Wiehnachtschind u Samichlous
23.12.2025 LeserbeitragZ‘Wiehnachtschind im Himmel obe het es Wülchli vürezoge,
luegt uf d'Ärde ache u seit; soo, jtz het es aafe gschneit.
U im Wald die grosse Tanne hei dr Wintermantel anne.
S'isch jtz wäger a der Zyt, der Wiehnachtstag isch nimme wit.
Es geit zum Samichlous ga chlopfe, dää tuet grad sis Pfyffli stopfe,
brummlet öppis i si Bart, das isch öppe sini Art.
Grüess di wohl, seit d's Wiehnachtschindli, hättisch Zyt es Viertelstündli?
Möchter gärn es Bsüechli mache, es wär drum wäg de Wiehnachts - Sache.
Ui, faht da der Samichlous a piischte, Gsüchti plaget mi gar grüüsli, d's Chrütz tut
mer weh, u i de Beine hangets mer wie Zentnersteine.
Es isch eifach nümm zum Ushalte, los i bi eifach z Alte
u möchti hüür deheime blibe, söttisch das de Chinder schribe.
Ee mi Troscht, seit d's Wiehnachtschindli;
ohni di es Wiehnachtsfescht, was du für Gedanke hesch.
Dänk a d'Chinder im Spital, ir Stadt u Land u überall.
Die tüe itze Värsli lehre, Liedli singe, dich vereehre,
schlafe z Nacht fasch nümme iih, will si voll Erwartig si.
U das arme, blinde Käthi, we das hüür di Bsuech nid hätti,
es chönnt sich d's ganze Jahr nümm fröie, u o du müesst isches bereue.
Da isch der Samichlous grad wiene Junge us sim grosse Sässel gsprunge
u het gseit; nei das miech sech wäger schlächt.
No hüt mues i derhinder, wott zu mine liebe Chinder.
Hilf mer d'Gsüchti schnell vertrybe, tue der Rügge fescht iirybe.
U usem Gütterli, du weisch, gits e Schluck Wachholdergeischt.
Gib der Mantel u Kabutze. Tue mer nid der Bart verchutze,
gimer d'Hutte u der Stäcke, u i Sack tue viil zum Schläcke,
u so gö mer mitenand gmüetlich bis zum Himmelsrand.
Wo der Samichlous ganz froh der Wäg het under d Holzschueh gnoo
isch d's Wiehnachtschindli blibe schtah, luegt ihm no es Rüngli naa,
het vor Rüehrig zwüü Mal gschlückt u nes Freudetränli no vertrückt.
Druf schiebts z'Wülchli wider füür, u bschliesst di grossi Himmelstür.

