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Unglaublich, aber wahr: Winzlinge im Saanenland

Mi, 26. Mai. 2021
Mike: Ruhepause unter der Sonnenlampe.

Chamäleons im Saanenland anzutreffen ist doch wohl eher eine Seltenheit. Noch seltener aber dürfte der unerwartete Zuchterfolg sein, der die Chamäleonpopulation im Saanenland auf einen Schlag um mehr als das Zehnfache erhöht hat. Es ist die Geschichte eines ungewöhnlichen Abenteuers.

Vor rund zwei Jahren haben Mike und Molly, zwei süsse kleine Pantherchamäleons, die schützende Eierschale aufgebrochen, um in das Abenteuer Leben aufzubrechen. Nach vier Monaten haben sie beschlossen, das Stadtleben in Deutschland zu verlassen, um irgendwo auf dieser Welt ein friedliches Plätzchen zu finden. Nicht wegen der Schokolade, sondern vor allem wegen der für Chamäleons vorteilhaften Gesetze in der Schweiz haben sich Mike und Molly dafür entschieden, in den kleinen Alpenstaat umzuziehen.

An der Grenze zur Schweiz haben sie ihre erste Überraschung erlebt und gemerkt, dass auch die Deutschen strenge Regeln für ausreisende exotische Tiere haben. Dank Internet und Telefon gelang es ihnen aber, die fehlenden Papiere zu organisieren. Das charmante Augenrollen hat sicher auch noch dazu beigetragen, dass das angedrohte Bussgeld von der gestrengen Zöllnerin am Ende kulant fallen gelassen wurde.

Auf Schweizer Seite atmeten die beiden Geschöpfe erst einmal tief durch, genehmigten sich ein paar Heuschrecken auf Durchreise und peilten dann ihr nächstes Ziel an: den Flughafen Zürich. Für ihre permanente Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz musste dort nämlich erst einmal noch eine Tierärztin bestätigen, dass Mike und Molly tatsächlich Chamäleons und nicht etwa Zebras oder sonst etwas Exotisches sind.

Mit der Aufenthaltsbewilligung in den Krallen aber stand ihnen danach die ganze Schweiz offen. Sie beschlossen, in die absolut schönste Gegend der Schweiz zu ziehen, und landeten daher nach anstrengender Reise im Saanenland. In Lauenen fanden sie schliesslich ihr neues Zuhause. Weil sie nun als ausgewachsene Tiere sich oft anfauchen und nicht sonderlich gut vertragen, leben sie grundsätzlich in separaten Behausungen, doch vor einem halben Jahr hat Amor aus der Chamäleonwelt zugeschlagen und Mike und Molly zu einem gemeinsamen One-Night-Stand überreden können. Kaum eine halbe Stunde später war das einmalige Vergnügen schon vorbei und niemand hat sich dabei gross etwas gedacht.

Ein halbes Jahr später haben wir nun den Salat! Plötzlich graben sich 23 kleine Mikes und Mollys aus dem Boden und machen Molly ihre Behausung strittig! Du bist herzlich eingeladen, die süssen Kleinen in Lauenen besuchen zu kommen. Eine wahrhaft einmalige Gelegenheit, denn wer hat schon jemals ein richtiges Babychamäleon gesehen, geschweige denn auf der Hand gehalten? Für Details siehe Inserat in dieser Zeitung.

PETER BOSS

 

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