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Lauenen: fast 100-prozentige Zustimmung zu den Traktanden

Di, 15. Jun. 2021

Kommunale Traktanden in Lauenen waren am vergangenen Abstimmungssonntag die Jahresrechnung 2020 sowie die Erhöhung des jährlichen Beitrages an die Sportzentrum Gstaad AG.

ANITA MOSER
Auch in Lauenen wurde anstelle der Gemeindeversammlung vom 28. Mai eine Urnenabstimmung durchgeführt. Traktandiert war die Jahresrechnung, die mit einem Gewinn von 1,018 Millionen Franken abschloss. Budgetiert war ein Verlust von 121’385 Franken. Die Besserstellung gegenüber dem Budget beträgt somit fast 1,14 Millionen Franken.

«Durch die allgemeine Neubewertung (AN20) wurden nicht nur die privaten Liegenschaften aufgewertet, sondern auch die gemeindeeigenen Liegenschaften», erklärt Finanzverwalter Hansueli Perreten auf Anfrage. «Die Marktwertanpassung betrug 2020 über 1,1 Millionen Franken.» Da es sich dabei lediglich um einen Buchgewinn handle, habe man das nicht budgetiert. Ausserdem sei zum Zeitpunkt der Budgeterstellung nicht klar gewesen, in welchem Umfang die einzelnen Liegenschaften aufgewertet werden. «Wir haben deshalb orientiert, dass der Finanzertrag viel höher ausfallen wird, aus den vorgenannten Gründen aber keine Zahlen abgeschätzt. Ohne diese 1,1 Millionen wäre die Rechnung im Allgemeinen Haushalt ausgeglichen, so wie sie budgetiert wurde.» Beim Aufwertungsgewinn müsse man sich bewusst sein, dass es sich um einen liquiditätsunwirksamen Ertrag handle. «Die Gemeinde hatte dadurch keinen Mittelzufluss», so Perreten.

Mit 334 Ja- gegen drei Nein-Stimmen – was einer Zustimmung von 99,1 Prozent entspricht – haben die Lauener Stimmberechtigten die Jahresrechnung genehmigt.

Höherer Gemeindebeitrag an die Sportzentrum Gstaad AG
Mit 91,4 Prozent (308 Ja- gegen 29 Nein-Stimmen) wurde auch der Erhöhung des jährlich wiederkehrenden Beitrags von bisher 12’281 Franken auf neu 21’000 Franken an die Sportzentrum Gstaad AG zugestimmt. Der höhere Beitrag wird ab Rechnungsjahr 2022 fällig.

Durch die Erweiterung der Anlagen seien auch die Unterhalts- und Betriebskosten gestiegen, heisst es in der Informationsbroschüre. Dank dem ausserordentlichen Leistungsauftrag mit der Gemeinde Saanen sei es möglich, das Sportzentrum Gstaad kostenneutral zu führen. Bei den Aussengemeinden dränge sich jedoch auf, ihren Beitrag an die laufenden Betriebskosten zu erhöhen, begründete der Gemeinderat seinen Antrag.

Die Stimmbeteiligung lag bei 59,5 Prozent.

 

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