Auf Skitour mit knapp 400 anderen Skialpinisten

  06.03.2018 Sport

Am vergangenen Wochenende fand in Les Diablerets der Skialpinismus-Event 3D statt. Der Freitagabend stellte den Auftakt in das sportliche Programm. Es galt, so schnell als möglich mit Tourenski die Skipiste in Richtung Le Meilleret hochzufellen. Für den Samstagvormittag wurden den Teilnehmenden, den schwierigen Wetter- und Lawinenverhältnissen angepasst, zwei unterschiedlich lange Strecken mit mehreren Aufstiegen und Abfahrten geboten.

OLIVER HERRMANN
Knapp 100 Skitourenläufer/innen stellten sich dem sportlichen Feierabendprogramm und liefen so schnell als möglich in Richtung Le Meilleret. Nach gut 550 Höhenmetern war bei Mazots das Ziel erreicht und der warme Tee in der Hütte war eine Wohltat für die kühlen Körper.

In die dicke Jacke eingepackt ging es flott ins Tal nach Les Diablerets (nun ohne Zeitdruck). Zurück beim Startgelände konnte der knurrende Magen mit einem feinen Znacht beruhigt werden.

Die Qual der Wahl
Der sportliche Genussläufer fand seine Herausforderung auf der kürzeren Strecke (Mini-Diabolique) mit knapp 1200 Höhenmetern, der sportliche Ausdauerläufer auf der längeren Strecke (Diabolique) mit knapp 2400 Höhenmetern. Kurz nach 7 respektive 8 Uhr wurden die Läufer/innen in Zweier- oder Dreier-Teams auf die Strecke geschickt. Es galt bei beiden Strecken, mehrere Aufstiege und Abfahrten zu meistern. Für ein kurzes Stück mussten die Ski gar auf den Rucksack gebunden und zu Fuss gelaufen werden.

Egal mit welcher Endzeit man das Ziel zurück in Les Diablerets erreichte, der Rucksack an unvergesslichen Teamerlebnissen wurde gefüllt. Die glücklichen Gesichter machten klar, dass spätestens im Ziel die manchmal brennenden Beine vergessen waren und die stiebenden Pulverabfahrten (wenn auch in zerfahrenem Gelände) ein Lächeln ins Gesicht zeichneten.

Auch in diesem Jahr bot das Team um Philippe Nicollier den Sportlern vieles. So wurde den schwierigen Lawinen- und Wetterbedingungen angepasst eine attraktive und sichere Strecke geboten. Nach den Rennen kam das Zusammensein beim feinen und reichhaltigen Essen nicht zu kurz. Weiter fand der eine oder andere Besucher des «Marktes» passendes Material für seinen Lieblings-Wintersport.

Saaner liessen sich nicht lumpen
Die kurze Anfahrt nach Les Diablerets lockte einige Saaner an. So verloren am Freitagabend einige Skitourenverrückte aus Gstaad ein paar Schweisstropfen im Aufstieg zum Mazots.

Für die unterschiedlichen Strecken am Samstagvormittag gesellten sich noch einige Einheimische dazu. Der Rundkurs der längeren Strecke galt nebst zur Suisse-Cup-Serie zählend auch als Team-Schweizermeisterschaft. Bei den Damen ging der Schweizmeistertitel 2018 an die Saanerin Stefanie Herrmann und ihre Teamkollegin Anne Lovey aus Vallorbe. «Wir profitierten von der Abwesenheit einiger anderer starken Läuferinnen – aber natürlich freut uns dieser schöne Plämpel», meinte Stefanie Herrmann im Anschluss an die Rangverkündung.

Auszug aus der Rangliste (ohne Vollständigkeitsgarantie): Vertical overall: 30. Herrmann Oliver, Gstaad; 37. Perreten Joel, Gstaad; 54. Herrmann Stefanie, Gstaad. Mini-Diabolique Fun Pop: 6. Herrmann Sonja, Grund, und Sonja Reusser; 24. Grundisch Hanspeter und Grundisch Nicolas, Gstaad. Diabolique Damen: 1. Herrmann Stefanie, Gstaad, und Anne Lovey. Diabolique Herren: 14. Herrmann Oliver, Gstaad, und Alexander Bläuer; 23. Müller-Zweifel Richard und Ming Michael, Château-d‘Oex.


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