Einfach so geschenkt?

Fr, 31. Jul. 2020
Grosser Spass bei der Käseschenkaktion des GST – und manchmal auch ungläubige Gesichter … FOTO: JENNY STERCHI

Derzeit ist die Destination sehr gut besucht. Am Dienstagnachmittag überraschte Gstaad Saanenland Tourismus die Gäste in der Gstaader Promenade mit einem Stück Käse.

JENNY STERCHI
Zum Glück sind die Gäste nun doch in unsere Destination gekommen, haben sich von den widrigen Umständen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht abschrecken lassen, ihre Ferien hier zu verbringen. Ein Blick auf die Promenade von Gstaad bestätigt das.

Für Gstaad Saanenland Tourismus ist das der richtige Moment, um den Gästen mit einem Stück Alpkäse aus der Region Danke fürs Kommen zu sagen. Schon einige Male in diesem Sommer schwärmten Mitarbeiter von GST aus und brachten kleine, gut verpackte Käsestücke an die Frau und den Mann.

Lesbare Reaktionen
Weder das Donnergrollen noch die dicken Regentropfen konnten Tourismusdirektor Flurin Riedi und Claudia Tschudin, Leiterin Events bei GST, davon abhalten, die Menschen in der Promenade und auf dem Eisbahnareal mit Gstaader Käse zu überraschen. Und überrascht waren sie in jedem Fall, wenn Claudia Tschudin sie ansprach: «Darf ich Ihnen ein Stück Käse schenken?» Während die meisten noch ungläubig auf das Päckchen schauten, fügte Flurin Riedi fröhlich hinzu: «Das ist echter Gstaader Käse.» Nebst dem Überraschungsmoment freuten sich die Beschenkten offenkundig über diese Geste. «Das ist ja aufmerksam» oder «Oh ja, Käse nehme ich sehr gern» war oft zu hören.

Ein Mädchen fragte anschliessend seine Mutter, ob sie denn den Käse nicht noch zahlen müssten. Und eine Dame fragte, bevor sie das Päckchen ergriff:« Was denn, einfach so geschenkt?»

«Heute bekommt man nur noch selten etwas einfach so, also bedingungslos geschenkt», versucht Claudia Tschudin im Nachhinein eine Erklärung für die immer wiederkehrende Reaktion zu finden. «Und schon gar nicht auf der Strasse. Für uns sind diese direkten Reaktionen sehr wertvoll. Es bietet uns die Gelegenheit, an den Gast heranzukommen und in kurzen Gesprächen zu erfahren, wie sie den Aufenthalt erleben sowie ihnen unsere Wertschätzung ihres Besuches zu zeigen.»

Und warum Käse?
Auf die Frage, ob es nicht auch Schokolade sein dürfte, hat der Tourismusdirektor eine plausible Erklärung: «Die Authentizität spielt in unserer Destinationsstrategie eine entscheidende Rolle. Und Käse aus dem Saanenland ist der Inbegriff von Authentizität.»

Die Aktion ist eine Kooperation zwischen der Landwirtschaftlichen Vereinigung Saanenland, der Stiftung Alpenruhe und GST. Die Landwirtschaftliche Vereinigung konnte sich schnell für die Idee des GST begeistern. Mit dem Verpackungsauftrag für die Stiftung Alpenruhe konnte ein weiterer lokaler Akteur ins Boot geholt werden. So werde neben Wertschätzung auch Wertschöpfung generiert.

18 Käselaibe
Bei der diesjährigen Sommeraktion werden insgesamt 18 Käselaibe in 5000 kleine Stücke portioniert und von den Mitarbeitern in der Stiftung Alpenruhe verpackt. «Der Käse dafür stammt von verschiedenen Alpbetrieben der Region», sagte Christoph Bach, Präsident der Landwirtschaftlichen Vereinigung Saanenland, auf Anfrage. Die Aktion solle nicht einmalig bleiben. «Es ist sicher ein Projekt, dass wir in den folgenden Saisons weiterführen wollen», betont Flurin Riedi.

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