Aus Überzeugung und Freude in der Bergregion Not lindern

Fr, 31. Mai. 2019
Der Vorstand des Gotthelfvereins Obersimmental-Saanen: v.l. Käthi Wampfler, Daniel Bühler, Adrienne Heil, Afra Kuhnen, Anita Karlen, Claudia Stucki, Jolanda Fähndrich, Monika Wingeier, Esther Weissen und Marlen von Siebenthal FOTO: WALTER ZELLER

Im Geiste von Jeremias Gotthelf unterstützt der Gotthelfverein Obersimmental-Saanen Kinder und Jugendliche aus der Region, deren Eltern sich in finanziell schwieriger Lage befinden.

An der Hauptversammlung vom Mittwoch, 22. Mai im Begegnungszentrum St. Anna an der Lenk hat der Vorstand über seine karitative Tätigkeit im Obersimmental und Saanenland berichtet. Der Gotthelfverein steht nicht jeden Tag in der Zeitung, er arbeitet im Hintergrund und versucht Kindern, deren Familien in Not geraten sind, mit einem jährlichen Zuschuss zu helfen. In enger Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten der Gemeinden, mit den Pfarrämtern und mit den Schulen versucht der Vorstand des Vereins, echte Engpässe zu erfassen. Auch wenn die in Not Geratenen sich selber melden könnten, tun das die meisten aus Scham nicht. Die aktive Hilfe, die der Verein leistet, entspricht dem Willen Gotthelfs, der die Idee in die Wirklichkeit umsetzte. Zitat Gotthelf: «Die Menschen sind da, um einander zu helfen, und wenn man eines Menschen Hilfe in rechten Dingen nötig hat, so muss man ihn dafür ansprechen.»

Mit viel Feingefühl und Zurückhaltung nimmt der Vorstand – acht Frauen und ein Mann – die Anträge auf und versucht, mit einem Beitrag die Not vor Ort zu mildern. An der Hauptversammlung war zu vernehmen, dass der Verein 80 Mitglieder zählt. Mitglieder, die mit ihrem bescheidenen Beitrag die Kasse des Vereins füllen. Die Präsidentin wies darauf hin, dass in den betroffenen Gemeinden Sponsoren den Verein alljährlich unterstützen. Mit den Finanzen geht der Verein sehr sorgsam um und bringt das zur Verfügung stehende Geld ohne Kosten für Administration dorthin, wo Not vorhanden ist. Es wurde sichtbar dargestellt, mit welcher Überzeugung und Freude der Vorstand seine wichtige Tätigkeit in einer Bergregion wahrnimmt.

WALTER ZELLER

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