Gesamtplanung Areal Gwatt
30.01.2026 NachbarschaftMit Beschluss vom 5. November 2024 hat der Gemeinderat das Projekt «Gesamtplanung Areal Gwatt» offiziell gestartet und für die ersten Planungsschritte eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Schule/Bildung, der Dorfvereine, der Kommission für Hochbau und ...
Mit Beschluss vom 5. November 2024 hat der Gemeinderat das Projekt «Gesamtplanung Areal Gwatt» offiziell gestartet und für die ersten Planungsschritte eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Schule/Bildung, der Dorfvereine, der Kommission für Hochbau und Planung sowie der Politik eingesetzt.
Die Arbeitsgruppe hat in den letzten Monaten vorhandene Informationen und Sachverhalte zusammengetragen sowie eine erste grobe Machbarkeitsstudie für das Areal erarbeitet. Die Arbeiten erfolgten auf Basis von bereits ausgearbeiteten Grundlagen, z.B. «Vorprojekt Sporthalle», «Schulraumplanung 2019» und «Schulstrategie 2024».
Die bisherigen Arbeiten hatten bei Weitem nicht das Ziel, die genauen Raumeinteilungen und -zuteilungen festzulegen, sondern optimale Voraussetzungen für die weiteren Planungsschritte im Areal zu schaffen. In der Arbeitsgruppe wurden dazu diverse Gebäudeanordnungen diskutiert, wobei der Fokus immer auf folgendes Bewertungsraster gelegt wurde:
– einfacher und bestmöglicher Zugang zum Areal
– Optimierung des schulischen Alltags für Lehrpersonen und Schüler:innen
– Neubauten sind nur da vorgesehen, wo nötig und sinnvoll.
– Zukünftige Erweiterungen müssen einfach möglich sein.
– Bauprozesse können während des laufenden Schulbetriebs umgesetzt werden.
Mit nebenstehender Variante (Skizze Nutzungskonzept) sieht die Arbeitsgruppe soweit die optimalen Voraussetzungen, damit erwähnte Kriterien in sehr hohem Masse erfüllt werden können.
Die geplante Raumanordnung sieht weiterhin vor, dass folgende konkrete Massnahmen umgesetzt werden müssten, welche die vorhandenen Ansprüche im Areal optimal abdecken sollen:
– Neubau einer Doppelturnhalle auf Stelzen (rotes Gebäude)
– Erweiterung des Schulraums durch Neubau (blaues Gebäude)
– Sanierung der Gebäude Gwatt A, B und D
– dauerhafte und ins Areal eingebundene Lösung für die Tagesschule
– Erneuerung des Aussenbereichs
Weiter sollen sämtliche Gebäude mit einem gedeckten Laubengang verbunden werden, der einerseits die Gebäude, andererseits den Schulbetrieb näher zusammenbringen und verbinden soll.
Gemäss den aktuellen noch sehr groben Volumenberechnungen, muss für das gesamte Projekt mit Kosten von 25 Mio. (plus/minus 30 Prozent) gerechnet werden.
Rückblick auf den Infoanlass vom 19. Januar im Gemeindesaal
Erfreulicherweise fand eine grosse Anzahl Einwohner (ca. 180 Personen) den Weg in den Gemeindesaal und so konnte die Arbeit der Arbeitsgruppe einer breiten Bevölkerung näher vorgestellt und erste offene Fragen vor Ort direkt besprochen und entgegengenommen werden.
Mehrere Anwesende diskutierten, wie hoch und gross die neu geplanten Bauten voraussichtlich sein werden. In diesem Zusammenhang erschien für einige noch unklar, ob sich insbesondere das neu geplante blaue Gebäude ansprechend in das Areal einfügen lasse. Aufgrund der bisher noch groben Volumenberechnungen kann es noch zu Anpassungen der Abmessungen kommen. Ausserdem setzen die baurechtlichen Vorgaben der betroffenen Zone auch Grenzen für die maximal möglichen Gebäudevolumen.
Weiter wurde gefragt, ob das Projekt etappiert werden könnte oder gar sollte. Diese Möglichkeit wurde verneint: Das Projekt soll bis zum Schluss als eine Einheit weiterverfolgt und geplant werden. In der Natur der Sache liegt es jedoch, dass die Bauphase beziehungsweise die Umsetzung in Etappen erfolgen muss. Eine Priorisierung wird hier aber erst in den weiterführenden Projektschritten erfolgen.
Mit Blick auf die zu erwartenden Kosten muss es weiterhin gelingen, das Projekt sowie die Gemeindefinanzen so zu entwickeln, dass die geplanten Investitionen finanzierbar bleiben. Welche Massnahmen hier konkret notwendig sein werden, wird sich bei der Erarbeitung des Finanzplans 2026–2031 erstmals zeigen.
In den weiterführenden Arbeiten geht es nun darum, die vorhandene grobe Machbarkeitsstudie soweit zu konkretisieren, dass daraus ein Vorprojekt erstellt werden kann. Auch die noch offenen Fragen und Unklarheiten müssen hier in den weiteren Prozess eingebunden werden, damit Konzeption, Funktionsweise und Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung der Anliegen der relevanten Anspruchsgruppen konkret definiert werden können. Darüber hinaus ist es unumgänglich, die betroffenen Anspruchsgruppen in den Mitwirkungsprozess einzubeziehen.
Die Arbeitsgruppe Areal Gwatt dankt allen Anwesenden für den Besuch der Veranstaltung, die gestellten Fragen und die zielführend geführten Gespräche. Aus Sicht der Arbeitsgruppe konnte festgestellt werden, dass die Grundrichtung durchaus richtig ist. Die anlässlich der Informationsveranstaltung diskutierten Themen fliessen in die weiteren Arbeiten ein und das Projekt wird Schritt für Schritt deutlichere Konturen erhalten.
GEMEINDERAT ZWEISIMMEN/ARBEITSGRUPPE AREAL GWATT

