Wasserrauschen im Saanenland

  22.03.2022 Saanenland

Im Buch «Wasserrauschen – Von der Aare zur Birs» beschreibt Daniel Anker 51 Wanderungen an bernischen Fliessgewässern – vier davon im Saanenland.

«Gang doch e chli der Aare naa», beschwor «Stiller Has»-Frontmann Endo Anaconda einst sein Publikum und erhob den Fluss damit in den Stand von Berns schönsten Naherholungsgebieten. Der Autor Daniel Anker findet nicht nur die Aare, sondern das ganze Berner Gewässer entspannend und wandelt Anacondas Zeilen kurzum in «Gang doch e chli am Wasser naa» ab.

Sein Buch «Wasserrauschen – Von der Aare zur Birs» bespricht 51 Wanderungen entlang der Emme und der Simme, dem Stadtbach und der Sense, den Kanälen in Burgdorf und im Seeland. «Entlang der Gürbe sowieso», schreibt Daniel Anker auf dem Buchcover und verrät, dass er an der Gürbe aufgewachsen und auch ein paar Mal hineingefallen sei.

Erfrischende Perspektive
Der Wanderführer zeigt den ganzen Kanton Bern von den Ufern seiner Fliessgewässer aus. Mit Touren für Gross und Klein, für Sonntagsspaziergänger und Querfeldeingeher:innen. Zu allen Jahreszeiten, von einem halben Tag bis zu einer Woche. Erfrischende Perspektiven zwischen Aarequelle und Mittelmeerbach.

Lauenen und Gsteig vertreten
Im Saanenland ist Daniel Anker gleich vierfach fündig geworden. Er schreibt über «Schüsse von der Kanzel» und meint damit die Wasserfälle zwischen Rottal und Lauenensee, von denen man auch Impressionen fotografischer Art erhält. Ein paar Seiten später zitiert er den weltbekannten «Span»-Refrain zum Lauenensee «I gloube i gange no meh» und beschreibt die Wanderung vom belebten Lauenensee entlang des wenig begangenen Flusslaufs nach Gstaad. Bei einer weiteren Wanderung spaziert er in Gsteig den tosenden Burgfällen entlang hinauf auf die Burg. Auf der vierten Wanderung beschreibt der Autor den Weg vom Col du Pillon über den Col de Voré nach Feutersoey. Daniel Anker beschreibt die Zweisprachigkeit des Tschärzisbachs. Er verrät, dass der Bach von der Quelle beim Col de Voré bis zum Arnensee Aigue Courbe heisst, nach dem Durchströmen des Bergsees aber wie erwähnt Tschärzisbach. Dem 68-jährige Autor, Reisejournalisten und Bergpublizisten gelang ein Werk mit einer eigener Handschrift, das in keiner Wanderbibliothek fehlen darf.

BLANCA BURRI/PD

AS-Verlag, ISBN: 978-3-03913-028-3, Preis: Fr. 42.80


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