Bund und Kanton verschärfen die Corona-Massnahmen

Di, 20. Okt. 2020

Der Bundesrat hat an einer ausserordentlichen Sitzung am 18. Oktober 2020 mehrere, schweizweit gültige Massnahmen gegen den starken Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen. Spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen sind verboten. In öffentlich zugänglichen Innenräumen muss eine Maske getragen werden. Der Bundesrat hat zudem Regeln für private Veranstaltungen mit mehr als 15 Personen aufgestellt.

Die seit Anfang Juli im öffentlichen Verkehr geltende Maskenpflicht für Personen ab 12 Jahren gilt seit gestern Montag auch auf Perrons oder in Bahnhöfen, Flughäfen oder anderen Zugangsorten des öffentlichen Verkehrs. Zusätzlich gilt schweizweit auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen eine Maskentragpflicht, zum Beispiel in Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Poststellen, Museen, Bibliotheken, Kinos, Theatern, Konzertlokalen, Innenräumen von zoologischen und botanischen Gärten und Tierparks, Restaurants, Bars, Discos, Spielsalons, Hotels (mit Ausnahme der Gästezimmer), Eingangs- und Garderobenräume von Schwimmbädern, Sportanlagen und Fitnesszentren, in Arztpraxen, Spitä- lern, Kirchen und religiösen Einrichtungen, Beratungsstellen und Quartierräumen. Ebenso gilt eine Maskentragpflicht in jenen Teilen der öffentlichen Verwaltung, die dem Publikum zugänglich sind.

Vorgaben für private Veranstaltungen
An privaten Veranstaltungen mit über 15 Personen darf künftig nur sitzend konsumiert werden. Wer nicht an seinem Platz sitzt, muss eine Maske tragen. Ausserdem müssten die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten und die Kontaktdaten erhoben werden, schreibt der Bundesrat in einer Medienmitteilung.

Private Veranstaltungen mit über 100 Personen müssen analog den öffentlichen Veranstaltungen über ein Schutzkonzept verfügen und sie dürfen zudem nur in öffentlich zugänglichen Einrichtungen durchgeführt werden.

Keine Versammlungen von mehr als 15 Personen im öffentlichen Raum
Im öffentlichen Raum sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. «Damit soll insbesondere verhindert werden, dass private Anlässe in den öffentlichen Raum verlagert werden», begründet der Bundesrat. Organisierte Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind mit den entsprechenden Schutzmassnahmen weiterhin erlaubt, etwa politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen.

Konsumation in Restaurationsbetrieben nur sitzend
Das Konsumieren von Speisen und Getränken in Restaurants und Ausgehlokalen wie Bars oder Clubs ist nur noch sitzend erlaubt, unabhängig davon, ob in Innenräumen oder im Freien.

Homeoffice-Empfehlungen
Der Bundesrat hat zudem die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» mit einem Absatz zum Homeoffice ergänzt. Arbeitgebende seien verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. «Mit dem Arbeiten zu Hause können grössere Menschenansammlungen vor allem zu Stosszeiten vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden.» Zudem werde das Risiko vermindert, dass bei einem Covid- 19-Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne müssten.

Keine Grossveranstaltungen mehr im Kanton Bern
Der Kanton Bern hat die Massnahmen des Bundes zusätzlich verschärft. Wie die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) schreibt, sind angesichts der dramatisch steigenden Corona-Fallzahlen und in Konsequenz der Massnahmen des Bundesrates zur raschen Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen im Kanton Bern ab sofort verboten.

Für die Durchführung von Grossanlässen hat die GSI ein Ampelsystem entwickelt, um alle im Kanton Bern durchgeführten grossen Veranstaltungen mit den gleichen Kriterien zu bewerten. Das Ampelsystem berücksichtige die Entwicklung der Fallzahlen im Kanton, die Auslastung der Intensivpflegeplätze mit Covid-Patienten in den Spitälern sowie die Auslastung des Contact-Tracings.

PD/ANITA MOSER

Weitere Infos unter https://tinyurl.com/yxwjulzg https://tinyurl.com/y34c26sh

Category: 

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht oder an dritte weitergegeben. Sie wird nur zu Kontaktzwecken im Zusammenhang mit diesem Kommentar verwendet.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses

Trending

1

«Neu Rellerli» ist in der Startphase

Die Freunde des Rellerli strahlen Zuversicht aus: Das Plangenehmigungsverfahren für eine neue Rellerlibahn ist in der Startphase. Mit einem reibungslosen Verfahren ohne Einsprachen könnte die Bahn Ende 2023 den Betrieb aufnehmen.

ANITA MOSER
Sein Ziel sei es, etwas leisere Töne anzuschlagen, betonte Heinz Welten nach seiner Wahl zum Präsidenten des Vereins Freunde des Rellerli vor einem guten Jahr. Trotz über 1000 Mitgliedern seien die Freunde des Rellerli als St...