bitte mit Ideen für Anlässe an sie heranzutreten. So könne das Dorfleben in Schönried aufgewertet werden.

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