Caprices Winter 2026: «Ein neues Kapitel beginnt in Gstaad»
13.02.2026 PublireportageAb dem 13. März wird das Eggli zur neuen Winterheimat des international renommierten Caprices Festival. Nach 23 Ausgaben in Crans-Montana zieht die Winter edition endgültig ins Saanenland – mit zwei Wochenenden, drei gläsernen Bühnen, über 100 Artists und ...
Ab dem 13. März wird das Eggli zur neuen Winterheimat des international renommierten Caprices Festival. Nach 23 Ausgaben in Crans-Montana zieht die Winter edition endgültig ins Saanenland – mit zwei Wochenenden, drei gläsernen Bühnen, über 100 Artists und einem Budget von rund drei Millionen Franken. Caprices-Mitgründer Maxime Léonard und der lokale Organisator Vincent Schwab sprechen über den historischen Wechsel, die Bedeutung für die Region und darüber, wie Gstaad künftig die internationale Festival-Community empfängt.
Nach 23 Ausgaben in Crans-Montana zieht das Caprices Festival endgültig nach Gstaad. Was bedeutet dieser Schritt?
Maxime Léonard (ML): Es ist ein bewusst gewähltes neues Kapitel. Caprices wurde Anfang der 2000er-Jahre in den Schweizer Alpen geboren – 2004 fand die erste Ausgabe statt. Über zwei Jahrzehnte hinweg haben wir in Crans-Montana eine internationale Referenz für elektronische Musik aufgebaut. Nun schlagen wir ein neues Kapitel auf. Mit dem Eggli in Gstaad bleiben wir unserer Vision treu, Natur, Kunst und Musik zu verbinden – und heben das Gesamterlebnis gleichzeitig auf ein noch höheres Niveau.
Vincent Schwab (VS): Für Gstaad ist es ein starkes Signal. Das Festival, das während mehr als 20 Jahren Gäste aus über 75 Ländern angezogen hat, verlagert sich nun vollständig hierher. Wir sprechen von einem internationalen Publikum, das künftig im März ins Saanenland reist.
Warum fiel die Wahl auf das Eggli?
ML: Das Eggli bietet genau das, was Caprices ausmacht: ein spektakuläres 360-Grad-Panorama, eine ikonische Lage auf dem Berg und gleichzeitig eine optimierte Infrastruktur. Die Gondel fährt in nur sieben Minuten auf den Gipfel – und sie ist von mittags bis 4 Uhr morgens durchgehend in Betrieb. Das ist ein grosser Unterschied zu früher. Die Gäste können Tag und Nacht oben bleiben.
VS: Und ganz wichtig: Wir können erstmals alle Bühnen dauerhaft oben auf dem Berg betreiben. In Crans-Montana mussten wir abends in die Station hinunter. Hier bleibt das Festivalerlebnis durchgehend am Gipfel – mit Blick in die Alpen. Das ist nicht nur atmosphärisch einzigartig, sondern auch organisatorisch ein Vorteil.
Was erwartet die Besucherinnen und Besucher konkret?
ML: Drei eigenständige Glashaus-Bühnen – jede mit eigener Identität. Die Peak Stage für grosse Shows mit Alpenpanorama, die CNTRL Stage für intime, lange Sets und exklusive Back-to-back-Performances und die Ridge Stage für experimentellere Sounds.
VS: Die transparenten Strukturen sind seit über 20 Jahren unsere Signatur. Die Menschen tanzen mit Blick auf die Berge. Diese Verbindung von Natur und Musik ist die DNA von Caprices.
Das Line-up liest sich hochkarätig. Worauf sind Sie besonders stolz?
ML: Unser Anspruch war immer, verschiedene Generationen und Stilrichtungen zu vereinen. 2026 bringen wir über 100 Artists nach Gstaad. Ikonen wie Sven Väth, Ricardo Villalobos, der Schweizer Luciano – der in einem speziellen b2b mit Dennis Cruz auftritt – oder Jamie Jones gehören seit vielen Jahren zur Caprices-Familie. Gleichzeitig stehen Künstler wie Vintage Culture, Josh Baker, Prospa, Rossi, Shimza oder MAU P für die neue Generation elektronischer Musik. Diese Mischung aus Legenden und Zukunft ist uns sehr wichtig.
VS: Sven Väth, einer der «godfathers» der elektronischen Musik, hat übrigens sogar einen besonderen Bezug zur Region, da sein Sohn hier aufwächst.
Unterscheiden sich die beiden Wochenenden musikalisch?
ML: Ja. Das erste Wochenende vom 13. bis zum 15. März ist stärker techno- und houseorientiert mit melodischen Elementen – sehr fokussiert und clubnah. Das zweite Wochenende vom 20. bis zum 22. März spannt den Bogen weiter – von House über Minimal bis zu afroinspirierten Grooves. Beide Wochenenden entwickeln ihre eigene Atmosphäre.
VS: Und beide laufen sehr gut im Vorverkauf. Das hat uns besonders gefreut. Die Community versteht den Wechsel – und nimmt Gstaad als neue Caprices-Heimat an.
Welche wirtschaftliche Bedeutung hat das Festival für die Region?
VS: Eine sehr grosse. Wir sprechen von einem Budget von knapp drei Millionen Franken. Rund 250 Personen arbeiten an dieser Ausgabe – viele davon aus der Region. Wir verlängern die Wintersaison bis praktisch Ende März. Die Hotels sind bereits stark gebucht. Das Festival sorgt nicht nur an den Eventtagen für Frequenz, sondern auch in den Tagen davor und danach. Es macht aus einem ruhigen März einen aktiven Monat.
ML: Auch unser Zielpublikum könnte grösser werden. Denn im Vergleich zum Standort Crans-Montana sind wir nun geografisch etwas näher an der Deutschschweiz. Die Anreise aus Zürich zum Beispiel verkürzt sich deutlich. Das öffnet neue Märkte innerhalb der Schweiz.
Wie finanziert sich ein Festival dieser Grössenordnung?
ML: Hauptsächlich durch Ticketverkäufe, Sponsoring und Gastronomie. Die Künstlergagen machen den grössten Budgetposten aus – bei über 100 Acts ist das ein erheblicher Faktor.
Wie stark ist die Region eingebunden?
VS: Sehr stark. Wir haben in den letzten drei Jahren mit der September-Edition begonnen, eine lokale Struktur aufzubauen. Viele Gstaaderinnen und Gstaader sind heute Teil des Teams und übernehmen Verantwortung in Schlüsselbereichen. Das Festival kommt aus der Region – und ist gleichzeitig international.
ML: Diese Mischung ist entscheidend. Internationale Expertise trifft auf lokale Verankerung.
Sicherheit ist ein sensibles Thema bei Grossanlässen in alpinem Gelände. Wie gehen Sie damit um?
ML: Sicherheit steht an erster Stelle. Wir arbeiten eng mit der Gemeinde Saanen, dem Tourismus, dem Kanton Bern und allen zuständigen Behörden zusammen. Unsere Sicherheitskonzepte sind detailliert ausgearbeitet – von Evakuationsszenarien über Brandschutz bis zu Crowd-
Control-Systemen.
VS: Die Infrastruktur am Eggli ist ideal. Neben der Hauptgondel steht die zweite Seilbahn vom Eggli ins Rüberldorf zur Verfügung. Wir haben umfassende Notfallpläne, geschultes Personal und modernste Technik im Einsatz. Jeder Gast soll sich sicher fühlen – und sicher sein.
Wie unterstützen Sie Gäste bei Übernachtung und Logistik?
ML: Es gibt viele Unterkunftsoptionen in der Region – von fünf Sternen bis zu zugänglicheren Angeboten. Zudem sind Apartments und Chalets über Plattformen verfügbar, mit Links über unsere Caprices-Website, um die Suche zu erleichtern.
VS: Und ganz wichtig: Ein Shuttlebus-System verbindet Saanen, Rougemont, Schönried, Saanenmöser, Lauenen, Zweisimmen und Gsteig mit dem Festival – tagsüber wie nachts.
Und wer nach 4 Uhr noch nicht nach Hause will?
VS: Für die Nachtschwärmer gibts die Afterpartys in der Ferme Saint-Amour, dem ehemaligen Chlösterli – für viele ein nostalgischer Ort. Dort kann bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert werden. Und manchmal – wenn der Moment stimmt – passiert das Magische: Ein grosser DJ spielt spontan dort noch ein Set. Das ist natürlich nie garantiert, aber wenn es passiert, ist es ein «You had to be there»- Moment.
Abschliessend: Was wünschen Sie sich für die Premiere im März 2026?
ML: Dass die Menschen spüren, warum Caprices seit über 20 Jahren Bestand hat – wegen seiner Community, seiner Musik und seiner einzigartigen Atmosphäre.
VS: Und dass man am Montag nach dem Festival nicht nur an einen Abend denkt, sondern an zwei Wochen, in denen Gstaad spürbar lebt: volle Terrassen, volle Hotels, volle Gondeln. Genau diese Energie wollen wir im März in die Region bringen.





