Nach dem starken Anlagejahr 2025 stellt sich 2026 die Frage nach einem möglichen Rücksetzer. Eine historische Einordnung zeigt: Bullenmärkte enden nicht durch ihr Alter, sondern durch wirtschaftliche Faktoren. Trotz gestiegener Preise bei Technologieaktien, Edelmetallen und ...
Nach dem starken Anlagejahr 2025 stellt sich 2026 die Frage nach einem möglichen Rücksetzer. Eine historische Einordnung zeigt: Bullenmärkte enden nicht durch ihr Alter, sondern durch wirtschaftliche Faktoren. Trotz gestiegener Preise bei Technologieaktien, Edelmetallen und Immobilien sind wir von den Niveaus früherer Spekulationsblasen wie der Dotcom-Ära noch entfernt. Die aktuellen Bewertungen deuten nicht auf eine Blase hin, dämpfen aber die langfristigen Renditeerwartungen. Auch eine schwere Rezession ist unwahrscheinlich. Die Privatverschuldung sinkt seit fünf Jahren im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Ein typischer Auslöser einer Kreditkrise fehlt. Zudem stützt eine expansive Fiskalpolitik die Konjunktur. Das Hauptrisiko bleibt ein erneuter Inflationsschub infolge geopolitischer Spannungen oder steigender Energiepreise. Dies könnte Zinserhöhungen nötig machen und alle Anlageklassen belasten. Angesichts aktueller Indikatoren stufen wir dieses Risiko jedoch als begrenzt ein.
Eine breite Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen bleibt zentral: Qualitativ hochwertige Obligationen wirken stabilisierend, während Aktien und Immobilien die Kaufkraft sichern. Edelmetalle erhöhen die Robustheit. Schweizer Anlegerinnen und Anleger sollten zudem Währungsrisiken aktiv steuern, da der Franken in Krisen oft aufwertet.
Diversifikation bietet Schutz. Auch für 2026 sind wir zuversichtlich, dass gemischte Strategien positive Erträge liefern. Das Motto bleibt: investiert bleiben.