REISEBERICHT Am Donnerstag, 15. Oktober, machte sich ein Grüppchen von 19 Frauen des Frauenvereins Lauenen auf ihre jährliche Vereinsreise.
Voller Vorfreude setzten wir uns in den Car und los ging es. Wasen i.E und Burgdorf standen auf dem Reiseplan. Was uns da ...
REISEBERICHT Am Donnerstag, 15. Oktober, machte sich ein Grüppchen von 19 Frauen des Frauenvereins Lauenen auf ihre jährliche Vereinsreise.
Voller Vorfreude setzten wir uns in den Car und los ging es. Wasen i.E und Burgdorf standen auf dem Reiseplan. Was uns da wohl alles erwarten würde?
Zügig fuhren wir – also Ruedi Neuhaus fuhr, wir guckten nur aus dem Fenster – das Simmental hinunter. Doch es wurde nicht nur aus dem Fenster geschaut, sondern schon richtig «dorfet». Im Nu waren wir auf der Autobahn, die wir bei der Ausfahrt Kiesen wieder verliessen. In Oberdiessbach ging es Richtung Emmental. Bis Mirchel war es nicht mehr weit und beim Aussteigen vor dem Restaurant Pintli konnten wir den feinen Kaffee und die frisch gebackenen Gipfeli schon riechen. Im gemütlichen Pintli verging die Zeit wie im Flug und schon bald ging die Fahrt weiter nach Wasen. Die erwachte Herbstsonne zusammen mit den letzten Nebelschwaden liess märchenhafte Landschaftsbilder vor unseren Augen vorbeihuschen. Unser erstes Tagesziel kam in Sicht: die Sattlerei Blaser.
In einem von aussen unscheinbaren alten Haus tat sich uns eine Vielfalt auf, die ihresgleichen sucht. Ebenso beeindruckend wie das ehemalige alte Wirtshaus mit seinen verschiedenen Sälen und Anbauten von innen ist auch die Familiengeschichte, die hinter der Sattlerei Blaser steht. Auf vier Etagen ist von der angekauften Lederhaut bis zum fertigen Produkt jeder Arbeitsvorgang zu sehen. Sei es das Besticken der Glockenriemen, das Schnitzen von individuellen Vorlagen in Hosengürtel und anderes Leder, das Nähen von feinen Riemen für Weidegeläut oder das Fertigen von Fell- «Zoggeli» bis hin zum faszinierenden Füllen von Pferdekummet und dem kunstvollen Fertigen der Pferdegeschirre – alles wurde uns gezeigt und erklärt.
Auch das Anfassen war erlaubt. So konnte man neben den bekannten Lederhäuten von Kuh, Kalb usw. auch erspüren, wie sich eine Schlangenhaut, Krokodilleder oder sogar Elefantenleder anfühlt. Wir haben auch erfahren, dass zum Füllen des Kummets extra das langstielige Roggenstroh in der Gegend angebaut wird. Wir durften zusehen, wie mit einem speziellen Seilzug ein Strohhalm nach dem anderen in dem Kummet eingezogen wurde. Es war wirklich sehr eindrücklich, wie viel Arbeit dahinter steckt. Nach dieser sehr kurzweiligen Führung – keine:r glaubte, das es zwei Stunden waren – fuhren wir weiter zum Mittagessen in den Löwen in Grünenmatt.
Frisch gestärkt mit Suppe, Menu und Dessert fuhren wir um 14 Uhr weiter nach Burgdorf. Bei diesem Aufenthalt wurden natürlich die Burg und das «Dorf» inspiziert und danach im Tearoom Widmer das feine Zvieri genossen.
Pünktlich um 17 Uhr setzte sich unser Car wieder in Fahrt, diesmal in Richtung Saanenland, wo wir um 19 Uhr voll von vielen Eindrücken und gut chauffiert ankamen. Mit einem grossen Danke an Ruedi Neuhaus und lieben Grüssen an das Carunternehmen verabschiedeten sich die Frauen. Aber natürlich vergassen sie nicht, auch Judith Perreten für die Organisation der schönen Reise zu danken.
FRAUENVEREIN LAUENEN/MAJA PERRETEN