Zwei Rega-Crews im Kanton Bern haben am 1. Juli einen neuen Rettungshelikopter in Betrieb genommen. In Zweisimmen und in Wilderswil ist jeweils eine neue Maschine des Typs Airbus H145 D3 zum ersten Mal auf der Einsatzbasis gelandet. Wie die Rega schreibt, stehen die beiden Helikopter ab ...
Zwei Rega-Crews im Kanton Bern haben am 1. Juli einen neuen Rettungshelikopter in Betrieb genommen. In Zweisimmen und in Wilderswil ist jeweils eine neue Maschine des Typs Airbus H145 D3 zum ersten Mal auf der Einsatzbasis gelandet. Wie die Rega schreibt, stehen die beiden Helikopter ab sofort für Patientinnen und Patienten im Einsatz.
«Die beiden baugleichen Rettungshelikopter gehören zu den weltweit modernsten ihrer Art», so die Rega. «Sie bringen zahlreiche Vorteile für Patientinnen, Patienten und die Helikoptercrews.» Unter anderem verfüge der Airbus H145 D3 über eine sehr hohe Nutzlastkapazität. Dadurch habe die Crew bei Einsätzen zusätzliche Leistungsreserven. Die fünf Rotorblätter würden dafür sorgen, dass die Vibrationen in der Kabine nur sehr gering seien und der neu konzipierte Innenraum biete deutlich mehr Platz als bisher. «Das Kabinenkonzept wurde von einem interdisziplinären Rega-Projektteam mitentwickelt. Es bietet Patienten und Crews optimale Bedingungen und genügend Platz für medizinische Spezialausrüstung», informiert die Rega weiter. Das Navigations- und Avioniksystem des Helikopters erlaube künftig noch präzisere Anflugverfahren im Instrumentenflug und zusätzliche Scheinwerfer ermöglichten eine bessere Ausleuchtung von Landeplätzen im Gelände bei Nachteinsätzen.
Rega-Einsätze im Berner Oberland
Damit nach der Inbetriebnahme der Einsatzbetrieb ohne Unterbrüche habe fortgeführt werden können, hätten sich die beiden Crews in den letzten Wochen intensiv auf ihr neues Arbeitsgerät vorbereitet. Neben theoretischen Grundlagen habe die Vorbereitung auch Testflüge sowie praktische Übungen im Gelände umfasst. Auch verschiedene Einsatzpartner der Rega – etwa die Bergretter der Alpinen Rettung Schweiz – hätten sich an den Vorbereitungen beteiligt, schreibt die Rega.
«Das breite Einsatzspektrum der Rega-Crews in Zweisimmen und Wilderswil ist aufgrund der touristischen Aktivitäten in der Region auch saisonalen Schwankungen unterworfen. So sind die Crews vor allem im Sommer und während der Wintersportsaison am stärksten gefragt. Die Zweisimmer Crew fliegt jährlich über 600 Einsätze, jene in Wilderswil über 1100 Einsätze. Um auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen gut vorbereitet zu sein, stationiert die Rega an Spitzentagen jeweils einen weiteren Rettungshelikopter in Wilderswil. Auch diese zusätzliche Einsatzmaschine wird ab Anfang Juli ein Helikopter des Typs Airbus H145 D3 sein.»
Grösstes Beschaffungsprojekt in der Geschichte der Rega
Ausschlaggebend für das grösste Beschaffungsprojekt in der Geschichte der Rega sei die Erneuerung der Gebirgshelikopter-Flotte, bestehend aus elf Rettungshelikoptern des Typs Agusta-Westland AW109 SP Da Vinci. Die beiden neuen Rettungshelikopter im Berner Oberland würden deshalb auch in Zweisimmen und Wilderswil per sofort die bisherigen Einsatzmaschinen ersetzen, die jeweils über 16 Jahre lang für Patientinnen und Patienten im Einsatz standen. Mit der Einführung einer Einheitsflotte nutze die Rega künftig auf allen Basen denselben Helikoptertyp. Diese Vereinheitlichung senke nicht nur die Kosten für Beschaffung und Ersatzteile, sondern verringere auch den Aufwand für Training und Ausbildung der Crews erheblich.
Mit der Inbetriebnahme der beiden neuen Maschinen im Berner Oberland sind nun 11 von total 14 Einsatzbasen der Rega mit einem Rettungshelikopter der neuesten Generation ausgestattet.
PD/AMO