Ab Mitte Zwanzigerjahre entstanden im Berner Oberland viele Schwimmbäder. Zweisimmen war 1928 das erste Freibad. Per Zufall besuchten letzthin gleichzeitig Schulklassen aus Gstaad und Lauterbrunnen das Schwimmbad Zweisimmen. Drei starke Orte, was Schwimmbäder betrifft. Wegen der ...
Ab Mitte Zwanzigerjahre entstanden im Berner Oberland viele Schwimmbäder. Zweisimmen war 1928 das erste Freibad. Per Zufall besuchten letzthin gleichzeitig Schulklassen aus Gstaad und Lauterbrunnen das Schwimmbad Zweisimmen. Drei starke Orte, was Schwimmbäder betrifft. Wegen der Hitzewelle schalteten die Bademeister in Zweisimmen erstmals die Solarpanels aus.
Ab Mitte der Zwanzigerjahre erfasste der Trend zu Bewegung in der Natur und Sonnenbaden auch das Berner Oberland. 1928 wurde in Zweisimmen das erste Alpine Schwimm- und Sonnenbad eröffnet. Zweisimmer Pioniere entdeckten im Mühliport an der Kleinen Simme einen ganz starken Ort. Damals wurde das 50-Meter-Becken noch mit Simmewasser gefüllt.
Auch Gstaad hat seit 1928 sein Piscine
Die Badi Zweisimmen nutzt einen sprachlichen Trick, um heute die Rolle des Ersten zu spielen. 1928 wurde nämlich auch in Gstaad, beim Gstaad Palace, das 50-Meter-Bad mit Olympiamassen, entworfen vom grossen Bäderbauer Beda Hefti, eröffnet. Die Badi Zweisimmen bezeichnet das Piscine in Gstaad deshalb als das schönste Hotelbad im Berner Oberland.
Gstaader Schüler besuchen Badi Zweisimmen
Für Zweisimmen war es eine grosse Ehre, die Siebt- und Achtklässler von Lehrerin Diana Lauener zu empfangen. Unglaublich, dass mehr als die Hälfte der Gstaader Schüler die Badi Zweisimmen noch nicht kannten. Die Gstaader:innen wählten eine herrliche Anreise: Fahrt mit der MOB bis Oeschseite und Marsch auf dem herrlichen Simmegrundweg zur Badi. Wenn es mit Hitzewellen so weitergeht, werden bezüglich Erfrischung Orte wie Oeschseite («Côte d’Oex») die Côte d’Azur ablösen.
Per Zufall sind auch Lauterbrunner da
Der Zufall wollte es, dass gleichzeitig mit den Gstaader:innen auch die Siebtund Achtklässler:innen aus Lauterbrunnen in Zweisimmen Halt machten.
Die gebürtige Saanerin Sarah Linder, bestens unterstützt von Christina Schwerzmann, zeigte ihren Schüler:innen ihre Heimat. Damit waren drei starke Berner Oberländer Schwimmbadorte – Gstaad, Wengen und Zweisimmen – vereint. In Wengen wurde 1931 das Alpine Schwimm- und Sonnenbad eröffnet. Gstaader und Lauterbrunner Schülerinnen und Schüler surften auf der Riesenrutschbahn für ein cooles, gemeinsames, starkes Berner Oberland. Schwimmbäder entwickeln sich nach hundert Jahren wieder zu stärkeren Tourismustrümpfen.
Wegen Hitze werden erstmals Solarpanels ausgeschaltet
Die Hitzewelle im Schwimmbad Zweisimmen, dessen weiches Bergwasser einzig mit Solarpanels geheizt wird, sorgte für einen neuen Rekord. Erstmals seit Inbetriebnahme 1993 musste Bademeister Uriel Berliner die Solarpanels ausschalten, damit die Wassertemperatur die 27-Grad-Marke nicht überschreitet. Schönster Sommer im Berner Oberland.
MATTHIAS KURT