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Hotellerie besteht Qualitätstest – auch im Corona-Jahr

Fr, 14. Aug. 2020

Eigentlich ist es keine Überraschung: Alle Jahre wieder finden sich mehrere Hotels der Region auf Spitzenplätzen der «Bilanz»-Ranking-Liste. Und doch ist dieses Jahr alles anders. Umso erfreulicher, dass sich die heimischen Hotels und besonders die Teams trotz – oder gerade wegen – Corona behaupten konnten.

SONJA WOLF
Besonders erwähnenswert am diesjährigen, viel beachteten Hotel-Ranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz»: Gleich zwei der elf besten Schweizer Hotelmitarbeiter kommen aus der Destination Gstaad. Es sind dies Sanja Jovanovic vom Romantik Hotel Hornberg, die zum Housekeeper des Jahres gekürt wurde und Stefano Bertalli vom Gstaad Palace, Concierge des Jahres 2020. 195 Experten hatte «Bilanz» befragt, welche guten Geister in Schweizer Hotels zu den Besten gehören. Chapeau!

Brauchen wir überhaupt Rankings in unsicheren Coronazeiten?
«Es gab eine Menge Gründe, dieses Ranking nicht zu realisieren.» sinniert auch das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» ganz selbstkritisch gleich zu Beginn seiner diesjährigen Kürung der 300 besten Hotels. Denn in der Tat war in diesem Jahr so manches anders. Das Gastgewerbe habe es ohnehin schwer, die Zukunft vieler Hotels sei so ungewiss wie das Schicksal ungezählter Jobs und Existenzgrundlagen. Erscheine da «die kritische Bewertung von Hotels angesichts der fragilen Sicherheit nicht irrelevant und deplatziert»?

Natürlich nicht! Das Magazin schwingt sich zwar nicht zur Behauptung auf, dass Hotels als Allheilmittel gegen das globale Chaos taugen. Doch in jedem Fall könnten sie uns von der Routine des Alltags befreien und uns vor Augen halten, dass die direkte menschliche Begegnung jeder virtuellen vorzuziehen ist. Auch würden uns Hotelaufenthalte zu menschlicheren Sichtweisen anregen, als wenn wir uns zu Hause verschanzen. So zumindest die Argumentation der Ranking-Autoren, mit ihren gewohnten Ranglisten fortzufahren.

Destination Gstaad coronatauglich
Rein rechnerisch macht die Corona-Phase zwar nur knapp einen Drittel des betrachteten Testzeitraumes von 18 Monaten aus. Dennoch wurden die coronaangepassten Bedürfnisse des Gastes als entscheidend für das vorliegende 24. Hotel-Ranking ins Feld geführt. So hat dieses Jahr das Castello del Sole in Ascona das Gstaad Palace von der Spitze der besten Schweizer Ferienhotels verdrängt. Denn das Castello ist laut «Bilanz» mit seinen 14 Hektaren Park und eigener Landwirtschaft ein «von der Aussenwelt abgekapselter Resort», eine der «Rückzugsoasen abseits der Massen». Dieses neue Luxusideal liege genau im Trend.

Dennoch kann das Gstaad Palace mit dem zweiten Platz glänzen, Le Grand Bellevue erreicht Platz 16 (von Platz 15 letztes Jahr), das Ermitage belegt Platz 36 (von 26), das Huus Hotel kommt auf Platz 43 (von 39).

Lobend erwähnt im Ranking-Bericht wird The Alpina Gstaad,das leicht von Platz 6 auf Platz 4 aufsteigt und das Romantik Hotel Hornberg, das 6 Plätze gewinnt (von 29 auf 23). Denn noch mehr als das Preis-Leistungs-Verhältnis zählen laut Bilanz-Ranking-Bericht heutzutage die gebotenen Werte fürs Geld: Der moderne Gast hat das Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit beim Reisen und möchte mit seiner Reise zur Förderung regionaler Wertschöpfungsprozesse beitragen. Er unterstützt gerne jene Hotels, die mehr als reine Gewinnmaximierung anstreben und mit gutem Beispiel vorangehen. Das Romantik Hotel Hornberg sei ein gutes Beispiel dafür, da es «allem Lokalen mit ganzem Herzen verpflichtet» sei und zudem noch «sympathisch geführt» werde. Auch The Alpina Gstaad zeige mit seiner nachhaltigen Betriebsführung echte Verantwortung.

Neu in die Wertung auf Platz 48 ist das Hotel Spitzhorn eingestiegen. Damit haben es in diesem Jahr sieben hiesige Hotels in die Liste der 50 besten Schweizer Ferienhotels geschafft. Test also auch zu Corona-Zeiten mit Bravour bestanden.

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