Schöne Wohnungen für Einheimische zu einem attraktiven Preis

  09.03.2018 Interview

Im «Sunnige Bode» an der Lauenenstrasse hat die Bissen AG von Trudie Saner vier Häuser mit insgesamt 20 Wohneinheiten für Ortsansässige gebaut. Die Überbauung ist ideal gelegen für Einheimische, für Familien mit Kindern. Zu Fuss ins Zentrum von Gstaad sind es nur wenige Minuten, der Wanderweg Litzi–Lauenen führt in unmittelbarer Nähe an der Überbauung vorbei, ebenfalls nahe gelegen ist die Postautohaltestelle – sicher erreichbar über das neue Trottoir an der Lauenenstrasse. Baubeginn war Anfang Mai 2016, im Sommer 2017 konnten die ersten Eigentümer oder Mieter einziehen, in wenigen Wochen ist auch die letzte Wohnung bezugsbereit.

Ben Worbs, würden Sie mit Ihrer Frau und den drei kleinen Kindern in der neuen Überbauung wohnen wollen?
Ben Worbs:
Auf jeden Fall. Die Lage ist sehr familienfreundlich, es wohnen auch bereits Familien mit Kindern in der Überbauung.

Wie lief der Verkauf?
Besser als gedacht. Wir hatten die Wohnungen auf keiner Plattform ausgeschrieben. Mit dem Beginn der Bauarbeiten kamen auch schon die ersten Interessenten. Wir haben mehr verkauft als ursprünglich geplant. 15 sind verkauft, fünf werden durch die Gerax SA vermietet.

An wen richtet sich das Angebot?
Die Wohnungen sind ausschliesslich für Ortsansässige bestimmt.

Waren auch Zweitwohnungen geplant?
Nein. Trudie Saner wollte mit dem Projekt gezielt etwas für die Einheimischen machen – und zwar etwas Schönes. Das war ihr sehr wichtig.

Möchten Sie die fünf Wohnungen, die Sie zurzeit vermieten, ebenfalls verkaufen?
Nein, das ist kein Thema.

Wohneigentum für Ortsansässige in Gstaad – ist das überhaupt finanziell machbar?
Ja, wir haben den Käufern die Objekte zu einem – für die Region – fantastischen Preis abgeben können.

Und wie hoch ist dieser Preis?
Die günstigste Wohnung kostet 685 000 Franken, die teuerste Duplexwohnung 1,6 Millionen Franken. Der Quadratmeterpreis liegt je nach Wohnung zwischen ca. 8000 und 9000 Franken, also etwa 3000 bis 4000 Franken unter dem üblichen Preis.

Was ist im Preis inbegriffen?
Die ausgebaute Wohnung, Keller- und Nebenräume, Balkon/Terrasse, ein Einstellhallenplatz sowie der Landanteil.

Und weshalb können Sie die Wohnungen günstiger verkaufen als andere Anbieter?
Das Teure ist meistens das Land. Das Bauland war schon lange im Besitz von Trudie Saner. Wir haben es zum gleichen Preis eingesetzt, wie sie es 1968 gekauft hatte. Weiter haben wir mit zwei Notaren Standardverträge abgeschlossen, so konnten die Notariatskosten tiefer gehalten werden als üblicherweise.

Gibt es noch weitere Gründe für die Preisstruktur?
Wir haben mit Tschanz Architektur Schönried bei der Planung spezifisch darauf geachtet, dass wir effizient, sprich rational, bauen. Das heisst, alle Küchen und Bäder liegen beispielsweise übereinander, so muss man weniger Leitungen ziehen, was Kosten einspart.

Bleibt so noch Platz für Individualität?
Natürlich. Die drei grossen Häuser haben zwar alle den gleichen Grundriss, aber über die Anzahl Zimmer entscheidet der Käufer.

Wodurch hebt sich das Projekt von anderen ab?
Einerseits ist es ein Projekt für Einheimische in Gstaad mit Betonung auf Gstaad. Meistens werden solche Projekte nämlich in Schönried, Saanen oder sonst irgendwo realisiert. Unsere Überbauung ist für Einheimische, die in Gstaad arbeiten, sehr attraktiv. Andererseits ist wie erwähnt der Preis ausschlaggebend. Wir haben bis jetzt nichts Vergleichbares gefunden, das nicht im Baurecht ist.

Und weshalb hat Gerax entschieden, die Wohnungen nicht im Baurecht abzugeben?
Bauen im Baurecht ist am Anfang interessant, weil der Preis etwas günstiger ist. Aber das Objekt gehört einem nie richtig. Wir wollen Menschen, die ihr Leben lang «chrampfen», etwas bieten, das ihnen gehört und über das sie selber entscheiden können. Nicht, dass sie noch einen teuren Baurechtszins entrichten müssen, der mit den Jahren erst noch steigt.

Hat die Firma Gerax SA etwas verdient?
Schlussendlich ist die Rechung aufgegangen. Wir haben Wohnungen, die wir unseren Angestellten vermietet haben. Wir wollten gezielt etwas für Einheimische machen zu einem attraktiven Preis.

Solche Aussagen hört man oft – meist entpuppen sie sich als Lippenbekenntnisse.
Bei uns entspricht sie der Firmenphilosophie. Wir leben und arbeiten hier, wir lieben das Saanenland und wenn immer möglich versuchen wir, etwas zurückzugeben. Wir unterstützen viele Vereine, Athleten oder Organisationen. Uns geht es nur gut, wenn es auch anderen gut geht.

Hat man beim Ausbau gespart?
Nein, die Wohnungen haben einen sehr guten Standard, das war uns wichtig. Alle Einsparungen, die wir durch das Volumen generieren konnten, aber auch den Gewinn durch den Verkauf von Wohneinheiten, haben wir reinvestiert in bessere und hochwertigere Materialien. Aber um zu diesem Preis etwas Schönes zu machen, braucht es im Vorfeld viel Recherche, wir haben verschiedene Ausstellungen besucht. Das Resultat kann sich sehen lassen. Alle Wohnungen haben zwei Nasszellen und sind mit super Küchen mit qualitativ sehr guten Küchengeräten ausgestattet. In unseren Wohnungen gibt es sogar einen Quooker – mit einem Dreh am Knopf kommt kochend heisses Wasser aus dem Hahn für Suppe oder Tee. Das ist super, speziell wenn man Teeliebhaber ist wie ich. Alle Wohnungen haben Eichenparkettböden, in den Bädern hat es schöne Steinplatten, an den Wänden einen feinen Verputz, die Einstellhalle ist gestrichen, in den gemeinsamen Räumen im Untergeschoss hat es Plattenböden, im Treppenhaus einen robusten Teppich usw.

Ins Auge sticht die Fassade.
Ja, die ist speziell. Sie ist aus gehackter Fichte. Es ist fast gleich teuer, ob man neues Holz verwendet, das man nach einem Jahr nochmals behandelt, oder gehackte Fichte. Diese muss man nicht behandeln und es sieht doch erst noch viel besser aus. Deshalb haben wir uns für die etwas rustikalere Fassade entschieden – und sie kommt gut an bei den Wohnungsbesitzern und Mietern.

Wie wird die Überbauung geheizt?
Wir haben eine umweltfreundliche Pelletheizung eingebaut.

Konnte die Überbauung so umgesetzt werden wie geplant oder gab es Überraschungen?
Nein, es gab keine Überraschungen. Wir durften etwas höher bauen, damit die Häuser nicht im Grundwasser stehen. Dadurch hatten wir natürlich weniger Probleme als an anderen Orten. Auch bei dem vielen Regen drang kein Tropfen Wasser ein. Einen Wermutstropfen gibt es aber.

Und der wäre?
Wir hätten gerne mehr Parkplätze. Zwei Autos pro Familie sind ja eher die Regel als die Ausnahme. Aber die kantonalen Ämter haben uns die Bewilligung verweigert. Nun gibt es pro Wohnung einen Einstellhallenplatz, dazu kommen ein paar wenige Besucher-/Aussenparkplätze. Aber das Litzi-Parking ist ja nur wenige Gehminuten von der Überbauung entfernt.

Hat es auch einen Kinderspielplatz?
Ja, und sogar einen, wie ich ihn auch gerne hätte für meine Kinder.

Haben Sie von der Öffentlichkeit Reaktionen bekommen?
Wir sind mehrmals auf das Projekt angesprochen worden, oft positiv. Viele zeigten sich überrascht, dass alle Wohnungen so rasch verkauft oder vermietet waren.

Gab es auch Kritik?
Zu Beginn waren die Nachbarn etwas skeptisch. Ursprünglich hatten wir das erste Haus etwas grösser geplant. Es gibt aber auf dieser Parzelle eine Baubeschränkung von den Nachbarn, das hat dazu geführt, dass das Haus etwas kleiner gebaut werden musste und etwas näher an der Strasse. Handkehrum sind die Häuser der Nachbarn durch die Überbauung in die zweite Reihe gerutscht, was nicht nur Nachteile hat.

Sie sagen es, die vier Häuser der Überbauung stehen direkt an der Strasse von Gstaad nach Lauenen – ist der Verkehrslärm kein Problem?
Nein, es handelt sich ja nicht um eine Durchfahrtsstrasse wie beispielsweise in Schönried. Die Fenster und Balkontüren, die Wohungen allgemein sind gut isoliert und das Verkehrsaufkommen ist ja auch nicht so gross. Und trotz Strasse hat man einen schönen Blick ins Grüne – und die Lage ist zentral, das ist auch ein grosses Plus. Die Kinder können zu Fuss in die Schule gehen.

Sind weitere ähnliche Projekte geplant?
So wie dieses nicht. Wir hätten leider auch keine Parzelle, die so gross ist. Bauland, speziell für Erstwohnungen, ist hier sehr schwierig zu finden.


ÜBERBAUUNG «SUNNIGE BODE»
Bauherrin:

Bissen AG von Trudie Saner

4 Häuser, 20 Wohnungen
3½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen

Wohnflächen

Haus A (Doppelhaus)
Erdgeschoss: 119 m2 Ober-/Dachgeschoss: 159 m2

Haus B, C und D
Erdgeschoss Nord: 112 m2

Erdgeschoss Süd: 86 m2

Obergeschoss Nord: 112 m2

Obergeschoss Süd: 86 m2

Dachgeschoss Nord: 109 m2

Dachgeschoss Süd: 84 m2

Je drei Parteien teilen sich eine Waschküche. Im Untergeschoss befinden sich die Nebenräume – gemeinsamer Ski-/ Velo raum sowie ein Kellerabteil für jede Partei.
Einstellhalle mit 28 Plätzen im UG
Erschliessung: von der Hauptstrasse Gstaad–Lauenen über die Bodenstrasse


GERAX SA GSTAAD
Verkauf, Vermietung und Verwaltung von Wohnungen und Chalets Gegründet: 1970 von Trudie Saner Geschäftsleitung: Trudie Saner, Tochter Pascale und Schwiegersohn Ben Worbs

Anzahl Mitarbeitende: 23 Festangestellte und zahlreiche weitere Mitarbeitende

Firmensitz: Huus am Bach, 3780 Gstaad Firmenmotto: «Wir sind erst zufrieden mit unserer Arbeit, wenn es der Kunde auch ist.»

www.gerax.ch


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