Fröhliches Gewusel auf dem Eis
13.02.2026 SaanenmöserVergangenen Samstag fand die dritte Ausgabe der Kinderschlittschuhdisco statt. Unter lauter Musik und inmitten plaudernder Eltern toben sich die Kinder auf dem Eis aus.
PAULA H. MITTAG
Es ist noch nicht einmal dunkel und vor der Natureisbahn in Saanenmöser ...
Vergangenen Samstag fand die dritte Ausgabe der Kinderschlittschuhdisco statt. Unter lauter Musik und inmitten plaudernder Eltern toben sich die Kinder auf dem Eis aus.
PAULA H. MITTAG
Es ist noch nicht einmal dunkel und vor der Natureisbahn in Saanenmöser versammeln sich bereits zahlreiche Kinder mit ihren Eltern oder Freund:innen. Während das Eis nochmals gründlich bewässert wird, stärken sich die Kinder am aufgestellten Essensstand. Kostenlos gibt es Kuchen, Punsch und Pizzaschnecken, zudem werden Raclette und Hotdogs zu günstigen Preisen angeboten. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse der vergangenen Tage musste die Eisbahn kurz zuvor nochmals präpariert werden. Doch sobald alles parat ist, stürmen die Kinder motiviert aufs Eis – begleitet von bunter Discobeleuchtung und lauter Musik beginnt sofort das fröhliche Gewusel. Einige Kinder flitzen mit Hockeyschlägern umher, andere nutzen einen Stuhl als Fahrhilfe. Auch die Eltern haben ihren Spass auf dem Eis: Während die einen in kleinen Gruppen plaudern und ihre Kinder filmen, helfen andere tatkräftig beim Schlittschuhlaufen.
Das Highlight des Abends
Das Hockeyspielen steht bei vielen Kindern an oberster Stelle, besonders wegen des Highlights des Abends: Lukas Flüeler, ehemaliger bekannter Hockeyspieler und Goalie der ZSC Lions ist als Stargast dabei. «Wir haben ihn angefragt, da er jetzt fix in Saanenmöser wohnt. So haben auch die Jungs und Mädchen, die nicht nur tanzen wollen, etwas Neues», sagt Rebecca Buchs, zusammen mit Sonja Haldi und Judith von Grünigen Mitorganisatorin des Mösner Kinderprogramms. Er habe sofort zugesagt, da er sehr gerne hier sei. «Wir haben uns gedacht, dass, weil Lukas Flüeler dabei ist, jedes Kind, welches ein Tor gegen den Profi schiesst, einen kleinen Preis bekommt», so Judith von Grünigen.
Das Mösner Kinderprogramm ist die Rettung der Eisbahn
«Es bestand die Gefahr, dass die Eisbahn geschlossen wird. So sind wir auf die Idee der Kinderschlittschuhdisco gekommen. Bereits beim ersten Mal war sie ein Riesenerfolg. Es hat uns so viel Spass gemacht und Freude bereitet, dass wir gesagt haben: Das müssen wir jedes Jahr machen», erzählt Rebecca Buchs angeregt. Das kommt auch dem Dorf Saanenmöser zugute: «Wir wollen zeigen, dass Saanenmöser ein super Hotspot ist. Wir haben hier alles: Man kann direkt bei der Eisbahn parkieren und am selben Tag auf die Langlaufloipe, auf die Eisbahn, mit der Gondel zum Skifahren oder Wandern gehen», erklären die Organisatorinnen. Wichtig sei zudem, dass die Leute überhaupt sehen, dass es hier eine Natureisbahn gibt. «Es ist schade, dass nicht besser erkennbar ist, dass es hier so eine tolle Natureisbahn gibt», so Sonja Haldi.
Das Wetter ist der schwerste Organisationsfaktor
«Das Wetter und die Eisverhältnisse sind natürlich Faktoren, die wir nicht beeinflussen können. Wir sind abhängig von den Bedingungen. Ansonsten haben wir aber grosse Unterstützung von allen Seiten.» Bei der ersten Ausgabe sei alles noch am kompliziertesten gewesen, da die drei Organisatorinnen die Kosten aus eigener Tasche bezahlt hätten. «Wir haben eine freiwillige Kasse, in die alle etwas werfen können, wenn sie möchten. Die Gäste haben uns grossartig unterstützt. Nach anderthalb Jahren haben wir aktiv Sponsoren gesucht und inzwischen einige gefunden», sagen die Organisatorinnen.
Helfer:innen dürfen nicht fehlen
«Jedes Jahr kommen mehr Kinder», so die Organisatorinnen. Dieses Jahr seien es über 100 gewesen. Neben der Anzahl ist auch die Verpflegung wichtig, wofür das Mösner Kinderprogramm reichlich gesorgt hat. «Einige angefragte Frauen bringen Kuchen oder Pizzaschnecken mit, andere engagieren sich freiwillig und bieten selbst ihre Hilfe an», so Judith von Grünigen. Das Raclette und die Hotdogs werden von lokalen Betrieben gesponsert. «Die Zusammenarbeit mit den lokalen Betrieben ist uns wirklich wichtig, denn wir sind eine Gemeinde und wir haben Zusammenhalt. Mit der Kinderschlittschuhdisco sieht man: Wenn man zusammenarbeitet, kann man Grosses erreichen.»
Kein Können, nur Spass
Die Priorität der Disco sei laut Haldi ganz klar: «Die Kinder müssen nichts können, sie sollen einfach Freude haben.» Die Organisatorinnen ziehen ein rundum positives Fazit. Die Eltern seien sehr glücklich und wenn die Eltern zufrieden seien, dann seien es die Kinder erst recht. So können sich die Kinder austoben und einen unbeschwerten Abend auf dem Eis geniessen.



