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MOB: Probleme halten sich in Grenzen

Di, 02. Mär. 2021
Über 97 Prozent der MOB-Züge fahren pünktlich, das heisst, sie kommen mit weniger als drei Minuten Verspätung an. FOTO: KEREM MAURER

In letzter Zeit scheinen sich bei der Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB) offenbar die Probleme gehäuft zu haben. Doch die Bahn relativiert: «Wir liegen im guten Durchschnitt!»

KEREM S. MAURER
Es ist ärgerlich: Man wartet auf den Zug, es ist früh am Morgen, kalt und man befürchtet, einen wichtigen Termin zu verpassen oder zu spät zur Arbeit zu kommen. Die Nervosität steigt. Dann heisst es plötzlich, der Zug fällt aus, man soll sich zur Busstation begeben, es gebe einen Ersatzbus. Kaum ist man dort angelangt, wird man wieder zurück auf das Perron geschickt – der Zug fährt jetzt doch! So passiert am letzten Mittwoch in Zweisimmen. Viele Bahnreisende waren verärgert. Was ist los mit der MOB?

Störungen sind nicht einfach zu beheben
Am 24. Februar blieb der Zug 6.30 Uhr ab Zweisimmen Richtung Gstaad tatsächlich wegen eines technischen Problems auf der Strecke blockiert, wie Jérôme Gachet, Mediensprecher der MOB, auf Anfrage bestätigt. Da der Zug auf der Strecke liegen geblieben war, wurden die Kunden via Website und die Informationssäulen informiert, dass der Abschnitt zwischen Saanenmöser und Zweisimmen unterbrochen war. «Da die Dauer noch nicht bekannt war, haben wir als Vorsichtsmassnahme Busse bestellt und die Leute gebeten, sich zur Bushaltestelle zu begeben», begründet Gachet. Da aber in der Zwischenzeit die Strecke wieder freigegeben worden war und ein Reservezug die Verbindung herstellen konnte, wurden die Kunden wieder zurück auf das Perron gebeten. Das sei unangenehm, könne aber vorkommen. Die MOB erklärt, in solchen Momenten herrsche immer eine grosse Unsicherheit. Kann der Zug repariert, die Strecke geräumt oder müssen Busse organisiert werden? Man müsse sehr schnell entscheiden, und: «Wir setzen alles dran, um die Unannehmlichkeiten zu begrenzen.»

Eine Störung kommt selten allein
«Ich habe den Eindruck, dass die MOB seit dem Fahrplanwechsel deutlich mehr Probleme hat als zuvor», sagt Pendlerin Susanne Kaiser, die unter der Woche täglich mit der MOB von Spiez nach Gstaad zur Arbeit fährt. Es sei wichtig zu verstehen, dass eine Zugspanne, die infolge einer Störung auf der Strecke bleibt, oft eine Reihe von Folgestörungen nach sich ziehe und weitere Zugausfälle generieren könne, schreibt die Medienstelle der MOB. So habe die besagte Störung vom 24. Februar gleich zu vier Zugausfällen geführt (Oeschseite–Gstaad, Saanenmöser–Zweisimmen, Zweisimmen–Saanenmöser und Gstaad–Zweisimmen). Was sich gesamthaft nach viel anhört, liegt offenbar durchaus im Rahmen. «Schlussendlich wurde im Januar nur einer von 300 Zügen – mehrheitlich aufgrund von Wetterbedingungen – gestrichen, was einer Quote von 0,3 Prozent entspricht», erklärt Jérôme Gachet. Was die Pünktlichkeit betreffe, waren im Januar 97 Prozent der MOB-Züge pünktlich unterwegs. Das heisst, sie hatten bei ihrer Ankunft weniger als drei Minuten Verspätung. Im Februar waren es sogar 98 Prozent (Stand: 24. Februar 2021). Und es komme halt auch vor, dass man Anschlusszüge von anderen Unternehmen abwarten müsse, die manchmal verspätet eintreffen.

Fahrplanwechsel hat keinen Einfluss
Ob es seit Einführung des neuen Fahrplanes zu mehr Zwischenfällen gekommen sei, verneint der MOB-Mediensprecher. Betrachte man die Gesamtsituation statistisch, gebe es seit Einführung des neuen Fahrplanes nicht mehr Störungen. «Hinsichtlich Zugausfälle und Pünktlichkeit liegen wir im guten Durchschnitt und setzen alles daran, uns weiter zu verbessern.» Es sei immer unangenehm, wenn man als Fahrgast mit Verspätungen oder Zugausfällen konfrontiert werde, ist sich Gachet bewusst und er ergänzt: «Wir entschuldigen uns bei unseren Kunden für die Unannehmlichkeiten.»

 

 

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