banner
banner

Am seidenen Faden

Di, 20. Apr. 2021

Eigentlich wissen wir alle, dass Abfall nicht in die Natur gehört. Trotzdem landet aus Bequemlichkeit oder Unachtsamkeit viel Müll in der Natur. Für Vögel sind insbesondere Schnüre und Fäden gefährlich, da sie sich darin verheddern können. Herumliegender Abfall sollte daher konsequent entsorgt werden.

Der Frühling hält Einzug, die Blumen öffnen ihre Blüten und sorgen für Farbtupfer in der Natur. Farbtupfer auf Feld und Flur haben manchmal jedoch einen weitaus weniger erfreulichen Grund: Abfall, achtlos liegen gelassen oder mit dem Wind verweht.

Die negativen Auswirkungen von Abfall auf die Natur sind unterschiedlich und abhängig vom Material sowie dessen Form. Für Vögel ist nicht jedes Objekt gleichermassen gefährlich, relevant sind insbesondere Schnüre, Seile, Fäden oder Bänder, da sie sich darin verheddern können.

Die Pflegestation der Schweizerischen Vogelwarte behandelt immer wieder Vögel, welche durch Schnüre und Fäden in ihrer Mobilität oder Nahrungsaufnahme beeinträchtigt wurden oder Einschnürungen an ihren Gliedmassen erlitten. Da solcher Abfall teilweise auch als Nistmaterial verwendet wird, sind sogar im Nest sitzende Jungvögel nicht vor der Gefahr des Verhedderns gefeit. Im Falle der Wasservögel besteht ferner das Risiko, dass sich Haken von Angelschnüren in das Gewebe bohren können.

In Extremfall können längliche Objekte auch mit Regenwürmern oder anderer Nahrung verwechselt und gefressen werden. Bekannt ist dies beispielsweise beim Weissstorch.

Es ist daher wichtig, dass Zivilisationsabfall nicht liegen gelassen wird. Hier können wir alle etwas dazu beitragen. Nicht nur, indem wir den eigenen Müll konsequent entsorgen – auch mit regelmässigen Kontrollen des eigenen Gartens auf herumliegende Schnüre sowie dem Auflesen von Abfall beim nächsten Spaziergang kann man etwas Gutes tun.

PRESSEDIENST VOGELWARTE


WAS TUN MIT GEFIEDERTEN PATIENTEN?

Verletzte und kranke Vögel gehören in die Hände von Fachleuten. Im Zweifelsfall kann man sich telefonisch an die Vogelwarte wenden. Die Fachpersonen können abschätzen, welche Hilfe der Vogel braucht, und auch Tipps zum Transport oder zu näher gelegenen Pflegestationen geben. Von einer Pflege zu Hause sei abgeraten. Die Haltung und Pflege einheimischer Vögel erfordert nämlich nicht nur Fachwissen und adäquate Haltungsbedingungen, sondern auch eine kantonale Bewilligung.

PD

www.vogelwarte.ch/pflegestation, Tel. 041 462 97 00

Category: 

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht oder an dritte weitergegeben. Sie wird nur zu Kontaktzwecken im Zusammenhang mit diesem Kommentar verwendet.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses

Trending

1

Der beste Käse kommt von hier

Gery und Peter Ryter aus Saanen gewinnen an der 22. Berner Alpkäsemeisterschaft von CasAlp, Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOP, zweimal Gold. Dies ist nach 2019 bereits der zweite Doppelsieg für das Saanenland.

KEREM S. MAURER
Die 22. Berner Alpkäsemeisterschaft fand am letzten Sonntag aus bekannten Gründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Simmental Arena in Zweisimmen statt. Rund 60 Alpschaften legten der Fachjury insgesamt 121 Alpkäse…