Wer seine Vorsorge optimieren und Steuern sparen möchte, steht vor der Wahl: Einkäufe in die Pensionskasse (Säule 2) oder – neu auch nachträglich – in die Säule 3a? Beide Varianten bieten Vorteile. Entscheidend sind drei Unterschiede:
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Wer seine Vorsorge optimieren und Steuern sparen möchte, steht vor der Wahl: Einkäufe in die Pensionskasse (Säule 2) oder – neu auch nachträglich – in die Säule 3a? Beide Varianten bieten Vorteile. Entscheidend sind drei Unterschiede:
1. Sparpotenzial
Die Pensionskasse erlaubt häufig höhere Einzahlungen. Wer Beitragslücken hat, etwa durch Teilzeitarbeit oder Auszeiten, kann diese ausgleichen und die Einzahlungen vom steuerbaren Einkommen abziehen. Die Säule 3a ist betragsmässig begrenzt, eignet sich aber für einen kontinuierlichen, planbaren Vorsorgeaufbau. Ein nachträglicher Einkauf ist zudem erst für Beitragslücken ab dem Steuerjahr 2025 möglich.
2. Flexibilität
Während die Pensionskasse die Anlagestrategie vorgibt, können 3a-Sparerinnen und -Sparer frei wählen – von klassisch bis wertschriftenbasiert. «Die Säule 3a bietet mehr Mitbestimmung und passt sich besser an persönliche Bedürfnisse und Risikoprofile an», sagt Sonja Frutiger, Leiterin Finanzplanung und Vorsorge Wealth Planning bei der BEKB. Zudem ist das Guthaben ab Alter 60 verfügbar und erlaubt so einen gestaffelten, steueroptimierten Bezug.
3. Zusätzliche Effekte
Einkäufe in die Pensionskasse erhöhen oft nicht nur die Altersleistung, sondern auch die Leistungen bei Invalidität und Tod – ein Vorteil, besonders für Familien.
Welche Variante die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab: «Lebenssituation, Alter, Einkommen, Steuerbelastung, Vorsorgeziele und der Wunsch nach Flexibilität spielen eine zentrale Rolle», so Sonja Frutiger. Eine persönliche Beratung hilft, die passende Lösung zu finden.