Rund 1500 Haushalte im Gebiet Saanenmöser–Schönried–Gruben sind derzeit von Vorsichtsmassnahmen beim Trinkwasser betroffen. Grund dafür ist eine Verunreinigung durch Güllenwasser.
SONJA WOLF
Im Gebiet ...
Rund 1500 Haushalte im Gebiet Saanenmöser–Schönried–Gruben sind derzeit von Vorsichtsmassnahmen beim Trinkwasser betroffen. Grund dafür ist eine Verunreinigung durch Güllenwasser.
SONJA WOLF
Im Gebiet Saanenmöser–Schönried– Gruben ist es am Dienstag, 19. Mai, zu einer Verunreinigung des Trinkwassers gekommen. Betroffen sind rund 1500 Haushalte. Auslöser war laut Philipp Becker, Abteilungsleiter Infrastrukturen der Gemeinde Saanen, mutmasslich Güllenwasser, das im Gebiet Horneggli ausgebracht wurde.
Ermittlungen zur Ursache laufen
Wie Becker auf Anfrage erklärt, habe ein Landwirt im Gebiet Horneggli einen Jauchekasten geleert. Der Ort des Austritts liege zwar ausserhalb der offiziellen Schutzzone. Dennoch gelangte vermutlich das Güllenwasser bis in eine Trinkwasserquelle. «Wie genau dies passieren konnte, ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Kantonspolizei und deren Fachabteilung haben entsprechende Abklärungen aufgenommen. Ergebnisse liegen bislang noch keine vor», sagt Becker.
Gemeinde reagiert mit Spülung und Chlorbehandlung
Die Gemeinde reagierte nach Bekanntwerden der Verunreinigung umgehend. Über verschiedene Informationskanäle sowie mit Flugblättern direkt vor Ort informierte sie die Bevölkerung. Mitarbeitende suchten zudem das Gespräch mit Anwohnerinnen und Anwohnern. «Bislang sind weder Erkrankungen bei Menschen noch Schäden beim Fischbestand bekannt geworden», so Becker. Die Desinfektionsanlage der Wasserversorgung sei vom ersten Moment an auf Hochtouren gelaufen und habe ihren Zweck erfüllt. Zusätzlich führte die Gemeinde vorsorglich eine Netzspülung und eine Chlorbehandlung durch. Die bisherigen mikrobiologischen und chemischen Untersuchungen zeigen keine Auffälligkeiten mehr.
Zur zusätzlichen Kontrolle wurde eine ausserordentliche Wasserprobe an das kantonale Labor geschickt. Die Resultate werden im Verlauf des Freitags erwartet.
Vorsichtsmassnahmen bleiben
Bis dahin gelten weiterhin Vorsichtsmassnahmen: Trinkwasser soll nur abgekocht konsumiert werden. Zudem empfiehlt die Gemeinde, die hausinternen Leitungen gründlich zu spülen, indem sämtliche Wasserhähne während einiger Minuten geöffnet werden.