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Warum wir für unser Trinkwasser einstehen müssen

Fr, 21. Mai. 2021

Köniz, die viertgrösste Stadt des Kantons Bern, muss Trinkwasserquellen wegen Pestiziden schliessen. Das Wasser des Bielersees überschreitet die gesetzlichen Grenzwerte für Trinkwasser. Der Bund lässt in Hunderten Metern Tiefe nach sauberem Trinkwasser bohren. Über eine Million Menschen in der Schweiz trinken Wasser, das über dem Grenzwert mit Pestiziden belastet ist. Pestizide gefährden unsere Gesundheit.

Nicht einmal wo Betriebe durch erhebliche Steuergelder zu vermindertem chemisch-synthetischen Pestizideinsatz verpflichtet werden, wie im Berner Pflanzenschutzprojekt, sinkt die Pestizidbelastung in den Gewässern. Doch diese pestizidabhängige Produktion subventionieren wir mit unseren Steuermitteln – ebenso wie eine von jährlich 1.2 Mio Tonnen Futtermittelimporten abhängige Tierproduktion.

Dass chemisch-synthetische Pestizide der Vergangenheit angehören, beweist Markus Bucher auf dem Farngut in Grossaffoltern seit Jahrzehnten: Karotten, Knoblauch und viele andere Gemüse werden hier ohne chemisch-synthetische Pestizide angebaut. Der Regen, der auf seinem Boden versickert, wird zu unbelastetem, pestizidfreiem Trinkwasser. «Die Trinkwasserinitiative bedeutet ein gigantisches Entwicklungspotenzial für Landwirte und nachgelagerte Betriebe. Darum unterstütze ich die Trinkwasserinitiative», sagt Bucher.

In der Tat lassen sich mit ökologischen Mischkulturen und moderner Technik höhere Erträge erzielen als mit pestizidabhängigen Monokulturen, das zeigen internationale Studien. Agroökologischer Anbau verbessert die Böden, braucht kaum Bewässerung und ist robuster gegen den Klimawandel. Dafür müssen die Subventionen konsequent in eine pestizidfreie Produktion umgelenkt werden. Markus Bucher: «Die Chance dazu haben wir mit einem Ja zur Trinkwasserinitiative am 13. Juni.» (Siehe Inserat)

PD/ «SAUBERES TRINKWASSER FÜR ALLE»

 

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