Von Gstaad aufs Matterhorn – «z Fuess!»

Fr, 25. Sep. 2020
Via Wisshorelücke führt die Marschroute ins Wallis. Im Hintergrund das 3248 m ü.M. hohe Wildhorn, das bereits 12 Meter tiefer als die Hörnlihütte am Fuss des Matterhorns liegt.

Zum 100-jährigen Bestehen der SAC-Sektion Oldenhorn überlegte sich der Sektionspräsident André Oehrli einen besonderen Leckerbissen: den Gipfelsturm aufs Matterhorn. Zu Fuss ab Gstaad. Und alles benötigte Material im Rucksack dabei.

Am Dienstag, 8. September 2020 um 9 Uhr war es so weit: Alle sechs Saaner Bergsteiger positionierten sich zusammen mit ihren Bergführern überwältigt vom Erlebten auf der Spitze des 4478 m ü. M. hohen Matterhorns für das obligate Gipfelfoto. Ein Freudenjubel posaunte hinaus in die imposante Bergwelt der höchsten Bergspitzen der Alpen. Der Gipfelsturm auf den berühmtesten, meistfotografierten Berg der Welt, einem der wichtigsten Wahrzeichen und Botschafter der Schweiz, war geschafft. Ein Gipfelerlebnis, das schon lange in den Köpfen aller Tourteilnehmer geschlummert und einige Monate vorher am Küchentisch Form angenommen hatte. Normalerweise fahren die Matterhornbezwinger mit dem Zug nach Zermatt und weiter mit der Bahn bis zur Zwischenstation Schwarzsee. Ab dort ist die Hörnlihütte unter zwei Stunden erreichbar. Aber normal kann ja jeder und jede. Unser Plan war ein anderer. Zu Fuss musste es sein, und zwar ab Bahnhof Gstaad. Und: Alles nötige Gepäck und Material für den Gipfelsturm wird ab Tourbeginn mitgetragen! Dieser sogenannt puristische Tourenstil war vor rund 100 Jahren üblich und kam ohne Zusatzhilfen oder sonstige Annehmlichkeiten aus. Auf die Tourenplanung hatte dies erheblichen Einfluss. Welches Material packen wir ein? Wie schwer darf der Rucksack und wie lange die täglichen Marschzeiten sein, ohne zu erschöpft die Hörnlihütte zu erreichen? Dank den wertvollen Erfahrungen der älteren Teilnehmer waren diese Fragen schnell geklärt. In fünf Tagen bis an den Fuss des Matterhorns und am sechsten Tag der Gipfelsturm. Das Ziel war gesetzt, die Anreiseroute quer durch die Alpen geklärt.

Am Donnerstag, 3. September 2020 um 5.30 Uhr war es dann so weit. Die achtköpfige Gruppe mit Ruedi Steffen, Gerhard Piller, Heinz Weber, Peter Sollberger, Beatrice Reichenbach sowie Hansruedi, André und Bruno Oehrli nahm den Weg unter die Füsse. Die täglichen Etappenziele hiessen: Wildstrubelhütte, Oberems, Turtmannhütte SAC, Täsch, Hörnlihütte, Matterhorn und am gleichen Abend Zermatt. Die ganze Tour war ein grosses Erlebnis!

BRUNO OEHRLI

Weitere Fotos unter https://tinyurl.com/y23zvtnu

Den ausführlichen Bericht finden Sie unter www. sac-oldenhorn.ch

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