banner
banner

Kleine und grosse Autos kamen unter den Hammer

Fr, 31. Dez. 2021
Grösser könnten die Gegensätze kaum sein: Der 1927 in Frankreich gefertigte Hispano-Suiza (hinten) beeindruckte ebenso wie der Porsche 936 Junior, eine 1:2-Nachbildung des Siegerfahrzeugs vom 24-Stunden-Rennen in Le Mans im Jahr 1981. FOTOS: JENNY STERCHI

Bereits zum vierten Mal hatte die Oldtimer Galerie Toffen eine illustre Auswahl an Oldtimern und anderen Autoliebhaberstücken an die Classic Car Auction nach Gstaad geholt. Das Interesse war gross.

JENNY STERCHI
Schon die Zufahrt zur diesjährigen Classic Car Auction im Festivalzelt in Gstaad war abenteuerlich. Viele Autos drängten am Mittwochnachmittag auf die Parkplätze rund um das Sportzentrum und das Festivalzelt.

Der Auktionskatalog versprach den zahlreichen Interessierten eine Reihe sehenswerter Oldtimer und echter Automobilklassiker. Und das Regenwetter machte die Entscheidung zwischen klatschnassem Pistenvergnügen und beheiztem Festivalzelt dem einen oder anderen sehr leicht.

Grosse Wagen – kleine Flitzer
Das Interesse an massstabsgetreuen Modellautos war ebenso gross wie an den Autos in Originalgrösse. Präsentiert wurden 44 Autos, mehrheitlich rare Modelle vergangener Tage. Ein kleines, «schnüsigs» VW Käfer Cabriolet, das zum ersten Mal 1966 auf den Schweizer Strassen rollte, fand ebenso einen neuen Besitzer wie ein mächtiger, kantiger Lancia Thema. Das italienische Fahrzeug ist eines von nur 3284 gebauten dieser Art, ausgestattet mit einem Ferrari-Motor.

Modellautos und Leuchtreklame
Zu Beginn der Auktion kamen 27 Liebhaberstücke für Automobilbegeisterte unter den sprichwörtlichen Hammer. Der Auktionator, tatsächlich mit einem kleinen Holzhammer ausgestattet, war gefordert. Originalgetreue Modellautos, seltene Leuchtreklamen und sogar ein handgeschnitzter Bär trieben die Gebote voran und brachten so manchen Bieter ins Schwitzen. Wenn die Bieterkarte nicht gleich gesehen wurde, meldeten die Interessenten ihr Gebot lautstark. Die Bieter, die via Livestream der Auktion folgten, hatten zudem noch mit eine kleinen Zeitverzögerung aufgrund der Übertragung zu kämpfen. Aber dennoch wurden alle Gebote gehört, egal ob per Internet, Telefon, schriftlich vorgelegt oder live im Saal.

Ein Porträt von Bernd Lehmann, das Christian Geistdörfer, Copilot neben Rallyelegende Walter Röhrl, abbildet, wurde für 2000 Franken ersteigert. Dieser Erlös des von Geistdörfer signierten Gemäldes wurde einem an sensorischer Integrationsstörung leidenden, 5-jährigen Jungen gestiftet.

Echt aufregend
Ein junges Paar aus Bern war extra für die Classic Car Auction nach Gstaad gekommen und hatte noch Sitzplätze in den sehr gut besetzten Bieterreihen gefunden. Der 1965 gebaute Maserati Quattroporte I 4200 hatte es den beiden angetan. Nicht nur der Zustand des revidierten Oldtimers, sondern auch der Hinweis, dass der Wagen Sophia Loren während eines Aufenthaltes in der Schweiz zur Verfügung gestanden hatte, liessen die Herzen der beiden Autoliebhaber höher schlagen. «Es ist nicht unsere erste Auktion», verrieten die Berner Besucher: «Aber die erste, die wir in Gstaad erleben.» Es sei immer sehr aufregend, weil der Ausgang einer Auktion immer äusserst ungewiss sei. Umso schöner, dass es so gut geklappt hat und das Auto für nicht ganz 70’000 Franken in ihren Besitz überging. Auf die Frage, ob sie sich vorher ein Limit festgesetzt hatten, sagten sie: «Ja, unser Budget war definiert.» Nur so könne man sich am Ende wirklich über das ersteigerte Auto freuen und müsse sich nicht den Kopf über ein total überteuertes Stück zerbrechen.

Weitere Fotos unter https://tinyurl.com/bdcrxv8y

 

Category: 

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht oder an dritte weitergegeben. Sie wird nur zu Kontaktzwecken im Zusammenhang mit diesem Kommentar verwendet.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses

Trending

1

Andrea Scherz steuert die Leading Hotels

Andrea Scherz ist seit Neujahr Verwaltungsratspräsident der weltweit tätigen Leading Hotels of the World. Bereits zum zweiten Mal liegt das prestigeträchtige Amt in den Händen der Familie Scherz.

BLANCA BURRI
400 Hotels in 73 Ländern zählt Leading Hotels oft he World. Darunter auch das Park Gstaad und das Gstaad Palace. Verwaltungspräsident ist traditionsgemäss ein Schweizer, vorzugsweise Hotelbesitzer eines unabhängigen Familienunternehmens. Dieses …