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Skination Nr. 1 – vom Skiclub bis in den Weltcup

Di, 09. Nov. 2021
Von links: Präsident Johny Wyssmüller, Gastredner Walter Reusser, Thomas Jampen, Stefan Hubacher. FOTOS: ZVG

An kaum einem Anlass treffen sich sämtliche Sportarten des Berner Oberländischen Skiverbandes (BOSV) gemeinsam. Anders war dies am jährlichen Informationsabend, welcher immer Ende Oktober, vor dem eigentlichen Beginn der Hauptsaison, stattfindet.

Auch dieses Jahr kamen die Athletinnen, Athleten, Eltern und Funktionäre aus allen Tälern in der Turnhalle in Oey zusammen. Nach Informationsblöcken aller Disziplinen und des Verbandes trat Walter Reusser, Chef alpin von Swiss-Ski, als Gastredner auf.

Gewohnt humorvoll und wortgewandt führte der langjährige Präsident des BOSV, Johny Wyssmüller, durch den Abend.

Die Verantwortlichen der Disziplinen informierten die Athletinnen und Athleten über die bevorstehenden Aufgaben und Projekte. Auch Änderungen in Reglementen wurden aus erster Hand weitergegeben. So informierte Toni Burn, Chef Leistungssport Nordisch, unter anderem, dass Fluorwachs, entgegen einigen Zeitungsberichten, nicht per se verboten wird. Einzig Fluorwachs C8 wird verboten und dessen Nutzung in Rennen wird auf internationaler Stufe auch konsequent geahndet.

Schweizermeisterschaften im Oberland
Toni Burn durfte aber auch mitteilen, dass die Schweizermeisterschaften der Langläuferinnen und Langläufer im kommenden Winter im Sparenmoss oberhalb von Zweisimmen durchgeführt werden.

Die Skicrosser wechseln im internationalen Skiverband (FIS) per sofort von der Sparte «Freestyle» in jene der alpinen. Diese Änderung soll an den hoffentlich auch zukünftigen Erfolgen von Ryan Regez nichts ändern. So stehen mit Luca Lubasch, Gabriel Styner und Noah Lubasch bereits weitere Athleten des BOSV vor dem Eintritt in den Weltoder Europacup.

Raiffeisen Berner Cup – die Karriere nach der Karriere
Ein grosses Anliegen des BOSV ist auch der Regionalrennsport. Und so erhielt dessen Chef, Raymond Bettschen, die Gelegenheit an dieser Stelle über «seine» Trainings und Rennen zu informieren. Gerade wenn der grosse Traum einer Weltcupkarriere geplatzt ist, sieht man viele Athletinnen und Athleten nur noch selten an Rennanlässen. Hier bietet der Raiffeisen Berner Cup eine hervorragende Alternative. Nach zuletzt eher mageren Teilnehmerzahlen möchten die Regionalverbände den Regionalrennsport wieder aufleben lassen und Swiss-Ski bietet mit den Amateur-Schweizermeisterschaften auch einen tollen und kompetitiven Rennabschluss. Diese Meisterschaften sollen nach zwei Absagen auf Grund der Pandemie nun endlich am Hasliberg stattfinden.

Vision: Skination Nr. 1
Als Gastredner konnte mit Walter Reusser der Direktor Ski Alpin von Swiss-Ski gewonnen werden. Nach der 30-jährigen Vorherrschaft der Österreicher konnten die Athletinnen und Athleten von Swiss-Ski nun zwei Mal in Serie die Nationenwertung im alpinen Weltcup für sich in Anspruch nehmen.

Walter Reusser ist es ein grosses Anliegen, dass gerade in der derzeitigen Erfolgswelle auch weiterhin kritisch gedacht und die Strukturen auch immer hinterfragt und überprüft werden. Die uns konkurrenzierenden Nationen schlafen auch nicht und gerade als Gejagter ist es noch schwieriger die Leistungen aus dem Vorwinter zu bestätigen. Swiss-Ski hinterfragte im Speziellen das bisherige Gedankengut der Pyramide in Bezug auf die Anzahl der Athletinnen und Athleten im Rennsport. Der nationale Dachverband kam zu Schluss, dass inskünftig vermehrt in Säulen statt in Pyramiden gedacht und gefördert werden muss.

Um die nächsten Jahre auch an der absoluten Weltspitze zu stehen – dies soll und muss immer die Vision und der Anspruch der Skination Schweiz sein – hat sich Swiss-Ski zur Mission bekannt, dass inskünftig ca. 30% mehr Spitzenathleten in die Kader des Verbandes selektioniert werden sollen.

In den Kerngruppen Slalom, Riesenslalom und Speed sollen die Athletinnen und Athleten über die ersten Schritte bei internationalen FIS-Rennen an den Weltcup geführt werden.

In der Nachwuchsförderung sind insbesondere die Stufen Skiclubs, Regionale Leistungszentren und Regionalverbände in der Verantwortung.

Bei Hobelkäse und Zopf wurden die gehörten Ideen, Beiträge und Rückblicke intensiv diskutiert und alle im BOSV sind sich einige, dass wir uns auf einen hoffentlich schneereichen und kalten Winter freuen können und dass alle in den jeweiligen Sparten weiter ihr ganzes Herzblut für den Schneesport einsetzen werden.

PD

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