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25. Ländlerweihnacht in Saanen

Fr, 20. Dez. 2019
Celine und Lucien von Grünigen, Gstaad. FOTOS: ARNOLD KNUTTI

Am Samstag, 14. Dezember fand die traditionelle Ländlerweihnacht statt. Die Verantwortung für den weihnächtlich dekorierten Saal und ein gutes Unterhaltungsprogramm trug erneut die Schwyzerörgeligrossformation Simmental-Saanenland

Auch dieses Jahr brachte uns Sami einen Car voll Gäste aus dem Simmental. Präsident Alain Poschung konnte einen mässig gefüllten Saal begrüssen. Den Auftakt übernahmen die Gastgeber unter der Leitung von Urs Ueltschi mit dem Marsch «Bärejeger», komponiert von ihm selber, dem «Zügelwalzer» von Benz Hefti sowie dem «Echofox» vom unvergesslichen Hans Oesch. Nun herrschte schon gute Stimmung im Publikum.

Was machen Bergbauernkinder am liebsten? Anderen Leute Freude bereiten. So halten es auch die Geschwister von Grünigen, Celine und ihr fünf Jahre jüngerer Bruder Lucien, die mit ihren Liedern einen wunderbaren Vortrag überbrachten. Mit «Sunnestrahle» und «Chlini Wunder» brachten sie das Publikum auf ihre Seite. Man konnte sie auch schon am Radio oder Fernsehen hören. Aber am liebsten singen sie an Geburtstagen oder machen älteren Leuten Freude.

Das bekannte Simmentaler Schwyzerörgeli Quartett «Abebärg», gegründet 1993, war mit von der Partie. Es ist unterdessen zum kleinsten Quartett der Welt geworden, denn sie sind nur noch zu dritt: Michael Küenzi (Erlenbach), Andi Moser und Jürg Niederhauser (beide Boltigen). Die Qualität der Musik ist unter dem Motto «Mir si geng no da» immer noch sehr gut. Ihr Repertoire von den echten Berner bis zu den Bündner Stücken bringt eine gute Abwechslung. So gings weiter bis zur Pause. Da kam wiederum der Samichlaus mit seinen Gehilfen und verteilte Nidlebrätzeli, die unser Gründungsmitglied Berti Luchs jeweils herstellt.

Weihnachtsgeschichte
Der besinnliche Teil wurde von Elsbeth Zeller aus Blankenburg übernommen mit einer Weihnachtsgeschichte von Rosmarie Müller. Es ging um das Schicksal einer alten Frau, die schon mit acht Jahren ihren Vater verlor und deren Mann wegen einem Krebsleiden nicht mehr zu Hause sein kann. Die Tochter ist in Romanshorn verheiratet, und diese erklärt der Mutter, dass sie nicht Zeit habe, an Weihnachten zu ihr nach Hause zu kommen. Denn auch ihr Mann Egon habe als Bankbeamter viele geschäftlichen Termine, also keine Zeit für die alte, vergrämte Mutter. Doch in den nächsten Tagen kommt doch noch ein grosses Paket per Post von ihrer Tochter mit vielen Konserven, Säcklein und anderem mehr, unter anderem eine Büchse mit kleinen schwarzen Kügelchen. Sie traut dieser Sache nur halb, aber ihr geliebter Kater Friderich neben ihr ist fast nicht mehr zu bremsen und da entschliesst sie sich, ihrem Friderich auch eine Freude zu machen und gibt ihm diese zu fressen, was er auch genüsslich tut. Tags darauf telefoniert ihr die Tochter und sagt ihr, dass in der kleinen Büchse Kaviar sei und sie dafür viel Geld ausgegeben habe …

Umrahmt wurde die Geschichte immer wieder mit musikalischen und jodlerischen Darbietungen.

Alle hofften, dass sich der regnerische Abend in Weiss umwandeln werde, um zu Hause eine weisse, prächtige Weihnacht feiern zu können. Somit wünschen wir allen ein frohes Weihnachtsfest.

ARNOLD KNUTTI

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