Brass Band «Harmonie» Saanen – musikalische Wärme am nasskalten ersten Advent

Di, 03. Dez. 2019
Hochstehende Musik bei viel Gemütlichkeit. FOTOS: DANIELA ROMANG-BIELER

Vorgestern fand im Landhaussaal das Jubilaren- und Familienkonzert der BBHS Saanen statt. Während es draussen kalt war und regnete, wurden die Konzertbesucher mit viel Musik aus wärmeren Gegenden verwöhnt. In der Hand hielten sie einen warmen Tee, Samichlaus-Nüssli wurden geknackt und der Saal duftete nach Mandarinli.

DANIELA ROMANG
Die Beiträge seien vor allem «Überbleibsel vom Herbstkonzert», kündigte Michael Bach an. So kam das Publikum nochmals in den Geschmack von rassiger Westernmusik. Zum Beispiel vom grossen italienischen Western-Komponist Ennio Morricone, heute 91-jährig, aber immer noch fast frisch gebackener Oskar-Preisträger. Er schrieb die Musik zu den berühmten Filmen «The Good, the Bad and the Ugly» und «Spiel mir das Lied vom Tod».

Das Konzert bekam viel Farbe mit mehreren solistischen Darbietungen: drei Frauen spielten mit ihren Cornets ein mexikanisches Trio der 50er-Jahre, Andreas Zoppas mit seinem Es-Horn das schlichte, aber ergreifende «La Califfa» von Ennio Morricone und Walter Zahler brachte mit «Wandering Star» von Lee Marvin unglaublich tiefe Töne aus seiner Bass-Posaune hervor.
«Mit der Appalachian Mountain Folk Song Suite» erinnerte uns die Brass Band, dass es vor den Cowboys auch sehr musikalische Indianer gab: mal tanzend und lüpfig, mal verliebt und besinnlich, aber auch rasant wie eine Herde von galoppierenden Tieren – so verschieden kann Indianermusik sein!

Zwischen den vielseitigen musikalischen Beiträgen gab es auch noch Platz für Geschenke: 34 angemeldete Jubilaren wurden mit Blumen und Wein geehrt. Einem Schlagzeuger aus der BBHS wurde zum Geburtstag gratuliert und die frisch gebackenen Schweizermeister aus den Reihen der BBHS wurden nochmals freudig erwähnt: Das «Ensemble de Cuivre Euphonia» wurde Schweizermeister in der zweithöchsten Klasse. Michael Bach schaffte mit der Brassband Bürgermusik Luzern sogar den zweiten Platz in der höchsten Klasse (wir berichteten).

Danach hatten die Musiker wieder «Pfus» für weitere Highlights: Ein wahres Schauspiel boten sie mit Musik aus «The Good, the Bad and the Ugly». Sie erfreuten die Zuhörer mit einer lüpfigen Polka und dem beliebten Bundesrat-Gnägi-Marsch von Albert Benz. Und passend zum Advent wurden die Konzertbesucher mit «Stille Nacht» und Kerzenlicht verabschiedet.

Danach waren alle eingeladen, die Instrumente auszuprobieren. Vor allem die Kinder aus dem Publikum packten diese Gelegenheit am Schopf. Die anderen schlürften noch gemütlich ihr Teeli oder hielten einen Schwatz mit dem Gegenüber, bevor sich alle aus der «warmen Stube» in die nasskalte Erster-Advent-Abendluft wagten.

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