Schulraumplanung in Saanen: Der Masterplan liegt vor
10.03.2026 BildungDer Masterplan zur Schulraumplanung liegt vor: Er zeigt, wie sich die Schulstandorte der Gemeinde Saanen bis zum Jahr 2045 entwickeln sollen. Vier Hauptstandorte – Ebnit, Rütti, Saanen und Schönried – werden modernisiert und ausgebaut. Die kleineren Schulhäuser in ...
Der Masterplan zur Schulraumplanung liegt vor: Er zeigt, wie sich die Schulstandorte der Gemeinde Saanen bis zum Jahr 2045 entwickeln sollen. Vier Hauptstandorte – Ebnit, Rütti, Saanen und Schönried – werden modernisiert und ausgebaut. Die kleineren Schulhäuser in Turbach, Bissen und Gruben sollen so lange weitergeführt werden, wie es Schülerzahlen und Lehrpersonen erlauben. Hintergrund sind sowohl der Zustand einzelner Gebäude als auch neue Anforderungen an den Unterricht. Denn moderne Lernformen brauchen neben dem klassischen Klassenzimmer zusätzliche Räume für Gruppenarbeit, individuelle Förderung und Betreuung. Der «Anzeiger von Saanen» erhielt Einblick in die Planungen und erklärt, welche Projekte nun zuerst angegangen werden – und wo die Bevölkerung noch entscheiden wird.
Masterplan für die Saaner Schulen liegt vor
Nach Jahren der Analyse liegt nun der Masterplan zur Schulraumplanung vor. Er zeigt, wie die vier Hauptstandorte Ebnit, Rütti, Saanen und Schönried erneuert und erweitert werden sollen – und welche Investitionen dafür in den kommenden Jahrzehnten vorgesehen sind.
SONJA WOLF
Nun liegt er also vor: der Masterplan zur Schulraumplanung der Gemeinde Saanen. Auf 38 Seiten beschreibt er, wie sich die Schulstandorte bis 2045 entwickeln sollen – baulich, organisatorisch und finanziell.
Der Anzeiger von Saanen erhielt Einblick in das vollständige Dokument, das vom unabhängigen Planungsbüro Kontextplan AG in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde erarbeitet wurde. Kaspar Westemeier, Abteilungsleiter Liegenschaften, präsentierte den Bericht im Detail und erläuterte die Analysen zu Schülerzahlen, Raumbedarf, Gebäudezustand und Investitionsplanung. Der folgende Überblick fasst die zentralen Inhalte dieses Masterplans zusammen.
Wie ist die Ausgangslage?
Die Gemeinde Saanen hält grundsätzlich an allen sieben Schulstandorten fest. Gleichzeitig hat der Gemeinderat 2022 einen klaren strategischen Entscheid gefällt:
Die vier grossen Anlagen im Talboden und in Schönried – Ebnit (Oberstufenzentrum), Rütti (Gstaad), Saanen und Schönried – werden so ausgebaut und modernisiert, dass sie langfristig tragfähig sind und bei Bedarf auch Kinder aus den Aussenbäuerten aufnehmen können.
Die kleineren Schulhäuser in Turbach, Bissen und Gruben bleiben als Schulstandorte erhalten – so lange es ausreichend Schüler bzw. Lehrpersonen gibt, um einen sinnvollen Betrieb zu ermöglichen.
Diese Schulstrategie wurde im April 2023 offiziell verabschiedet.
Wo stehen wir heute?
In einer ersten Phase wurde der Bedarf analysiert: Wie entwickeln sich die Schülerzahlen? Wie gross ist das Raumdefizit? Wie steht es um den baulichen Zustand der einzelnen Gebäude?
In Phase 2 wurde darauf aufbauend ein Masterplan erarbeitet. Er zeigt auf, wie die festgestellten Defizite baulich gelöst werden können, was dies ungefähr kostet und in welcher Reihenfolge die Projekte angegangen werden sollen (siehe Abbildung oben).
Dieser Masterplan liegt nun vor. Er bildet die fachliche und finanzielle Grundlage für die nächsten Schritte.
Erst auf dieser Basis kann nun die konkrete Umsetzungsplanung für die einzelnen Standorte gestartet werden – dies ist Phase 3.
Nach welchen Kriterien werden die vier Standorte modernisiert?
Die Entscheidung basiert auf drei klar definierten Grundlagen:
1. Schülerprognose: stabil – aber mit Verschiebungen
Bis 2045 wird im Saanenland insgesamt mit ähnlich vielen Schülerinnen und Schülern gerechnet wie heute. Grundlage der Prognosen sind die Wohnbautätigkeit, Bevölkerungszahlen, Geburten der letzten zehn Jahre sowie die aktuelle Schulstatistik.
Dennoch entstehen punktuell Verschiebungen:
– Rütti: Hier wird mitgedacht, dass eines Tages Kinder aus dem Schulkreis Bissen-Turbach integriert werden könnten.
– Schönried: Hier ist eine mögliche Integration des Standorts Gruben eingeplant.
– Ebnit/OSZ: Wegen starker Jahrgangszahlen muss mit einem erhöhten Raumbedarf gerechnet werden. Der Zugang durch den Wechsel der Realschüler aus Lauenen ab dem Schuljahr 2026/27 verstärkt diesen Bedarf. Daher geht der Masterplan langfristig von einer zusätzlichen Oberstufenklasse aus.
Wichtig dabei ist: Die Integration der Aussenstandorte ist kein sofortiger Entscheid, sondern ein strategisches Sicherheitsnetz – für den Fall, dass einzelne kleinere Schulhäuser in Zukunft nicht mehr ausreichend Schüler oder Lehrpersonen haben und geschlossen werden müssen.
2. Raumbedarf: nicht mehr Kinder – sondern andere Räume
Das Hauptproblem sind nicht zu wenige Klassenzimmer – sondern Räume, die nicht mehr zu den heutigen Unterrichtsformen passen. Schon heute fehlen an mehreren Standorten Gruppenräume, Lernzonen, geeignete Bereiche für die Tagesschule sowie ausreichend Platz für die Schuladministration.
Unterricht findet längst nicht mehr nur frontal im Schulzimmer statt. Für Gruppenarbeiten, individuelle Förderung oder selbstständiges Lernen braucht es zusätzliche Räume in unmittelbarer Nähe zum Klassenzimmer. Genau diese fehlen vielerorts.
Auch die Tagesschule ist fester Bestandteil des Schulalltags. Dafür braucht es Platz zum Essen, für Hausaufgaben, für Spiel – und für Ruhe. An mehreren Standorten ist das heute nur behelfsmässig möglich.
3. Gebäudezustand: zwei Hallen besonders kritisch
Untersucht wurden insgesamt 15 Schulgebäude an allen sieben Schulstandorten. Heute befinden sich die meisten davon in einem mittleren bis guten Zustand. Doch ohne grössere Investitionen würde sich das in den kommenden Jahren deutlich ändern (siehe die Abbildungen auf Seite 8).
Besonders kritisch sind derzeit die Turnhalle Rütti und die alte Turnhalle beim OSZ Ebnit. Gemäss Analyse erreichen sie bis 2035 einen Zustand, bei dem eine umfassende Sanierung kaum mehr sinnvoll ist. Ein Ersatzneubau gilt hier mittelfristig als zweckmässigere Lösung.
In Zahlen bedeutet das: Der durchschnittliche Zustandswert aller Schulgebäude würde ohne bauliche Massnahmen von heute 0,78 (mittel bis gut) auf 0,64 (schlechter Zustand) sinken – ein klares Zeichen dafür, dass in den kommenden Jahren grössere bauliche Eingriffe nötig werden.
Was kostet der Masterplan?
Der Masterplan für die vier Hauptstandorte Ebnit, Rütti, Saanen und Schönried geht von einem Gesamtvolumen von rund 90 Millionen Franken aus.
Wichtig dabei ist: Knapp die Hälfte dieser Summe entfällt auf Instandsetzungen, die in den nächsten 25 Jahren ohnehin anstehen würden – unabhängig von der Schulstrategie. Es handelt sich also nicht nur um Neubauten, sondern in grossem Umfang um den Erhalt bestehender Gebäude.
Die Zahlen basieren auf einer Grobkostenschätzung. Konkrete Kreditanträge folgen in der nächsten Phase der Planung, der Phase 3.
Nichtständige Kommission Umsetzung Schulstrategie
Die Schulstrategie wird von einer nichtständigen Kommission begleitet. Sie wurde 2021 eingesetzt und ist projektbezogen organisiert.
In Phase 2 (Masterplan) waren stimmberechtigt vertreten:
– Mitglieder des Gemeinderats aus den Ressorts Bildung, Finanzen und Liegenschaften Beratend mitgewirkt haben unter an derem:
– die Hauptschulleitung Saanen
– die Abteilungsleitung Bildung
– die Abteilungsleitung Liegenschaften
– die Abteilungsleitung Finanzen
Fachlich begleitet wurde die Gemeinde durch das externes Planungsbüro Kontextplan AG.
Für die nun beginnende Phase 3 wurde die Zusammensetzung angepasst: Das Ressort Finanzen ist nicht mehr direkt in der Kommission vertreten. Die Finanzkommission wird beim Erreichen von Meilensteinen informiert. Die Prüfung der finanziellen Tragbarkeit von Projekten erfolgt wie gewohnt im Rahmen der jeweiligen Kreditbeschlüsse.
SWO
Was passiert in Ebnit, Rütti, Saanen und Schönried?
SAANEN
Die Idee
Der Standort Saanen soll mit einem Anbau ergänzt werden, um das bestehende Raumdefizit zu beheben.
Was konkret geplant ist
Vorgesehen ist ein zusätzlicher Baukörper mit Unterrichts- und Spezialräumen. Dadurch würde auch das Raumangebot für Tagesschule und Förderangebote verbessert. Die bestehenden Räumlichkeiten bleiben im Grundsatz erhalten und werden punktuell angepasst.
Was noch offen ist
Die genaue Positionierung und Ausgestaltung des Anbaus ist noch nicht festgelegt. Der Masterplan zeigt ein mögliches Szenario – Detailplanung und konkrete Architektur folgen erst in Phase 3.
Besonderheit
Ein Anbau würde in den heutigen Aussenraum eingreifen. Wie stark Spielund Pausenflächen betroffen sind, wird in der nächsten Planungsphase sorgfältig geprüft.
EBNIT (OSZ)
Die Idee
Das Oberstufenzentrum Ebnit soll räumlich neu organisiert und erweitert werden, damit es langfristig genügend Platz bietet.
Was konkret verändert wird
Geplant ist ein Ersatzneubau für das heutige Gymnasiumgebäude. Dadurch entstehen zusätzliche Unterrichts- und Gruppenräume. Gleichzeitig würde der bestehende Oberstufentrakt entlastet und neu strukturiert. Ziel ist eine klare Trennung der Nutzungen zwischen OSZ, Gymnasium und Wirtschaftsschule sowie mehr Raum für Spezialunterricht, Lehrpersonen und Tagesschule.
Was noch offen ist
Unklar ist derzeit der Umgang mit der alten Turnhalle. Sie ist im Inventar der Baudenkmäler des Kantons Bern als «erhaltenswert» eingestuft.
Es gibt zwei Varianten:
– Umbau und Umnutzung (z.B. als Aula/Mittagstisch, siehe Variante 1) oder
– Ersatz durch einen Neubau (siehe Variante 2)
Besonderheit
Am OSZ wird um 2031/32 ein Belastungspeak erwartet. Ohne bauliche Anpassung drohen Engpässe. Zudem spielt hier der Schutzstatus der alten Turnhalle eine zentrale Rolle.
RÜTTI (Gstaad)
Die Idee
Die Schulanlage Rütti soll so weiterentwickelt werden, dass sie langfristig genügend Platz bietet – auch für eine mögliche Integration der Standorte Bissen und Turbach.
Was konkret geplant ist
Kernstück ist der Ersatz der bestehenden «alten» Turnhalle, die sich baulich in einem kritischen Zustand befindet.
Der Neubau würde Räume für den Mittagstisch sowie für grössere Schulanlässe oder -versammlungen bieten.
Der übrige Schulbestand wird angepasst und neu organisiert, damit zusätzliche Gruppen- und Spezialräume entstehen.
Was noch offen ist
Geprüft wird eine Variante mit einer grösseren Mehrzweckhalle inklusive Bühne und Küche (siehe Variante 1) – auch für Vereinsnutzungen. Ob diese Option umgesetzt wird, hängt von der weiteren Entwicklung im Projekt «Sport- und Kulturzentrum Gstaad» ab.
Besonderheit
Die Turnhalle gilt als eines der dringendsten baulichen Probleme im gesamten Portfolio. Hier besteht unmittelbarer Handlungsbedarf.
SCHÖNRIED
Die Idee
In Schönried wird ein Ersatzneubau des Schulhauses vorgesehen, um den Standort langfristig zu sichern und eine mögliche Integration des Standorts Gruben zu ermöglichen.
Was konkret geplant ist
Das bestehende Schulhaus soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die Turn- und Mehrzweckhalle bleibt bestehen.
Der Neubau würde Kindergarten, Primarschule, Spezialräume und Tagesschule klar strukturieren und zeitgemäss organisieren.
Was noch offen ist
Ein Anbau wurde geprüft, gilt jedoch als wenig zweckmässig. Der Ersatzneubau ist derzeit die bevorzugte Lösung – Details werden in der nächsten Phase ausgearbeitet.
Besonderheit
Der Neubau schafft nicht nur mehr Platz, sondern ordnet den Standort auch funktional neu. Damit wird Schönried langfristig als Schulstandort gestärkt.
KASPAR WESTEMEIER, ABTEILUNGSLEITER LIEGENSCHAFTEN, UND SAMANTA TRAUFFER, ABTEILUNGSLEITERIN BILDUNG, IM INTERVIEW
Die Bewährungsprobe steht bevor
Kaspar Westemeier, Abteilungsleiter Liegenschaften, und Samanta Trauffer, Abteilungsleiterin Bildung, sind beide im Projekt involviert. Im Gespräch erklären sie, warum der Masterplan trotz stabiler Schülerzahlen nötig ist – und wo der Souverän noch entscheidet.
SONJA WOLF
Kaspar Westemeier, die Schülerzahlen bleiben laut Prognose stabil. Warum braucht es trotzdem Investitionen in dieser Grössenordnung?
Kaspar Westemeier (KW): Zum einen verschlechtert sich der Zustand von Gebäuden nicht linear. Wenn wir nichts unternehmen, geraten einzelne Gebäude in den kommenden Jahren rasch in einen schlechten Zustand. Ein beträchtlicher Teil der Investitionen betrifft deshalb Sanierungen, die ohnehin anstehen würden. Zum anderen bedeutet die Stabilität der Schülerzahlen nicht, dass kein Handlungsbedarf besteht. An mehreren Standorten haben wir bereits heute ein deutliches Raumdefizit – insbesondere bei Gruppenund Spezialräumen sowie bei der Tagesschule.
Samanta Trauffer, warum sind zusätzliche Gruppen- und Spezialräume aus pädagogischer Sicht so wichtig?
Samanta Trauffer (ST): Mit dem aktuellen Lehrplan 21 steht stärker im Zentrum, welche Kompetenzen Kinder entwickeln – nicht nur, welche Inhalte sie lernen. Dafür braucht es neben dem Klassenzimmer zusätzliche Lernbereiche, in denen verschiedene Arbeitsformen möglich sind. Zudem stehen viele Schulen heute im Wettbewerb um Lehrpersonen. Gerade in Randregionen macht sich der Lehrermangel stärker bemerkbar. Wenn wir nur die minimale Infrastruktur bieten können, wird es schwieriger, Lehrpersonen zu gewinnen. Pädagogisch zeitgemässe Gruppen- und Spezialräume tragen deshalb auch zur Attraktivität unseres Schulstandorts bei.
Warum gibt es im Masterplan an einzelnen Standorten noch Varianten?
KW: In Ebnit betrifft das vor allem die alte Turnhalle. Sie steht unter Denkmalschutz, weshalb wir zwei Lösungsansätze prüfen – Erhalt und Umnutzung oder Ersatzneubau.
In der Rütti halten wir uns die Option einer grösseren Mehrzweckhalle offen. Ob diese realisiert wird, hängt auch davon ab, wie sich die benachbarte Modernisierung des Sport- und Kulturzentrums auf der Saanematte entwickelt. Der Masterplan zeigt mögliche Wege auf – entschieden wird erst in der nächsten Projektierungsphase.
In welcher Reihenfolge werden die Standorte nun angegangen?
KW: Gemäss heutiger Planung starten wir mit Rütti und Ebnit noch in diesem Jahr. Saanen und Schönried folgen später.
Warum genau diese Reihenfolge?
KW: Wir haben drei Faktoren übereinandergelegt: Raumdefizit, Gebäudezustand und Entwicklung der Klassenzahlen. Wo mehrere Faktoren gleichzeitig kritisch sind, besteht höherer Handlungsdruck. Das ist derzeit in der Rütti und im Ebnit der Fall (Anm. d. Red.: siehe Tabelle).
Sind die jetzt gezeigten Pläne für die vier Schulen bereits definitiv?
KW: Nein. Der Masterplan zeigt mögliche Lösungen, aber noch keine fertigen Bauprojekte. Wir befinden uns noch auf einer konzeptionellen Ebene. In der nächsten Phase wird für jeden Standort eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Dabei werden auch die offenen Varianten weiter geprüft – etwa beim Umgang mit der alten Turnhalle im Ebnit oder bei der Mehrzweckhallenoption in der Rütti. Erst danach entstehen konkrete Bauprojekte.
Wer plant und baut die Schulhäuser konkret?
KW: Die Gemeinde muss die Planerund Architektenleistungen in einem öffentlichen Verfahren ausschreiben. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: leistungsorientierte Auswahlverfahren, also nach der Frage: welcher Architekt ist für die Aufgabe am geeignetsten? Oder lösungsorientierte Auswahlverfahren, also: Welches Projekt ist das beste? Ziel ist es in beiden Fällen, auf Basis des Masterplans zu einem konkreten und mehrheitsfähigen Bauprojekt zu kommen. Erst in diesem Schritt entstehen die eigentlichen Projektpläne und verbindlichere Kostenberechnungen.
Und über diese verbindlichen Kosten stimmt dann die Gemeindeversammlung ab?
KW: Ja. Der Masterplan ist nur eine strategische Grundlage. Konkrete Kredite – zuerst für die Planung, später für die Umsetzung – müssen ab einer Höhe von 500’000 Franken von der Gemeindeversammlung bewilligt werden. Dort entscheidet der Souverän.
Und wenn ein Kredit abgelehnt wird?
KW: Das wird die erste Bewährungsprobe für die Schulstrategie sein. Ohne Zustimmung können die Projekte nicht umgesetzt werden. Der weitere Weg müsste bei einer Ablehnung neu beurteilt werden.
Der Masterplan fokussiert stark auf die Standorte Ebnit, Rütti, Saanen und Schönried. Werden Turbach, Bissen und Gruben nun ihrem Schicksal überlassen?
KW: Nein. Für alle Schulgebäude stehen weiterhin Mittel für den Werterhalt zur Verfügung. Diese werden jährlich durch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Rahmen der Budgetgenehmigung bereitgestellt. Diese Gelder sichern, dass die Gebäude technisch funktionsfähig und sicher bleiben, solange dort Unterricht stattfindet.
Aber sie werden nicht ausgebaut?
KW: Genau. Der Unterschied liegt in der Investitionsstrategie. Während die vier Hauptstandorte erweitert und modernisiert werden, sind für die Aussenstandorte keine grösseren Ausbauten mehr vorgesehen. Sie werden perspektivisch unterhalten, aber nicht weiterentwickelt. Ziel ist es, sie so lange zu betreiben, wie es die Schülerzahlen erlauben und genügend Lehrpersonen angestellt werden können.












