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Welcome - Tour de Suisse im Saanenland

Fr, 21. Mai. 2021

Herzlich willkommen im Saanenland, unserer Bergregion – was gibt es Schöneres?

Wenn ich mit dem Rennvelo nach einer schönen Tour wieder ins Saanenland fahre, steigt mein Puls immer mehr. Etwa, weil ich die rasanten Abfahrten von Schönried, vom Col du Pillon oder Mittelberg hinunterfahre? Oder weil ich vom Greyerzerland herkommend, stetig leicht steigend Richtung Ziel «Zuhause», immer fester in die Pedale trete? Vielleicht weil auch ich langsam älter werde und nicht mehr so «mag»? Oder weil wir schlicht in einer atemberaubenden Region leben dürfen? Sicher trägt alles ein wenig dazu bei. Aber es ist jedes Mal wieder ein unglaubliches Gefühl, nach einer Velotour vor dem Haus aufs Bänkli zu sitzen, etwas zu verschnaufen und sich über die gefahrenen Kilometer und Höhenmeter zu freuen. Ja, die Höhenmeter… hier bei uns hat sogar eine «Flachetappe» mindestens 500 Höhenmeter.
Ich schreibe hier vom Rennvelofahren, aber ich könnte gerade so gut übers Mountainbiken, Laufen, Bergsteigen oder über Skitouren reden. Jede Bewegung aus eigener Kraft gibt uns so eine schöne Befriedigung, welche schlussendlich nicht käuflich und deshalb unbezahlbar ist.
Nun kommen die Veloprofis wieder zu uns ins Saanenland. Auch sie werden sich freuen, wenn sie im Ziel aufs Bänkli sitzen oder sich im Teambus eine Massage gönnen dürfen. Für mich ist es immer wieder beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit die Rennfahrer unterwegs sind. Ich glaube, diese Leistungen kann man nur einordnen, wenn man selber etwas Velo fährt. Oder wer schafft es, mit 40km/h mit dem Velo von Gstaad nach Saanen zu fahren? Ich nicht! Seit ich letzten Herbst mit meiner Frau zusammen den Bergkönig bei Dauerregen und teilweise Schneefall gefahren bin, weiss ich definitiv auch, was es heisst, als Radprofi bei jedem Wetter unterwegs zu sein.

Zuerst 24 Jahre lang nicht mehr und warum jetzt schon wieder?
Weil es 2018 in Strömen regnete und wir die ganze Übung einmal bei Sonnenschein machen wollen? Weil 2018 kein Schweizer gewann und wir den Schweizer Profis nochmals eine Chance geben wollen? Weil die Organisation noch nicht zu 100 Prozent klappte und wir doch nochmals eine Chance verdient haben? Oder weil wir es so gut machten, dass die Tour de Suisse unbedingt nochmals zu uns kommen will? Vielleicht auch, weil es bei uns im Saanenland einfach wunderbar schön ist?
Der wahre Grund ist, dass eigentlich Moudon Etappenort gewesen wäre, aber nach der coronabedingten Absage der Tour de Suisse 2020 seine Kandidatur für 2021 zurückgezogen hat. So wurde Gstaad im letzten November angefragt, ob man wieder bereit wäre. Natürlich sind wir das!
Ich freue mich auf eine spannende Zielankunft in Saanen und einen gemütlichen Start am nächsten Tag in Gstaad. Leider können wir am Start und Ziel nicht so nah wie üblich zu den Rennfahrern herangehen, doch hoffe ich, am Streckenrand den einen oder anderen Einheimischen anzutreffen, der den Fahrern zujubelt. Ich danke an dieser Stelle allen, die auf irgendeine Art mithelfen, dass wir die Tour de Suisse im Saanenland erleben dürfen. Den öffentlichen Geldgebern für ihre Beiträge und dem Gewerbe für die grosszügige finanzielle und materielle Unterstützung auch in dieser etwas komplizierten Zeit. Den Behörden und der Destination Gstaad für die sehr unkomplizierte Hilfestellung. Ein grosses Dankeschön an Frank Müller und sein Team von Müller Medien für die Produktion dieser Sonderbeilage zur Tour de Suisse 2021.

Mario Cairoli, begeisterter Velofahrer und OK-Präsident Etappenort Gstaad

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