banner
banner

Vier Todesopfer bei Lawinenunglück im Diemtigtal

Mo, 04. Jan. 2010


Ein Rega-Arzt wurde während des Helfereinsatzes Opfer einer weiteren Lawine (Foto: thopix/pixelio.de)

Am vergangenen Sonntagmittag kam es im Gebiet Chummli (Gemeinde Diemtigen) zu einem schweren Lawinenunglück. Während den ersten Rettungsarbeiten ging eine weitere Lawine nieder. Neue Rettungskräfte konnten acht Personen verletzt bergen; mittlerweile erlagen davon drei ihren schweren Verletzungen im Spital. Eine Person konnte nur noch tot geborgen werden.


Ein Rega-Arzt wurde während des Helfereinsatzes Opfer einer weiteren Lawine (Foto: thopix/pixelio.de)

Am vergangenen Sonntagmittag kam es im Gebiet Chummli (Gemeinde Diemtigen) zu einem schweren Lawinenunglück. Während den ersten Rettungsarbeiten ging eine weitere Lawine nieder. Neue Rettungskräfte konnten acht Personen verletzt bergen; mittlerweile erlagen davon drei ihren schweren Verletzungen im Spital. Eine Person konnte nur noch tot geborgen werden.

Am Sonntag, 3. Januar 2010, erfasste kurz vor 11.30 Uhr eine Lawine im Gebiet Chummli im Diemtigtal mehrere Tourenskifahrer. Während einer der Skifahrer verschüttet wurde, alarmierten die andern Skifahrer die Rettungskräfte und begannen selbst mit der Suche nach dem Verschütteten. Nach der Landung des Rega-Helikopters versorgte der Notarzt den durch seine Kameraden inzwischen geborgenen Skitourenfahrer. Noch während der Versorgung auf dem Lawinenkegel haben weitere Schneemassen die Helfenden erfasst und verschüttet.
Die Rega, Bohag und Air Glaciers flogen mit mehreren Helikoptern in der Folge zusätzliche Retter mit Hunden sowie Notärzte ein, welche im Verlaufe des Nachmittags acht Personen lebend bergen konnten. Diese wurden in zum Teil kritischem Zustand in Spitäler geflogen. Drei der Verletzten sind in der Zwischenzeit verstorben. Eine Person konnte nur noch tot aus den Schneemassen geborgen und ausgeflogen werden. Bei den Verstorbenen handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um drei Tourenskifahrer sowie um einen Rega-Arzt.
Es ist das erste Mal in der Geschichte der Rega, dass sie bei einem Lawineneinsatz den Verlust eines eigenen Mitglieds des Rettungsteams zu beklagen hat. «Es ist ausserordentlich tragisch, wenn Retter, die Verunglückten in Not helfen wollen, dabei ihr Leben verlieren. Ich bin aufgewühlt und denke in diesen Stunden an die Angehörigen und an die Betroffenen dieses tragischen Lawinenunglücks», sagt Ernst Kohler, Vorsitzender der Rega-Geschäftsleitung.
Die gross angelegte Such- und Bergungsaktion, an der acht Helikopter, Mitglieder der Alpinen Rettung Schweiz mit Hunden und weitere Ärzte im Einsatz waren, musste gegen 18.00 Uhr aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.
Nach Kenntnisstand Montagmorgen (8.00 Uhr) werden mindestens drei weitere Tourenskifahrer vermisst. Für Angehörige der Verunfallten oder Personen, die im Gebiet Chummli (Chiley) Tourenskifahrer vermissen, ist eine Hotline eingerichtet worden. Die Nummer lautet: 031 634 34 34.

Category: 

Kommentare

Ich möchte eines der Rettungsteams sein und muss etwas tun, damit meine Träume wahr werden

Neuen Kommentar schreiben

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht oder an dritte weitergegeben. Sie wird nur zu Kontaktzwecken im Zusammenhang mit diesem Kommentar verwendet.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses

banner

Trending

1

Bienen mit Fernweh

Als ich gestern in die Mittagspause radelte, fand ich mich plötzlich in einem aufgeregt summenden Bienenschwarm wieder. Sie ist also wieder hier, die Zeit, in der sich die Bienenvölker neu orientieren. Bevor die neuen Königinnen schlüpfen und es zu Herrschaftskämpfen kommen kann, verlässt die alte Monarchin das Nest – zusammen mit etwa der Hälfte des Volkes – um eine neue Bleibe zu suchen. Normalerweise sammeln sich die schwärmenden V&#...