Zweisimmen genehmigt weitere Bergbahn-Betriebsbeiträge

Di, 11. Dez. 2018
Rinder weisen in Zweisimmen den Weg zur Rinderbergbahn: Die Graffitis an der Lenkstrasse sind Teil des von der Gemeinde unterstützten Investitionsprogramms «Inszenierung Rinderberg». FOTO: ZVG

Die von 66 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger besuchte Gemeindeversammlung hat der Aufstockung des jährlichen Betriebskredis an die Bergbahnen der Destination Gstaad für die Jahre 2019 bis 2023 um 120 000 Franken mit einem Ja-Anteil von 87 % klar zugestimmt.

Wie der Gemeinderat informiert, war die Verlängerung des bisherigen jährlichen Betriebsbeitrags an die Bergbahnen der Destination Gstaad von 200 000 Franken unbestritten. Der zusätzlich beantragte Beitrag von jährlich Fr. 120 000.– basiere auf einer zwischen Gemeinderat und BDG ausgehandelten Leistungsvereinbarung. Diese garantiere u.a. den Sommerbetrieb von Mitte Juni bis Mitte Oktober und verschiedene, «hoffentlich ertragssteigernde Investitionen am und um den Einstiegsberg Rinderberg». Einzelne kritische Voten aus der Versammlung zur Gesellschaft und insbesondere Zukunft der Rinderbergbahn habe Gemeinderat Matthias Matti mit Hinweisen auf die wirtschaftliche Bedeutung der Anlagen für den Ort und die Region beantworten können. Mit 57 gegen 9 Stimmen haben die Stimmberechtigten dem Antrag zugestimmt.

Ausgeglichenes Budget
Finanzverwalter Silvio Maurer präsentierte ein ausgeglichenes Budget. Sowohl im Allgemeinen Haushalt als auch in den Spezialfinanzierungen Abwasser und Abfall könne mit praktisch ausgeglichenen Einnahmen und Ausgaben gerechnet werden. Diskussionslos stimmte die Versammlung dem Budget mit gleich bleibenden Steuer- und Gebührenansätzen zu. Für das kommende Jahr seien – zum Teil beschlossene, zum Teil noch zu beschliessende – Investitionen von gegen vier Millionen Franken vorgesehen.

Finanzplan 2019–2023 mahnt zur Vorsicht
Die prognostizierten Netto-Investitionen von gegen 24 Millionen (inklusive Spezialfinanzierung) müssten, falls sie auch wirklich realisiert werden, grösstenteils fremdfinanziert werden. Das habe den Gemeinderat zu Überlegungen veranlasst. An einer Klausurtagung seien kostensenkende Massnahmen beschlossen worden: «Strukturanpassungen sollen zu Einsparungen in der Erfolgsrechnung führen, Investitionen sollen gestaffelt werden, die Schulden-Obergrenze wurde auf 18 Millionen Franken festgelegt und als letzte Massnahme müsste ab 2021 allenfalls mit einem höheren Steuersatz (max. 1,9 statt wie bisher 1,8 Einheiten) gerechnet werden», heisst es in der Medienmitteilung.

PD/ANITA MOSER

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