Skifahren im Saanenland
27.01.2026 SaanenlandPAULA H. MITTAG
Dass man hier Ski fahren kann, war mit einer der Gründe, wieso ich mich für ein Praktikum im Saanenland entschieden habe. Die schönen Berge und die Skilifte, die es hier überall gibt, und dann gibt es da noch das Angebot mit dem Magic Pass. Nach einer ...
PAULA H. MITTAG
Dass man hier Ski fahren kann, war mit einer der Gründe, wieso ich mich für ein Praktikum im Saanenland entschieden habe. Die schönen Berge und die Skilifte, die es hier überall gibt, und dann gibt es da noch das Angebot mit dem Magic Pass. Nach einer langen Zeit journalistisch turbulenter Wochenenden kam dann der Tag, an dem ich endlich mit einer Freundin nach Saanenmöser zum Skifahren ging. Alleine die Fahrt dahin war ein einziger Fiebertraum. Zuerst – wie wir alle wissen – dachte ich schon wieder, dass mein Endgegner, der Blitzer, mich erwischt hatte. Doch nach langem Versichern meiner Freundin, dass das nur ein Sonnenstrahl war, konnte ich mich wieder entspannen.
Dann auf dem Parkplatz angelangt, winkt mich der Parkeinweiser zu meinem Parkplatz. Ich schaue ihn peinlich berührt und leicht verunsichert an und rolle mein Fenster herunter: «Entschuldigen Sie, kann ich bitte eine andere Parklücke bekommen? Ich kann wirklich nicht parken.» Belustigt schaut er mich an und winkt mich in die einfachste Parklücke, die er finden kann. Endlich haben wir es geschafft – fehlen nur noch die Skischuhe und Ski. Hier ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um Ihnen meinen dritten Endgegner neben Französisch und den Blitzern vorzustellen: Skischuhe. Nach qualvollen zehn Minuten, die aus Rumhüpfen, wütendem Auftreten und mehrfachem Aufgeben bestanden, habe ich es endlich geschafft: Die Skischuhe sind endlich fest am Fuss. Es ist zu bemerken: Neben dem (für eine Praktikantin) überteuerten Skipass und dem ohnehin schon teuren Skiequipment muss man nebenbei noch Parkgebühren zahlen. Was bedeutet, dass wir, als wir an der Parkuhr angekommen sind, noch mal zum Auto zurücklaufen mussten, um Kleingeld zu holen. Endlich geschafft! Am Berg angekommen ist das Wetter wundervoll und es ist schön sonnig, also fahren wir los. Ein paar schöne Pisten später ist man richtig in Skistimmung und es kann fast nicht schöner werden, bis wir zu dem Teil der Piste kommen, wo die Sonne den ganzen Tag draufgeschienen hat. Nichts ahnend fahre ich gemächlich die Piste runter, bis ich plötzlich, nachdem ich über einen Hügel gefahren bin, etwas Braunes sehe: Sch.... der Boden. Ein kurzer Schrei, eine Bodenberührung und ein Beinahekuss mit dem Schnee später stehe ich äusserst grazil auf meinen Ski und versuche, mit aller Würde, die mir nach dem Schrei geblieben ist, weiterzufahren. Am Ende gehen wir noch essen und versuchen uns an einem Burger. Was für ein toller Tag!
paula.mittag@anzeigervonsaanen.ch
