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Ab heute kann man sich für die Impfung anmelden

Fr, 08. Jan. 2021
Am kommenden Montag startet auch der Kanton Bern mit der Corona-Impfkampagne. SYMBOLBILD: ADOBE STOCK

Ab heute kann man sich für die Impfung anmelden: Am kommenden Montag, 11. Januar startet im Kanton Bern die Impfkampagne. Ab heute können sich impfwillige Bernerinnen und Berner für die Corona-Impfung registrieren. In der ersten Phase werden über 75-Jährige geimpft. Die Gesundheitsdirektion bittet die Bevölkerung eindringlich, sich daran zu halten, damit die Leitungen und die Online-Applikation nicht überlastet werden.

ANITA MOSER
Viele Kantone haben bereits im Dezember oder diese Woche mit der Impfkampagne gestartet. Am kommenden Montag wird auch im Kanton Bern geimpft. In einer ersten Phase können 20’000 Termine vergeben werden, wie Gundekar Giebel, Leiter Kommunikation der GSI des Kantons Bern, im Interview erklärt.

Die meisten Kantone haben im Dezember mit Impfen begonnen, andere Anfang dieser Woche. Weshalb beginnt man im Kanton Bern erst am 11. Januar
Der Kanton Bern hat von Anfang an das Ziel verfolgt, mit mehreren Impfzentren zu starten, sodass ab diesem Zeitpunkt mehrere Tausend Impfungen pro Tag durchgeführt werden könnten – das ist natürlich abhängig von der Impfstoffverfügbarkeit und der Impfwilligkeit. Damit dies möglich ist, gibt es aber viel vorzubereiten, weshalb der Anschein entstehen kann, der Kanton sei langsam unterwegs. Das Gegenteil ist der Fall. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wenn wir starten, werden wir in wenigen Tagen mehr Personen geimpft haben, als andere Kantone, welche bereits im Dezember begonnen haben.

Wie viele Impfdosen stehen dem Kanton Bern zur Verfügung?
Aktuell sind es 25’000 Impfdosen.

Wann erwartet man Nachschub?
Laufend gemäss Liste des Bundesamtes für Gesundheit.

Wer wird zuerst geimpft?
Die Priorisierung gibt das BAG vor. Die Impfung ist in einem ersten Schritt für Personen ab 75 Jahren vorgesehen. Wir bitten um Geduld. Bei 20’000 Terminen für rund 105’000 über 75-jährige Bernerinnen und Berner werden einige für den Impftermin etwas länger warten müssen.

Wie muss man vorgehen, wenn man sich impfen lassen will?
Für die Impfung ist eine vorgängige Registrierung notwendig. Die Registrierung ist ab heute online oder telefonisch möglich. Online unter www.be.ch/ corona-impfung oder unter Telefon 031 636 88 00. In einem ersten Schritt sind wie erwähnt Personen ab 75 Jahren für die Impfung zugelassen. Das BAG gibt die Priorisierung vor. Welche Impfgruppen aktuell zur Impfung freigegeben sind, wird über die Webseite www.be. ch/corona-impfung und die Medien breit kommuniziert werden.

Wo wird geimpft? In Impfzentren und/oder auch bei Hausärzten?
Die Impfung wird in diversen Impfzentren durchgeführt. Bewohnerinnen und Bewohner in Heimen werden von mobilen Impfteams geimpft. Es werden ausschliesslich die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal geimpft. Es finden keine Impfungen für die Öffentlichkeit statt.

Wo können sich die Menschen aus dem Saanenland impfen lassen?
Es stehen diverse Impfzentren im Kanton zur Verfügung. Auf der Applikation kann man den Impfort selber auswählen. Für Personen aus dem Saanenland ist das Impfzentrum in Thun wohl dasjenige, welches am nächsten liegt.

Ich bin 62-jährig. Wann und wo kann ich mich impfen lassen?
Gemäss Priorisierung des BAG sollen folgende Personen zuerst Zugang zur Impfung erhalten:
• Personen ab 75 Jahren
• Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko, unabhängig vom Alter Danach folgen:
• Personen zwischen 65 bis 74 Jahren


WER WIRD ZUERST GEIMPFT?

Menschen ab 75 Jahren können sich ab heute Freitag für die Impfung anmelden.

WIE UND WO KANN MAN TERMINE BUCHEN?

Auf www.be.ch/corona-impfung oder unter 031 636 88 00 registrieren und Termine buchen. Die Registrierungs-Telefonnummer des Kantons ist mindestens von 8 bis 18 Uhr bedient.

WAS BRAUCHT ES FÜR DIE REGISTRIERUNG?

Die Personalien, den Namen der Krankenkasse sowie die Krankenkassen-Kartennummer.

WO KANN MAN SICH RUND UMS IMPFEN INFORMIEREN?

Fragen rund ums Impfen beantwortet die BAG-Hotline 058 377 88 92
(täglich von 6 bis 23 Uhr).

WO KANN MAN SICH IMPFEN LASSEN?

Ab dem 11. Januar um 10 Uhr stehen in Bern das Impfzentrum auf dem Insel-Areal sowie das kantonale Impfzentrum in Bern-Wankdorf bereit. Es öffnen auch Zentren in Tavannes, Thun und Interlaken.

Am 14. Januar nimmt das Impfzentrum in Burgdorf den Betrieb auf, am
18. Januar folgen Langenthal und Biel und am 25. Januar Langnau.

WER REGISTRIERT ALTERS-HEIMBEWOHNENDE?

Ab Montag, 11. Januar, werden mobile Impfteams unterwegs sein und in Altersund Pflegeheimen impfen. Die Registrierung erfolgt über die Institution.

• Personen unter 65 Jahren und Personen mit chronischen Krankheiten, die noch nicht geimpft wurden
Wenn Sie 62-jährig sind und nicht zu den Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko zählen, kommen Sie innerhalb der Impfgruppe 1 (besonders gefährdete Personen) an vierter Stelle. Falls Sie zu den Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko gehören, können Sie bereits an zweiter Stelle geimpft werden.

Aber ich könnte mich schon registrieren?
Sie können sich zwar mit Namen und Krankenkassennummer anmelden, aber einen Termin buchen können Sie nicht. Alle impfwilligen Personen können sich registrieren. Meine grössste Sorge ist aber momentan, dass Impfwillige das System und das Telefonnetz überlasten, wie wir es in verschiedenen Kantonen schon erlebt haben. Damit das nicht passiert, bitten wir alle Personen, die nicht 75 Jahre alt oder älter sind, sich zu gedulden. Momentan sind die Ü75 dran.

Wie kommen über 75-Jährige, die zu Hause leben und nicht mobil sind, zu einer Impfung?
Nebst den Impfzentren sind mobile Impfteams unterwegs für Personen, die auch mit aller Hilfe keine Möglichkeit haben, sich in ein Impfzentrum oder eine Arztpraxis zu begeben. Sobald die Impfung auch in Arztpraxen verfügbar ist, werden dort auch Impfungen durchgeführt. Beim Impfstart am 11. Januar wird dies noch nicht der Fall sein.

Weshalb nicht?
Der ultratiefgekühlte Impfstoff von Pfizer/Biontech kann nicht in Einzeldosen verabreicht werden. Aus jedem Fläschchen gibt es fünf Dosen. Sind sie angebraucht, kann man sie nicht mehr transportieren. Das ist der Hauptgrund, weshalb zu Hause noch nicht geimpft werden kann. Mit dem Moderna-Impfstoff, der in der EU seit Kurzem zugelassen ist und wohl auch bald in der Schweiz zugelassen wird, ist es viel einfacher. Er ist hausarzt- und spitextauglich. Das BAG muss jedoch noch die Impfrichtlinien dahingehend anpassen, dass nicht jedes Mal ein Arzt zugegen sein muss.


IMPFSTRATEGIE DES KANTONS BERN

Um das System und das Telefonnetz nicht zu überlasten, bittet der Kanton Bern alle Personen, die nicht 75 Jahre oder älter sind, sich noch ein paar Tage zu gedulden und sich erst ein paar Tage nach dem Impfstart zu registrieren. Der Zeitpunkt der Registrierung spielt für den Impftermin keine Rolle. Erst wenn die jeweilige Impfgruppe freigegeben ist, können Termine für die erste und zweite Impfung gebucht werden. Die Terminbuchung funktioniert dann nach dem Prinzip «first come, first served». Es wird sich jede Person impfen lassen können, die geimpft werden möchte.

Der Kanton Bern wird je nach Verfügbarkeit und Menge an Impfstoffen laufend weitere Impfgruppen zur Impfung zulassen und dies über seine Kanäle sowie die App Alertswiss kommunizieren. Die registrierten und zur Impfung zugelassenen Impfgruppen können danach die Impftermine buchen.

Weitere zur Impfung zugelassene Personengruppen sind definiert
Da die Impfstoffmenge derzeit im Verhältnis zum Bedarf knapp ist, muss sie kontingentiert werden. Dem Kanton Bern stehen derzeit monatlich 25’000 Impfdosen des Herstellers Pfizer/ Biontech zur Verfügung.

Bei der Einteilung der Impfwilligen in Impfgruppen folgt der Kanton Bern den BAG-Vorgaben. Nach der Zulassung der über 75-Jährigen folgen jene Menschen ab 16 Jahren, die an chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko leiden. Sie brauchen ein ärztliches Attest, das sie bereits jetzt organisieren können und später beim Empfang im Impfzentrum vorlegen müssen. An dritter Stelle wird der Kanton Bern Personen zwischen 65 und 74 Jahren zur Impfung zulassen. An vierter Stelle sind Personen aus der Gruppe der besonders gefährdeten Personen zugelassen, die unter 65 Jahre alt sind und solche, die an chronischen Krankheiten leiden und noch nicht geimpft wurden. Parallel zu den Impfungen in Impfzentren beginnt der Kanton die Impfungen in Alters- und Pflegeheimen, dies geschieht in einer ersten Phase mit mobilen Teams aus den Impfzentren.

Persönlicher Code als Eingangsticket
Personen, die sich für die Impfung registrieren, erhalten einen sechsstelligen persönlichen Code bestehend aus Zahlen und Buchstaben, den sie an ihren zwei Impfterminen mitnehmen müssen. Er dient ihnen als Eingangsticket. Ohne Vorweisen dieses Codes ist keine Impfung möglich. Bei der Anmeldung im Impfzentrum müssen die Impfwilligen ausserdem ihren amtlichen Ausweis, ihre Krankenkassenkarte und allfällige Zusatzunterlagen wie ein ärztliches Attest mitnehmen. Ihre Angaben werden beim Empfang überprüft.

PD

Alle Informationen zum Impfen im Kanton Bern auf www.be.ch/corona-impfung

 

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