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Startschuss zu den Räumungsarbeiten

Fr, 26. Mär. 2021
Gewaltige Schneemassen haben Abschnitte der Arnenseestrasse komplett verschüttet. FOTO: SOPHIA GRASSER

Mehrere Tausend Kubikmeter Schnee blockieren die Arnenseestrasse. Die Ursache sind gewaltige Lawinen, die Anfang letzten Monats niedergingen. Da weitere Schneefälle dieses Ausmasses nicht erwartet werden, haben bereits erste Räumungsarbeiten stattgefunden.

SOPHIA GRASSER
Am Primelod in Feutersoey waren mehrere gewaltige Lawinen abgegangen und hatten unter anderem Abschnitte der Arnenseestrasse verschüttet. Eine erste Nassschneelawine hatte die Strasse nur wenige Hundert Meter hinter der Barriere unter dem Mülischüpfi begraben. Ein anderer Lawinenkegel bedeckt noch immer die Galerie. «Insbesondere beim Mülischüpfi donnert eine Lawine dieser Grösse selten ins Tal», informiert Walter Sumi, Präsident der Weggenossenschaft Tschärzistal.

Auslöser: immenser Niederschlag
Aufgrund der starken winterlichen Regenfälle gewann der Schnee an Gewicht. Sumi erklärt: «Die schweren Schneemassen rutschen schliesslich mit einer ganz besonderen Kraft und einem rasenden Tempo ab» – und erfassten so auch die Arnenseestrasse. Eine Gefahr bestehe durch das herabstürzende Geröll nicht, «die Strasse zum Arnensee ist für den touristischen Verkehr ohnehin gesperrt». Nichtsdestotrotz appelliert Sumi insbesondere an die Skifahrer und Neugierigen, achtzugeben.

Schneise statt Tunnel
Während man im Jahr 1970 ebenjenes Ereignis mithilfe eines Tunnels durch die Schneemassen bewältigte, sind die heutigen Maschinen dazu in der Lage, eine Schneise zu graben. Diesen Plan nahm man Anfang dieser Woche in Angriff und setzte ihn innerhalb weniger Tage um. Schichtweise wurde zunächst eine meterlange Grube ausgehoben, bevor man mit der Schneefräse den betroffenen Abschnitt der Arnenseestrasse vollständig freiräumte. Zwei gewaltige Schneewände markieren nun den Wegrand.

Step by Step
Auch die Galerie konnte den gewaltigen Schneemassen nicht standhalten und liegt momentan noch unter einer Schicht von Schnee, Holz und Steinen vergraben. Das Ausmass an Schäden könne man aus diesem Grund noch nicht abschätzen. «In diesem Fall leistet die Sonne Vorarbeit. Sobald der Schnee weggeschmolzen ist, beginnen wir auch hier mit den Räumungs- und gegebenenfalls Reparaturarbeiten», so Sumi. Der Bereich Mülischüpfi hatte Priorität, um den Bauern den rechtzeitigen Zugang zu ihren Weiden für die Frühlingsarbeiten zu ermöglichen. Finanziert wird der Einsatz vor allem durch die Einnahmen, welche die gebührenpflichtige Strasse in der schneefreien Jahreszeit jeweils einbringt. Für den touristischen Verkehr wird die Strasse zum Arnensee voraussichtlich nicht vor Ende April freigegeben.

Video: https://tinyurl.com/45vxzm5k

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