2025 im Gstaad Yacht Club: ein Jahr des Dialogs, der Kultur und sportlicher Spitzenleistungen
23.12.2025 SportDas Jahr 2025 war für den Gstaad Yacht Club eine Saison voller Wissensaustausch, kultureller Begegnungen und sportlicher Erfolge.
Im Januar begrüsste der Club den renommierten Experten Dr. Beat Walpoth, der einen aufschlussreichen Vortrag über die Risiken ...
Das Jahr 2025 war für den Gstaad Yacht Club eine Saison voller Wissensaustausch, kultureller Begegnungen und sportlicher Erfolge.
Im Januar begrüsste der Club den renommierten Experten Dr. Beat Walpoth, der einen aufschlussreichen Vortrag über die Risiken und die Bedeutung von Unterkühlung für Segler:innen und Skifahrer:innen hielt. Der Monat wurde mit einer eindrucksvollen Diskussion über die globale Wasserknappheit fortgesetzt, bei der Prinz Jean von Luxemburg offen über sein persönliches Engagement für dieses zentrale Thema sprach.
Der Februar überzeugte mit einem aussergewöhnlichen Programm, beginnend mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Veranstaltung mit dem mehr als bekannten Schweizer Künstler Not Vital. Sein Gespräch über künstlerische Inspiration und zukünftige Projekte fesselte das Publikum. Ergänzt wurde der Monat durch Filmvorführungen, Buchpräsentationen und weitere kulturelle Anlässe, die den Ruf des Clubs als eines der intellektuellen und kulturellen Zentren der Region weiter festigten.
Im März fand das erste grosse sportliche Highlight des Jahres statt: das beliebte Interclub Ski Yachting, die Veranstaltung des Clubs, die alle internationalen Freunde in die Region bringt. Von den Pisten des Eggli bis zum Schwimmbad in Gstaad verband der Wettbewerb erneut alpinen Sport mit nautischem Geist und endete mit einem festlichen Preisverleihungsdinner, das Kameradschaft und Wintersport zelebrierte, gekrönt von einer inspirierenden Keynote von Sir Robin Knox-Johnston.
Mit dem Sommer wechselte die Kulisse, doch die Dynamik des Clubs nahm weiter zu. Die Konferenzen wurden im Juni wieder aufgenommen und setzten sich durch die Saison fort, mit einem Höhepunkt im August bei den Gstaad Cultural Encounters. Dieses charakteristische Format bestätigte die wachsende Rolle des GYC als Plattform für internationalen Dialog und erweiterte seine Ausstrahlung weit über die lokale Kulturlandschaft hinaus.
Im Juli empfing der Club Beatrice Cointreau, eine wegweisende Unternehmerin und einflussreiche Investorin in der Wein- und Spirituosenbranche. Gegen Ende des Monats folgte Boet Brinkgreve, CEO des Switzerland SailGP Teams, der den Mitgliedern exklusive Einblicke hinter die Kulissen der hochleistungsorientierten, datengetriebenen SailGP-Serie sowie in die ambitionierte Vision des Schweizer Teams gewährte. Später im Jahr ermöglichte er Mitgliedern eine exklusive Paddock-Visit im Race Village beim Etappenevent in Saint-Tropez.
Die Cultural Encounters im August erstreckten sich über mehrere Montagabende und begannen mit dem in Paris lebenden Kurator und Schriftsteller Simon Njami, gefolgt vom Architekten und Kurator Stefano Rabolli Pansera. Anschliessend begeisterte der international geschätzte Unternehmer Brunello Cucinelli mit seiner Philosophie und seinem humanitären Weltbild. Den Abschluss bildete ein Vortrag von Arturo Galansino, Generaldirektor der Fondazione Palazzo Strozzi in Florenz, ein würdiger Schlusspunkt einer der inspirierendsten kulturellen Reihen in der Geschichte des Clubs.
Auch auf dem Wasser zeigte sich der Sommer von seiner besten Seite: Das GYC Racing Team feierte herausragende Erfolge im In- und Ausland. Im August erzielte Anja von Allmen bei den U23-Europameisterschaften in Schweden in der ILCA6-Klasse eine beeindruckende Leistung und gewann den Titel der U23-Europameisterin, ein bedeutender Meilenstein für die Schweiz und die Region Saanenland.
Im September kehrten die beliebten Kids Sailing Weekends zurück, die sich mittlerweile als fester Bestandteil des Nachwuchsprogramms für die Kinder aus der Region etabliert haben. An zwei Wochenenden zwischen August und September wurden Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren von den GYC-Migliedern Sophie und Virginie Lienhart spielerisch an das Segeln auf dem Arnensee herangeführt. Ergänzt wurde das Programm durch die innovative Virtual Sailing Experience, einen dynamischen Simulator, der nicht nur die jungen Segler, sondern auch ihre Eltern begeisterte und das Verständnis für den Segelsport vertiefte. Eine Gelegenheit, die 2026 auch mit den Schulen und weiteren interessierten Kindern fortgeführt wird.
Im Oktober reiste die GYC-49er-Crew mit Joshua Richner und Nilo Schaerer zur Weltmeisterschaft nach Sardinien und belegte unter 84 Teams den 29. Platz. Trotz Rückschlägen zu Saisonbeginn deutet ihre Entwicklung auf einen vielversprechenden Weg hin. Ebenfalls in Sardinien trat Elena Lengwiler bei den Formula-Kite-Weltmeisterschaften an, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu LA2028. Sie erreichte das Halbfinale und belegte nach einem herausfordernden Saisonstart einen starken sechsten Platz.
Ein weiteres Highlight setzte GYC-Mitglied und Profisegler Simon Koster, der gemeinsam mit Co-Skipper Nicolas D’Estais die Transatlantikregatta von Le Havre nach Martinique an Bord der IMOCA Café Joyeux absolvierte. Nach 15 Tagen, 9 Stunden, 31 Minuten und 16 Sekunden auf See erreichte das Duo den ersten Platz bei den Booten mit Schwenkkiel und den 13. Gesamtrang – eine aussergewöhnliche Leistung in einem der anspruchsvollsten Offshore-Rennen überhaupt.
Den stilvollen Abschluss der Saison bildete die ikonische Centenary Trophy im Rahmen der Les Voiles de Saint-Tropez. Mit der 14. Austragung dieser prestigeträchtigen Veranstaltung brachte der Gstaad Yacht Club erneut Schweizer Eleganz ins Mittelmeer und festigte seine langjährigen Verbindungen zur internationalen klassischen Yachtszene, ein würdiger Abschluss eines dynamischen und erfolgreichen Jahres.
Das Jahr endet mit äusserst erfreulichen Nachrichten für die GYC-Seglerinnen und -Segler sowie für die Region Saanenland. Swiss Sailing hat kürzlich die Zusammensetzung seiner Elitekader für 2026 bekannt gegeben, wobei mehrere Athletinnen und Athleten des Gstaad Yacht Club in die höchsten Stufen des nationalen Förderprogramms aufgenommen wurden.
Anja von Allmen (ILCA6), Elena Lengwiler (Formula Kite) und Elia Colombo (iQFoil) wurden in das prestigeträchtige Cadre National berufen. Joshua Richner und Nilo Schaerer (49er) sowie Gauthier Verlhust (ILCA7) sind neu Teil des Cadre B, während Martin Verhulst (ILCA7) das Cadre C ergänzt.
Diese beeindruckende Entwicklung ist Ausdruck des unermüdlichen Engagements, der Konstanz und der Entschlossenheit der Athletinnen und Athleten, bei jeder Regatta nach sportlicher Höchstleistung zu streben. Für den Gstaad Yacht Club unterstreichen diese Selektionen die Stärke und Glaubwürdigkeit des Clubs innerhalb der Schweizer Segelszene. Wir sind ausserordentlich stolz darauf, diese Seglerinnen und Segler zu unterstützen, sie auf ihrem Weg zu begleiten und einen Beitrag zur Verwirklichung ihrer sportlichen Ziele zu leisten.
GSTAAD YACHT CLUB


