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Marie-Therese Sporer und Andreja Slokar triumphieren an den Hublen

Di, 26. Jan. 2021
Sie kam mit den schwierigen Bedingungen am Freitag bestens zurecht: Siegerin Andreja Slokar aus Slowenien. FOTO: PHILIPPE CHEVALIER

Über 80 Fahrerinnen aus der ganzen Welt kamen letzte Woche mit ihren Betreuern ins Saanenland, um in zwei Slalomrennen an den Hublen wertvolle Europacuppunkte zu sammeln. Sowohl für die Siegerinnen Marie-Therese Sporer (Österreich) und die Slowenin Andreja Slokar als auch für die Organisatoren ging der Plan auf.

JENNY STERCHI
Der Pandemie und dem Föhn zum Trotz stellte das OK, grossartig unterstützt von den Mitgliedern der Skiklubs Schönried, Turbach-Bissen und Lauenen, zwei Europacuprennen an den Hublen auf die Beine.

Jede Minute genutzt
Ursprünglich hatte Melchsee-Frutt die beiden Europacupslaloms austragen wollen. Anfang des Jahres sagten die Verantwortlichen der Region diesen sportlichen Anlass jedoch ab. Zwei Wochen vor Rennbeginn erreichte Mike von Grünigen die Anfrage, ob nicht das Saanenland als Ausrichter der beiden Rennen einspringen möchte. Dem Rennkomitee blieben zehn Tage, um die Rennen zu planen. «Als eingespieltes Team wusste jeder, was er zu tun hatte», erklärt Urs Kunz, Leiter des Rennbüros, die unglaubliche Effizienz.

Bis zur Ankunft der ersten Athletinnen Anfang letzter Woche waren die Unterbringung, Verpflegung, Pistenpräparation, Zeitplan und über allem das Covid-19-Schutzkonzept sichergestellt. Sogar ein Parkdienst wurde aufgeboten. Der war auch nötig. Eine Armada aus Teamfahrzeugen rollte an den Hublen am Donnerstag- und Freitagmorgen an.

Die Läufe der beiden Slalomrennen wurden jeweils in kürzester Zeit durchgeführt, um Wartezeiten und Ansammlungen zu minimieren. Die letzte Fahrerin hatte die Ziellinie überquert, da wurden die Stangen im oberen Teil bereits umgesteckt. Und schon kurz darauf machten sich die Athletinnen auf den Weg zur Laufbesichtigung. Pünktlich 12 Uhr, nur zwei Stunden nach dem Start zum ersten Lauf, begab sich die erste Fahrerin in den zweiten Durchgang. Im Zielraum herumgefragt, waren die Meinungen der Fahrerinnen ziemlich einstimmig: «Wir müssen nicht lange warten, alles ist bestens vorbereitet. Unter diesen Bedingungen schaut man hier bestens zu uns.»

Die beiden Speaker Rolf Schwenter und Thomas Wyssmüller wurden nicht müde, zwischen den Informationen über Laufzeiten und Fahrerinnen auf das Tragen der Masken hinzuweisen.

Das Ding mit dem Wetter
Und als wäre der Kraftakt nicht schon gross genug, kam am Donnerstagvormittag Föhn auf. Die für die Pistenpräparation Verantwortlichen waren gefordert. «Die Piste hat gut gehalten am Donnerstag. Die Bedingungen im zweiten Lauf waren erstaunlich gut», resümierte Kunz nach den Rennen. Der noch wärmere Freitag machte der Piste dann schon zu schaffen. Und so kam zu einem anspruchsvollen Kurs auch noch eine herausfordernde Unterlage.

Skandinavierinnen setzen Zeichen
Die Skidamen aus Schweden markierten grosse Präsenz auf den vorderen Rängen. Emelie Wikstroem bestieg mit Rang 2 am Donnerstag und Rang 3 am Freitag zweimal das Podest. Für ihre Teamkollegin Sara Rask reichte es nach Rang 3 am Donnerstag tags darauf mit Rang 5 nicht ganz aufs Podium. Auch Liv Ceder schaffte es mit Rang 10 und Rang 8 unter die besten zehn.

Siegerinnen aus Österreich und Slowenien
Die Siegerin am Donnerstag, Marie-Therese Sporer, hatte sich bereits an anderen Europacuprennen zuvor in den Top Ten platziert und auch schon Weltcupluft geschnuppert.

Am Donnerstag mit Rang 4 noch knapp am Podest vorbei, setzte sich die Slowenin Andreja Slokar am Freitag mit einem knappen Sieg gegen die Italienerin Lara Della Mea durch.

Spezielle Erfahrung
«Es war ein Kampf», so bezeichnete die Schönriederin Belinda Schwenter den Lauf, nachdem sie mit Startnummer 85 als eine der letzten ins Rennen gegangen war. Und doch gelang ihr die Qualifikation für den zweiten Lauf. Leider schied sie nach einem Fehler bereits im oberen Teil aus. Gefragt nach dem Eindruck dieses Heimrennens, sagte sie: «Es ist schon toll, ein Rennen vor der Haustür zu haben. Und eigentlich würde ich mich in diesem Fall über die Unterstützung von Familie und Freunden freuen, wenn sie schon mal alle dabei sein könnten. Aber das ist eben nun leider weggefallen.» Glücklicherweise war die Bevölkerung dem Aufruf der Organisatoren gefolgt und nicht zum Zuschauen gekommen. Die Rennen seien ohne Publikum sehr speziell, aber die Dankbarkeit, überhaupt Rennen fahren zu können, überwiege.

Ranglisten unter www.fis.ch
Zum Europacup: www.skieuropacup-gstaad.ch/
Video: https://tinyurl.com/y4c4nro6

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