Jugend und Schengen

Di, 05. Mär. 2019
Beim Waffenrecht sind sie unterschiedlicher Meinung: Bernhard Hari, Präsident Oberländischer Schützenverband. und Regierungsrätin Beatrice Simon, flankiert von den Ehrendamen Nadine Reuteler (l.) und Corinne Zingre. FOTOS: MARCEL MARMET

Die 111. Delegiertenversammlung des Oberländischen Schützenverbandes OSV fand am Samstag, 2. März in der Mehrzweckhalle in Gsteig bei Gstaad statt und war sehr gut besucht. Thematisiert wurden die Revision des Waffenrechts und die Integration der Jugend in die Vereine.

Obschon Regierungsrätin Beatrice Simon beteuerte, dass sie dem Schiesssport verbunden sei, musste sie die Ansicht der Berner Regierung vertreten, dass die Revision des Waffenrechtes für das Schengenabkommen unabdingbar sei. Dem hielt Stephan Zingg, Vertreter des Berner Schiesssportverbandes BSSV, entgegen und er forderte die Delegierten auf, dass Referendum an der Abstimmung vom kommenden Mai zu unterstützen. Zwar äusserte sich Nationalrat Erich von Siebenthal nicht direkt zum Waffenrecht, doch betonte er, dass das ausserdienstliche Schiesswesen mitunter die Basis für unsere Milizarmee darstelle.

Integration der Jugend
Seit längerer Zeit beschäftigt sich der Oberländische Schützenverband mit der Problematik, dass es besser gelingen möge, die Jugendlichen in die Vereine zu integrieren. Dieses Thema wurde auch an einer Klausur des Verbandes im Januar angegangen. Walter Reber, Chef Nachwuchs, betonte, dass es im Oberland zwar immer noch erfreulich viele Teilnehmer in Nachwuchsund Jungschützenkursen gebe, die Weiterführung dieser Talente in den Verein sei jedoch meist personenabhängig. «Es sind nicht nur Jugendliche, sondern auch Gelegenheitsschützen, welche durch Aufbau von Beziehungen für den Schiesssport und die Zugehörigkeit in den Verein gewonnen werden können», führte er aus.

Oberländisches Schützenfest 2021
Hanspeter Reusser, Chef Einzelwettschiessen/Gruppenmeisterschaft, informierte über den Stand der Vorarbeiten für das Oberländische Schützenfest, welches in zwei Jahren im Thuner Westamt stattfinden wird. «Wir sind gut im Zeitplan unterwegs und die wichtigsten personellen Chargen konnten bereits besetzt werden», verkündete er erfreut.

Obschon Gsteig an der Kantonsgrenze zum Waadtland und daher für die meisten Delegierten nicht unbedingt am Weg liegt, war die Delegiertenversammlung mit nahezu 150 Anwesenden überraschend gut besucht. Dies sicher auch dank der guten Organisation der Feldschützengesellschaft Gsteig unter der Leitung von Niklaus Walker.

MARCEL MARMET, CHEF PRESSE OSV

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