Mobiles Testcenter steht bereit

Di, 31. Mär. 2020
Im Testbus werden nur Personen mit ärztlicher Überweisung getestet. SYMBOLBILD: ADOBE STOCK

Gestern Montagnachmittag wurde auf dem Gelände der BEA der Betrieb mit einem Bus zur Abnahme von Covid-19-Tests aufgenommen. Ärztinnen und Ärzte im Kanton Bern, die nicht selber testen können oder die eine alternative Testinfrastruktur benötigen, können ihre Patientinnen und Patienten, welche die Kriterien gemäss BAG erfüllen, an den mobilen Testbus überweisen. Personen, die aus eigenem Antrieb einen Test machen wollen, können nicht getestet werden. Eine ärztliche Überweisung ist zwingend.

Wie der Kanton Bern in einer Medienmitteilung schreibt, hat die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion in Absprache mit dem Kantonalen Führungsorgan entschieden, dass am Montag, 30. März 2020 eine Pilotphase mit einem Bus zur Abnahme von Covid-19-Tests gestartet wird. Getestet werde nach den Kriterien des BAG. Betrieben wird der Testbus durch die Knecht-Gruppe. Der vom Kanton Bern beauftragte Betreiber stelle das Personal zur Verfügung und liefere den Bus mit der Infrastruktur, dem Testmaterial, der Laborkapazität, dem Desinfektionsmittel sowie dem Schutzmaterial.

Mit dem Testbus-Angebot könnten die Hausarztpraxen sowie die Spitäler entlastet werden. Zudem könne mit dem geplanten Ausbau des Testbus-Angebots der Zugang zu einer Testmöglichkeit für Personen in weniger zentralen Gebieten sichergestellt werden, heisst es in der Medienmitteilung.

Als erster Standort wurde das Gelände von BEA/Expo in Bern ausgewählt. Am Dienstag wurde der Betrieb vollständig aufgenommen. «Je nach Entwicklung der Situation wird entschieden, ob der Testbus in Bern verbleibt oder an einen anderen Ort verschoben wird», heisst es weiter.

Nachfrage entscheidet über Ausbau
Bei dem gestern aufgenommenen Betrieb handle sich um eine Pilotphase, der Bedarf und die allgemeine Situation würden laufend neu beurteilt. Es sei möglich, dass nach der Pilotphase das System angepasst werde. Die Arztpraxen einer bestimmten Region würden vorgängig informiert, wann der Testbus in ihrer Region stationiert sei. «Sie haben dann die Möglichkeit, ihre Patientinnen und Patienten, welche die Kriterien gemäss BAG erfüllen, online zu registrieren und an einen mobilen Testbus zu überweisen.»

Guten Durchfluss garantieren
Das mobile Testzentrum sei so aufgebaut, dass ein guter Durchfluss von Patientinnen und Patienten garantiert sei. Damit werde das Ansteckungsrisiko für die Mitarbeitenden und für die zu testenden Personen auf ein Minimum reduziert. «So werden beim Eintreten in die Schleuse die Stammdaten erfasst, dann folgt die Befragung durch die Ärzte, anschliessend der Abstrich.» Vor dem Verlassen der Schleuse würden die getesteten Personen über das weitere Vorgehen informiert.

Ärzteschaft ist wichtige Partnerin
«Bei einem positiven Befund folgt eine telefonische Kontaktaufnahme durch einen Arzt oder eine Ärztin des Testbusses und die Abgabe der BAG-Merkblätter zum weiteren Vorgehen. Die Testresultate werden den Hausärztinnen und Hausärzten der getesteten Personen mitgeteilt.»

Sollte der Testbus-Betrieb nach der Pilotphase mit mehreren Bussen weitergeführt werden, könnten sich einsatzbereite Ärztinnen und Ärzte des Kantons Bern via Meldeportal für Einsätze zur Verfügung stellen. Diese sollten über mehrere Tage für einen Einsatz zur Verfügung stehen. Sie müssen zwingend jünger als 60 Jahre alt sein und dürfen nicht zu den besonders gefährdeten Gruppen gemäss BAG gehören.

PD/ANITA MOSER

 

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