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Flugzeugbrandsimulator der Gstaad Airport Feuerwehr schweizweit gefragt

Di, 30. Jun. 2020
Üben für den Ernstfall: Der Flugzeugbrand-Simulator besticht durch Turbinen-, Rad- und Flüssigkeitsbrandsimulation. FOTO: RUBEN ROMERO

Die Gstaad Airport Feuerwehr hat einen Flugzeugbrandsimulator entwickelt. Weil er in dieser Art einmalig ist, erfreut er sich nationaler Beliebtheit.

«Wir wollten unter so reellen Bedingungen trainieren wie nur möglich, deshalb haben wir einen Flugzeugbrandsimulator entwickelt», erklärt Toni Marti. Marti war bis Ende Jahr Kommandant der Gstaad Airport Feuerwehr.Vor sieben Jahren hat das Team mit der Planung und Umsetzung des Simulators begonnen. «Und zwar alles in Fronarbeit – wir sind ein Team von Idealisten», erklärt Marti sichtlich stolz. Als Gerippe diente ein ausrangierter Tankanhänger. Türen und Fenster wurden ausgeschnitten und im Inneren Flugzeugsitze montiert – die Ausstattung des Rumpfs gleicht nun einem Flugzeugrumpf der Grösse eines Pilatus PC-12 oder PC-24. Diese beiden Flugzeugtypen sind die gängigsten, die in Saanen landen. Ein Lochgitter deutet die Flügel an, Triebwerkattrappen wurden ebenfalls eingebaut. Ein echter Flugzeugbrand lässt sich durch Turbinen-, Rad- und Flüssigkeitsbrandsimulationen darstellen. Für die Löscharbeiten steht auf dem Airport Gstaad ein hochmodernes Panther-Löschfahrzeug zur Verfügung

Vermietung an Genf …
«Nachdem wir den Flugzeugbrandsimulator schon etliche Jahre im Einsatz und technisch weiterentwickelt hatten, wurden andere Flughafenfeuerwehren darauf aufmerksam», erinnert sich Marti. Genau vor zwei Jahren kam überraschend eine erste konkrete Mietanfrage der Berufsfeuerwehr des Flughafens Genf, welche den Simulator bei ihrer Übung mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gemietet und einsetzt hat. Sie demonstrierte damit ihre Versiertheit im Umgang mit Rauch und Feuer im und ums Flugzeug. Zur erfolgreichen Umsetzung der Übung trug auch die Airport Gstaad Feuerwehr bei. Toni Marti: «Vier unserer Feuerwehrmänner wurden aufgeboten, den Simulator zu bedienen und das Übungsszenario zu realisieren.»

… und an Payerne
«Das Interesse an unserem Simulator übertraf alle unsere Erwartungen», so Marti. Letztes Jahr erhielt die Gstaad Airport Feuerwehr eine weitere Anfrage. Die Schweizer Armee führte auf dem Militärflugplatz Payerne eine Grossübung durch. «Neben einem FA- 18-Jet und anderen Fahrzeugen wurde unser Simulator als Mittelklassejet mit zehn Verletzten auf der Piste eingesetzt», erklärt Marti. Die Instruktoren waren so beeindruckt, dass sie den Simulator im Herbst 2019 ein weiteres Mal für zehn Tage mieteten. Von der Berufsfeuerwehr Genf wie auch von der Schweizer Armee erhielt die Gstaad Airport Feuerwehr ein lobendes Feedback. Am Kommandantenrapport empfahlen sie ihn den anderen Flugplatzfeuerwehren weiter. Auch das benachbarte Ausland bekundet Interesse am Eigenbau der «Provinz-Feuerwehr», wie Toni Marti mit einem Schmunzeln sagt. Das grosse Interesse am Simulator bestärkt die Gstaad Airport Feuerwehr in ihrem Wirken und darin, was mit viel Enthusiasmus und Teamgeist möglich ist.

Neuer Kommandant
Toni Marti hat auf Ende letzten Jahres als Kommandant der Gstaad Airport Feuerwehr aufgehört. Sein Nachfolger ist Daniel Zwahlen. Er hat sein Amt am 1. Januar angetreten. Vizekommandant ist Ruedi Steffen.

PD

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