Fussball in Zeiten von Corona

Fr, 06. Nov. 2020
Die Alternative zum Fussballtraining: improvisiertes Spielfeld auf dem Parkplatz. FOTO: LUKAS BLUM

In der Coronakrise kommen einige Freizeitaktivitäten zu kurz! Dazu gehört auch der Fussball … Dies ist meine Erfahrung damit.

Wenn man das Fussballtraining nicht mehr besuchen kann, dann braucht man eine Alternative. So geht es wohl fast allen Hobbysportlern. So auch mir: Fussball ist meine Leidenschaft, weil es faszinierend ist und es mir Spass macht, mit einem Team etwas zu erreichen. Ich kann zum Glück zu Hause auf unserem Parkplatz etwas Fussball spielen. Manchmal auch mit den Nachbarn.

Es war am 23. Oktober, einen Tag vor unserem Auswärtsspiel in Thun, als der Kanton die Saison des Schweizer Jugendfussballs absagte, auch kein Training war erlaubt. An diesem Tag freute ich mich sehr auf das Spiel und war auch etwas enttäuscht, als ich erfuhr, dass das Spiel nicht stattfinden kann. Irgendwie hatte ich es auch etwas kommen sehen, da die Fallzahlen immer mehr stiegen.

Gerechtfertigte Massnahmen
Ich finde es zwar sehr schade, aber natürlich sind die Massnahmen gerechtfertigt. Ich fürchte, wenn die Fallzahlen in nächster Zeit nicht sinken, wird es noch schlimmer kommen. Vielleicht wird die Saison der Profis unterbrochen oder sogar abgesagt! Es wäre möglich, dass man sogar mit Masken Sport treiben müsste und das würde ich auch nicht so gut finden, da es sehr anstrengend wäre. Aber ich denke nicht, dass das passieren wird! Es ist eher möglich, dass es noch schlimmer werden könnte, wenn sich einige Leute nicht an die Massnahmen halten.

Hoffnung auf eine Besserung
Ich hoffe aber, dass es besser wird, denn gemeinsam als ganze Schweiz können wir es schaffen, Covid-19 zu besiegen. Und wer weiss, vielleicht können wir schon eher wieder Fussball spielen, als wir denken …

LUKAS BLUM


ZUR PERSON

Lukas Blum ist 14 Jahre alt und besucht die 8. Klasse im OSZ Ebnit. Er wohnt in der Lauenen und interessiert sich sehr für Fussball. Am 4./5. November durfte er beim «Anzeiger von Saanen» als Journalist schnuppern gehen. Er interessiert sich für Journalismus, da er gerne schreibt und es faszinierend findet, über wie viele spannende Themen man berichten kann.


LARS HAUSWIRTH IM INTERVIEW

Der 14-jährige Mittelfeldspieler Lars Hauswirth hat Verständnis für die Massnahmen.

Hast du eine Alternative zum Fussballtraining?
Ich spiele zu Hause Fussball, aber ich habe jetzt nicht einen Trainingsplan oder so.

Hast du damit gerechnet, dass die Saison früher oder später abgesagt wird?
Ich habe es irgendwie noch gedacht, da die Fallzahlen immer mehr gestiegen sind.

Denkst du, man hätte die Saison noch zu Ende spielen können?
Nein, das glaube ich nicht. Die Ansteckungszahlen waren zu hoch, früher oder später musste man damit rechnen.


EIN TRAINER DES FC SARINA IM INTERVIEW

Die Fussballsaison ist abgebrochen – das sagt der Juniorentrainer des FC Sarina dazu.

Wie erleben Sie allgemein die spezielle Situation mit dem Coronavirus?
Ich kann zwar arbeiten, aber leider kann ich mich nicht mit meinen Kollegen treffen. Aber es ist schon eine blöde Situation!

Was haben Sie gedacht, als der Kanton die Amateur- und Jugendfussballsaison abgesagt hat?
In erster Linie muss man das respektieren, was der Kanton sagt, aber es ärgert einen schon etwas. Für mich geht das ja noch, aber vor allem für die Spieler ist die Situation viel schwieriger. Denn sie dürfen nicht mehr ins Training kommen und dürfen ihre Kollegen nicht mehr sehen, deswegen ist es für sie viel härter!

Was würden Sie dazu sagen, wenn man die Saison beenden könnte, allerdings mit Maskenpflicht?
Das wäre natürlich komisch, Sport mit einer Maske! Ich würde das wahrscheinlich nicht wollen. Ich denke, das wäre fast nicht möglich.

War es für Sie angebracht, die Saison zu beenden?
Das ist nicht meine Entscheidung, das ist die Entscheidung des Bundes. Was ich davon halte, spielt in dieser Sache keine Rolle.

INTERVIEWS: LUKAS BLUM

 

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