Firewalls und Fussballtore

Fr, 01. Nov. 2019
Die Chemie zwischen Marco Wölfli, Albi Saner und Ivan Bütler stimmte.

Die Mobiliar lud am Freitagabend zur dritte Ausgabe der beliebten Mobi-Talks an der Gstaader Messe ein. Kult-Moderator Albi Saner sprach mit Ethical Hacker Ivan Bütler und YB-Torwart Marco Wölfli.

Webseiten sind schon lange kein Schnickschnack mehr, sondern Visitenkarten und Verkaufsportale der Firmen. Und das wissen natürlich auch Hacker – also Menschen, die heimlich in fremde Computer, Tablets oder Handys eindringen, um an sensible Daten zu gelangen. Unternehmen und Privatpersonen sind zwar durch IT-Systeme und Firewalls geschützt, doch die Angreifer finden immer wieder Schlupflöcher. Sicherheitslücken, die Ivan Bütler aufdeckt, indem er als «guter» Hacker versucht, die Sicherheitssysteme seiner Kunden zu durchbrechen. «Hacker gegen Hacker, ein richtiges Wettrüsten also», schloss Moderator Albi Saner an der Gstaader Messe.

So geht Hacken
«Sie denken jetzt: Auf meinem Laptop gibts sowieso nichts zu holen für einen Hacker», sagte der IT-Experte zum Publikum. «Gut, Ferienfotos und die Buchhaltung des Turnvereins geben tatsächlich nicht so viel her», pflichtete Bütler bei, «aber seit einiger Zeit gibt es immer mehr Erpressungsgeschäfte.» Dabei verschlüssele der Angreifer persönliche Dateien und gebe diese nur gegen Lösegeld wieder frei. Moderator Albi Saner: «Es sind also alle betroffen, ob arm oder reich».
«Ich kann jemanden nur hacken, wenn diese Person einwilligt.» – Hä? Es sei ganz einfach. Erster Schritt: Die Natelnummer des Opfer herausfinden. «Das ist kein Problem, Ihre Natelnummer ist öffentlich zugänglich, sobald ich Ihren Namen kenne.» Nach ein paar Klicks leuchtet die Handynummer des CEOs der UBS auf der Leinwand in Gstaad auf. Zweiter Schritt: Sich eine falsche Identität zulegen. Bütler fordert die Gäste auf, ihm eine SMS zu schicken. Wenige Sekunden später erhielten diese eine Nachricht von «Donald Trump» zurück. «Ich könnte Ihnen also eine SMS im Namen Ihrer Mutter schreiben und Sie denken sich nichts dabei. Sobald Sie die scheinbar vertrauliche Nachricht anklicken, kann sich der Hacker ein Loch durch die Firewall bohren und sich mit den richtigen Codes auf dem fremden Gerät umsehen.» So oder ähnlich sei es auch schon gelungen, einer grossen Firma 90 Millionen Franken abzuzwacken oder 40 Millionen Kundenkreditkarten zu veröffentlichen.
«Der effektivste Schutz gegen Cyber Angriffe sind regelmässige Backups», verriet Ivan Bütler den Gästen in Gstaad. Doch gutes und böses Hacken werde immer häufiger. «Deshalb sind Versicherungen gegen Cyber Angriffe wichtig. «Liebe Leute, es ist ein kompliziertes Thema, aber niemand kann sagen, das geht mich nichts an», schloss Albi Saner das erste Gespräch.

Marco Wölfli ganz authentisch
Das erste Foto, welches Albi Saner beim zweiten Mobi-Talk des Abends auf der Leinwand erscheinen liess, zeigte Marco Wölfli mit selbst geschnittener Frisur im Jahr 1999, als seine Karriere beim BSC Young Boys begann. Seither schlägt sein Herz mit unerschütterlicher Loyalität für den Berner Fussballclub.
Im letzten Jahr feierte der Profitorwart den Höhepunkt seiner Karriere. «Du warst noch nie so gut!» Albi Saner verwies damit auf das Finalspiel der Young Boys gegen den FC Luzern im Frühjahr 2018, wo Wölfli seinem Team mit spektakulären Paraden inklusive gehaltenem Penalty zum Sieg verhalf. «Der Meistertitel kam wie eine Explosion», erinnerte sich Saner. Er hatte das Spiel damals in seiner berühmt-berüchtigten Manier moderiert. Wölfli selbst sagte zum Gstaader Publikum: «Ich bekomme immer noch Hühnerhaut, wenn ich daran denke.»
Doch bevor der Fussballspieler in seine heutige Topform fand, musste er auch Tiefschläge einstecken, den härtesten im Dezember 2013. «I has bes uf Tribüne ghöre chlöpfe», sagte Albi Saner. Er war vor Ort, als Marco Wölflis Achillessehne in der Stockhorn Arena Thun riss. Es folgte eine lange Zeit der Genesung, in welcher Marco Wölfli viele Spiele als zweiter Torwart auf der Ersatzbank miterlebte. Die Motivation verlor er jedoch nie: «Sobald ich den Dress anziehe, bin ich bereit», das habe er in der Nati gelernt.
Mittlerweile blickt Wölfli auf stolze 11 Länderspiele und circa 400 Partien für die Berner Young Boys zurück. Trotz Erfolg ist Wölfli bodenständig geblieben. Bei seinen Sponsoren stehe für ihn das Zwischenmenschliche an erster Stelle, mit vielen sei er auch befreundet. «Wenn du arrogant oder unsicher bist, kommst du nicht weit.»

Die Mobiliar steht Ihnen zur Seite
Generalagent der Mobiliar, Bernhard Bigler, war bereits zum dritten Mal Gastgeber der Mobi-Talks an der Gstaader Messe. Ebenfalls mit dabei: Johnny von Grünigen und Matthias Hofer als Versicherungsberater der regionalen Agentur. Sie helfen Kundinnen und Kunden bei kleinen und grossen Schadensfällen weiter. Sollte Ihre Firewall also einmal bröckeln, steht Ihnen die Mobiliar zur Seite.

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