Grüner unterwegs im Schwerverkehr
13.03.2026 PublireportageSeit 1954 ist die Addor AG für die Region unterwegs. Heute steht das Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Nachhaltigkeit im Schwerverkehr. Mit dem ersten Elektro-Hakengerät im Berner Oberland investiert die Firma bewusst in eine verantwortungsvolle Zukunft. Die ...
Seit 1954 ist die Addor AG für die Region unterwegs. Heute steht das Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Nachhaltigkeit im Schwerverkehr. Mit dem ersten Elektro-Hakengerät im Berner Oberland investiert die Firma bewusst in eine verantwortungsvolle Zukunft. Die grüne Flotte wird also noch ein wenig grüner.
Daniela Addor, wenn Sie das Schwarz-Weiss-Foto eines Lastwagens aus den 1960er-Jahren neben Ihrem neuen Volvo FMX Electric sehen – was geht Ihnen durch den Kopf?
Wenn ich dieses Bild sehe, erfüllt mich das mit Stolz. Unsere Firma besteht seit 1954. Jede Generation hatte ihre eigenen Herausforderungen. Früher ging es darum, den Betrieb aufzubauen, mechanische Entwicklungen mitzugehen und Schritt zu halten mit dem Wachstum. Heute stehen wir vor einer anderen Aufgabe: Wir müssen Verantwortung übernehmen – insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. Die Technik hat sich enorm verändert, aber unsere Grundwerte sind geblieben: Verlässlichkeit, Qualität und Engagement für die Region.
Mit dem Volvo FMX Electric 8x4 Hakengerät setzen Sie ein starkes Zeichen. Was bedeutet dieses Fahrzeug für Ihr Unternehmen?
Dieses Fahrzeug ist für uns ein Meilenstein. Es ist das erste Elektro-Schwerverkehrsfahrzeug im Saanenland und das erste Elektro-Hakengerät im ganzen Berner Oberland. Mit 490 kW Leistung – also rund 666 PS – steht es einem herkömmlichen Lastwagen in nichts nach. Für uns ist das nicht nur ein neues Fahrzeug, sondern ein klares Signal: Wir investieren bewusst in die Zukunft.
Ein Elektro-Lastwagen kostet deutlich mehr als ein konventionelles Fahrzeug. Warum haben Sie sich trotzdem für diese Investition entschieden?
Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern eine Verpflichtung. Natürlich ist eine solche Investition für ein KMU eine grosse Herausforderung. Aber wir sind überzeugt, dass man nicht nur kurzfristig denken darf. Jede Generation muss ihre Verantwortung wahrnehmen – und unsere Generation steht klar vor der Aufgabe, nachhaltiger zu wirtschaften. Wir haben uns entschieden, diese Herausforderung aktiv anzupacken.
Welche konkreten Vorteile bringt ein Elektro-Lastwagen im Alltag mit sich?
Ein grosser Vorteil ist sicher, dass das Fahrzeug keine lokalen CO₂-Emissionen verursacht und keinen Feinstaub durch Verbrennung ausstösst. Zudem ist es deutlich leiser unterwegs. Gerade in unserer Region, wo wir häufig in Dörfern, Wohngebieten oder frühmorgens im Einsatz sind, ist das ein spürbarer Mehrwert – für die Anwohner ebenso wie für unsere Chauffeure.
Und welche Herausforderungen sehen Sie auf sich zu kommen?
Natürlich bringt ein solches Fahrzeug auch neue Aufgaben mit sich. Die Ladeinfrastruktur muss gut geplant sein. Man muss klären, wo und wann geladen wird und ob die bestehende Stromversorgung ausreicht. Auch die Organisation der Ladezeiten gehört dazu. Doch genau diese Punkte sehen wir nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung, die wir bewusst anpacken. Nachhaltigkeit bedeutet eben auch, das ganze System weiterzuentwickeln.
Wie gross ist der Druck auf ein KMU, heute die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen?
Der Druck ist spürbar. Niemand weiss mit absoluter Sicherheit, welche Technologien sich langfristig durchsetzen werden. Gleichzeitig sind die Investitionen hoch und die Verantwortung liegt beim Unternehmer. Trotzdem sind wir überzeugt: Abwarten ist keine Lösung. Wer die Zukunft mitgestalten will, muss bereit sein, mutige Schritte zu gehen.
Sind die Kundinnen und Kunden bereit, den Mehrpreis für nachhaltige Dienstleistungen zu tragen?
Das ist wohl eine der zentralen Fragen unserer Zeit. Nachhaltigkeit hat ihren Preis – in vielen Branchen. Wir spüren, dass das Bewusstsein wächst, aber am Ende entscheidet oft noch immer der Preis. Langfristig kann Nachhaltigkeit jedoch nur funktionieren, wenn wir sie gemeinsam tragen – Unternehmen wie Konsumenten.
Ist der neue E-Lastwagen ein Einzelprojekt oder der Beginn einer neuen Strategie?
Wir sehen dieses Fahrzeug als ersten Schritt. Wir wollen Erfahrungen sammeln, den Alltagstest bestehen und die Entwicklung genau beobachten. Unser Ziel ist klar: Wir möchten unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten – Schritt für Schritt.



