Die Überwachung der Gletscherseen auf der Plaine Morte ist für dieses Jahr abgeschlossen. Erstmals seit Längerem war kein maschineller Eingriff nötig, um den Faverge-See kontrolliert zu entleeren.
Die diesjährige Überwachung der Gletscherseen ...
Die Überwachung der Gletscherseen auf der Plaine Morte ist für dieses Jahr abgeschlossen. Erstmals seit Längerem war kein maschineller Eingriff nötig, um den Faverge-See kontrolliert zu entleeren.
Die diesjährige Überwachung der Gletscherseen auf der Plaine Morte ist erfolgreich abgeschlossen worden. Wie die Gemeinde Lenk mitteilt, konnte die Entwicklung der Seen dank laufender Messungen und der Zusammenarbeit der beteiligten Fachstellen jederzeit beurteilt und die nötigen Massnahmen vorbereitet werden.
Bereits Anfang Juni wurden die Überwachungsanlagen auf dem Gletscher installiert und in Betrieb genommen. Anschliessend verfolgte das zuständige Koordinationsgremium die Entwicklung der Gletscherseen laufend.
Die sehr warme und trockene Witterung im Juni und Juli führte zunächst dazu, dass der Pegel des Faverge-Sees nur langsam anstieg. Als Grund nennt die Gemeinde die sogenannte Sublimation. Dabei gehen Schnee und Eis aufgrund der trockenen Luft direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über, ohne zuvor zu schmelzen.
Nach den Niederschlägen Mitte Juli nahm das Wasservolumen nochmals zu. In der Nacht auf den 19. Juli erreichte der See mit knapp 1,27 Millionen Kubikmetern seinen Höchststand. Anschliessend begann der Wasserstand kontinuierlich zu sinken. Am vergangenen Montag setzte schliesslich die deutlich erkennbare Entleerung über den Trübbach ein. Der See floss selbstständig ab, ohne Schäden zu verursachen. Ein maschineller Eingriff zur kontrollierten Ableitung des Wassers war in diesem Jahr deshalb nicht erforderlich.
Die Gemeinde Lenk wertet dies als erfolgreichen Abschluss der diesjährigen Faverge-Saison.
PD/JOP