Ja zum moderaten Jagdgesetz

  15.09.2020 Leserbriefe

Am 27. September stimmen wir unter anderem über das revidierte Jagdgesetz ab. Leider wird das Gesetz von den Gegnern auf ein Abschussgesetz und die Wolfthematik reduziert. Klar ist, dass der Wolf, seine Gegner und seine Befürworter provozieren. In den letzten Jahren hat sich der Wolfsbestand in der Schweiz rasant entwickelt, und dies erschwert vor allem auch die Bewirtschaftung vieler Alpen. Direktbetroffene Älpler und Tierhalter müssen sich überlegen, ob die Bewirtschaftung der Alp noch möglich ist und werden mit aufwendigen Schutzmassnahmen und Verlusten konfrontiert. Werden Alpweiden nicht mehr abgeweidet, gepflegt und bewirtschaftet, sind Verbuschung und Rückgang der Biodiversität die Folge.

Die revidierte Vorlage beinhaltet jedoch weit mehr als nur die Regulierung des geschützten Wildes. Mit der Schaffung von Wildtierkorridoren werden neue Schutzzonen geschaffen, es gibt neu zwölf Wildentenarten, die geschützt sind, und die Schonzeit der Waldschnepfe wurde verlängert. Anstelle des Bundesrates kann das Parlament in Zukunft eine Tierart als geschützt erklären und den Kantonen wird zur Regulierung der Bestände mehr Kompetenz zugesprochen, da sie ja die Situation im Gebiet am besten kennen.

Dies sind gute Gründe, um mit Überzeugung Ja zu sagen zum revidierten Jagdgesetz für mehr Sicherheit für Mensch, Tier und Natur. Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, nehmen Sie diese Möglichkeit wahr.

ANDREAS GAFNER, OBERWIL, NATIONALRAT EDU/
ERICH VON SIEBENTHAL, GSTAAD, NATIONALRAT SVP


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