Gstaad on Tour bringt die Ferienregion ins Unterland
20.03.2026 MarktplatzSeit acht Jahren reist die Ferienregion Gstaad durch die Schweiz. Mit Fonduegondeln, an Weihnachtsmärkten und mit einer temporären Skipiste in Bern bringt Gstaad on Tour alpine Erlebnisse dorthin, wo Gäste und Heimweh-Gstaader ihren Alltag verbringen. Die Initiative, die in ...
Seit acht Jahren reist die Ferienregion Gstaad durch die Schweiz. Mit Fonduegondeln, an Weihnachtsmärkten und mit einer temporären Skipiste in Bern bringt Gstaad on Tour alpine Erlebnisse dorthin, wo Gäste und Heimweh-Gstaader ihren Alltag verbringen. Die Initiative, die in Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Destination Gstaad gestaltet wird, hat sich zu einem wichtigen Instrument entwickelt, um die Ferienregion Gstaad weitherum sichtbar zu machen und neue Gäste abzuholen. Das Projekt transportiert das positive Image der Region charmant und bringt 15 Tonnen Gstaader Fondue ins Unterland.
Die Idee ist einfach: Die Region Gstaad kommt zu den Menschen. Auf Plätzen in Schweizer Städten, in Restaurants, an Weihnachtsmärkten oder mitten auf dem Sternenmärit in Bern entsteht für einen Moment das Gefühl eines Winterabends in der Ferienregion Gstaad. Holz, Fell, Käsefondue und die orginale Kabine einer alten Gondelbahn schaffen eine Atmosphäre, die zwar vertraut wirkt und mitten in der Stadt gleichzeitig überrascht.
«Wir rollen den weissen Teppich aus», sagt der Projektleiter bei Gstaad Saanenland Tourismus (GST), Mike von Grünigen. «So entsteht ein direkter Kontakt. Wer in einer Fonduegondel sitzt oder Kinder beim ersten Schwung auf einer Stadtschneepiste sieht, bekommt nicht nur eine Vorstellung, sondern erlebt das Gstaad-Feeling direkt vor der eigenen Haustür.»
Drei Projekte, eine Idee
Gstaad on Tour basiert auf drei zentralen Projekten. Die bekanntesten Botschafter sind die Fonduegondeln. Ehemalige Kabinen der Rellerli-Gondelbahn wurden zu kleinen Gasträumen umgebaut. Innen stehen Holztisch und Sitzbänke, draussen trägt jede Gondel das Gstaad-Logo. In der Wintersaison 2025/26 sind insgesamt 52 Gondeln von Lausanne bis Münchenstein, von Vitznau bis Zofingen im Einsatz. Partnerbetriebe in der Deutschschweiz und der Romandie stellen sie auf ihren Terrassen, in Innenhöfen oder an Events auf und servieren darin Gstaader Fondue und Raclette.
Der kulinarische Bezug zur Region ist zentral. Rund 15 Tonnen regionaler Käse werden in einer Saison verarbeitet und als Fondue serviert. Dazu kommen 100 Kilogramm Trockenfleisch und Wurstwaren aus regionaler Produktion. Was in den Städten auf den Tisch kommt, stammt direkt von lokalen Produzenten aus dem Saanenland.
«Wenn Gäste unser Fondue probieren, entsteht sofort eine Verbindung zur Region», sagt Mike von Grünigen. «Viele entdecken Gstaad so erstmals ganz ohne Berührungsängste. Auf unser Fondueland mit den XXL-Caquelons sind wir stolz und möchten mit unseren schmackhaften Produkten unsere Genussregion näher zu den Leuten bringen.»
Begegnungsorte im Winter
Ein zweites Standbein sind die Weihnachtsmärkte in Bern und Basel. Am Sternenmarkt in Bern bittet ein grosses Gstaader Fonduechalet während der Adventszeit ans Caquelon. Bis zu 280 Personen finden darin Platz. Familien, Freunde und Firmen treffen sich dort zum gemeinsamen Essen, mitten im Lichterglanz der Stadt.
In Basel wird Gstaad so Teil der winterlichen Stadtkultur. In der Adväntsgass in Kleinbasel gehört das Gstaader Fondue inzwischen zum festen Bestandteil des stimmungsvollen Weihnachtsmarkts. Diese Präsenz zeigt Wirkung. «Auf den Märkten, wo sich Menschen in der hektischen Vorweihnachtszeit verabreden, ist die Atmosphäre entspannt», erklärt von Grünigen. «Viele merken dort erstmals, wie nah Gstaad eigentlich ist.»
Schneesport mitten in der Stadt
Das dritte Projekt richtet sich besonders an Familien. Beim Schneespass Weyerli in Bern entsteht in Zusammenarbeit mit dem Sportamt der Stadt Bern und GoSnow jeden Winter eine kleine Piste mitten in der Stadt. Der Schnee stammt vom Abrieb der Kunsteisbahn und wird zu einer 60 Meter langen Abfahrt präpariert. Ein Förderband bringt die Kinder wieder nach oben.
Das Angebot ist kostenlos und offen für Schulen sowie Familien. Vier Samstage mit Gratis-Skiunterricht ergänzen das Programm. In der letzten Saison nahmen rund 5000 Personen teil, darunter kamen mehr als 600 Schüler:innen aus über 30 Schulklassen mit dem Schneesport in Kontakt.
Mike von Grünigen beschreibt die Idee dahinter so: «Wenn Kinder mitten in Bern ihre ersten Kurven fahren, entsteht Begeisterung für den Schneesport. Gleichzeitig wächst die Neugier auf unsere Berge. Da haben wir mit insgesamt über 200 Pistenkilometern bis auf 3000 Meter über Meer viel zu bieten.»
Näher bei den Gästen
Die Projekte richten sich bewusst an Menschen im Einzugsgebiet von rund zwei bis maximal drei Autostunden. Dazu gehören die Westschweiz, Bern, Teile des Mittellands sowie Regionen wie Basel, Luzern oder Zürich. Besonders Tagesgäste und Kurzurlauber stehen bei Gstaad on Tour im Fokus. Die Initiative verbindet die Stadt mit der Bergregion und spricht Menschen an, die Gstaad vielleicht schon kennen oder die Destination erst neu entdecken. «Unser Ziel ist es, Gstaad dort erlebbar zu machen, wo unsere zukünftigen Gäste leben», sagt Mike von Grünigen. «Wenn die Begegnung sympathisch und authentisch ist, entsteht oft der Wunsch, die Region später selbst zu besuchen.»
Blick nach vorne
Nach acht Jahren Entwicklung soll das Projekt weiter wachsen. Geplant sind zusätzliche Standorte und eine stärkere Präsenz in der Romandie. «Wir wollen noch näher an unsere Zielgruppen heran», erklärt von Grünigen. «Dort, wo Menschen unsere Gondeln entdecken, beginnt oft eine Reise, die früher oder später in die Ferienregion Gstaad führt.»
So wird aus einer Gondel in der Stadt manchmal der Anfang einer Feriengeschichte in den Bergen.
GSTAAD SAANENLAND TOURIMSUS

