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Ein heiterer Jubiläumsabend in Lauenen

Di, 19. Nov. 2019
In den Reihen des 28 Stimmen starken Jodlerklubs Lauenen sind viele Generationen vertreten. FOTOS: JENNY STERCHI

Der Jodlerklub Lauenen feierte sein 25-jähriges Bestehen mit der Vorstellung seiner ersten CD «Es viertel Jahrhundert» und einem riesigen Publikum.

JENNY STERCHI
André Würsten und Michael Reichenbach, beide Stimmen im Jodlerklub Lauenen, präsentierten am Jubiläumsabend ungeahntes Unterhaltungstalent. Mit kurzweiligen Moderationen und amüsanten Interviewfragen an die Musikanten des Abends führten sie in der bis auf den allerletzten Platz besetzten Lauener Mehrzweckhalle durch das Programm. Zusammen mit allen musikalischen Darbietungen während des Anlasses war der Jubiläumsabend überaus gelungen.

Eine CD zum Jubiläum
Im Laufe des Abends war zu erfahren, dass sich der Dirigent des Jodlerklubs Lauenen, Ueli Perreten, lange gegen eine CD-Produktion gewehrt habe. «Nicht etwa, weil er es uns nicht zutraute», ergänzte Präsident Stefan Annen auf Nachfrage. «Vielmehr wusste er, dass es ein sehr arbeitsaufwendiges und zeitintensives Unternehmen werden würde.»

Das 25-jährige Bestehen des Klubs und die Motivation der Mitglieder, für eine Studioaufnahme zu üben, bewegten Perreten schliesslich doch dazu, die CD-Aufnahme in Angriff zu nehmen. Nach mehr als 100 Stunden Arbeit, die alle Beteiligten in den Tonträger investiert hatten, hielten sie am vergangenen Samstag das erfreuliche Resultat in den Händen.

Sowohl bei der CD-Produktion als auch am Jubiläumsabend unterstützten das Jodelduett Geschwister Perreten, das Akkordeonduo Hählen-Perreten und die Kapelle «Sulzbuebe» Lauenen den Jodlerklub.

Besuch aus Lauenen
Das Tonstudio von Produzent Walter Fölmli in Adligenswil, unweit von Luzern, ist offenkundig sehr weit entfernt von Lauenen. Umso mehr schätzte er die zahlreichen Anreisen der Musikanten aus dem Saanenland. Fölmli ist dankbar für die gute Zusammenarbeit und die Disziplin der Lauener. «Allerdings ging es jedes Mal eine Weile, bis ich sie verstanden habe», kommentierte der Produzent schmunzelnd seinen Kontakt zur Lauener Mundart.

Fölmli befand sich begleitet von seiner Frau Pia unter den Gästen am Samstagabend. Er dankte den Musizierenden, die mit hoher Vortragsqualität diese CD zu einem hervorragenden Produkt gemacht haben. Es sei ein wertvolles Zeitdokument, das die 25-jährige Klubgeschichte widerspiegle.

Zeit für einen Rückblick
Der Klub nutzte die Gelegenheit und zeichnete an diesem Abend sein erstes Ehrenmitglied aus. Der Gründer Markus Perreten, der 1994 genug Mitstreiter gefunden hatte, um seinen Wunsch eines Jodlerklubs in Lauenen zu verwirklichen, habe den Grundstein für die 25 Jahre währende Geschichte gelegt. Das sei Grund genug, ihm die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Zudem übernahm er auch das Amt des CD-Göttis.

Ein sehr sympathischer Programmpunkt des Abends war der Dank an die Frauen der Jodler. Die «Klüblerfroui» wurden auf die Bühne gebeten, wo ihnen von ihren Männern jeweils ein Präsent überreicht wurde.

Unter den Stücken auf der CD ist auch eine Eigenkomposition des Dirigenten Ueli Perreten. Ebenso wie eine CD-Aufnahme habe ihn das Komponieren eines Stückes vorher eher abgeschreckt. Aber auch dieser Aufgabe stellte sich der Lauener. Heraus kam ein wunderbarer Naturjodel mit dem Namen «Es viertel Jahrhundert», der dem Tonträger auch gleich seinen Namen gab. Es sei ein komischer Jutz, wie Perreten sein Werk kommentierte. «Es gibt mittlerweile so viele Stücke, dass sich vieles wiederholt», führte er weiter aus. «Die zwei, drei komischen Bögen sind eben typisch Ueli und helfen, sich von anderen Jodelstücken abzuheben.»

Zum Tonträger selber und zu dessen Vorstellung könne gratuliert werden, wie viele Gäste im Anschluss an das Programm bestätigten. Diesen Erfolg feierten die Lauener und ihre Gäste bis weit in die Nacht hinein.

 

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