Adväntgedanke
23.12.2025 LeserbeiträgeJetz isch es de enanderna wieder eso wyt,
si steit quasi vor der Tür, die stili Zyt.
Wo d Lüt sich tüe uf Wiehnachte vorbereite
u sich gfrüwe uf allerhand Köschtlichkeite.
Uberall wärde Wiehnachtsäreta organisiert
u d Lüt zum ...
Jetz isch es de enanderna wieder eso wyt,
si steit quasi vor der Tür, die stili Zyt.
Wo d Lüt sich tüe uf Wiehnachte vorbereite
u sich gfrüwe uf allerhand Köschtlichkeite.
Uberall wärde Wiehnachtsäreta organisiert
u d Lüt zum choufe vo Gschänke animiert.
Da würt allz verschöneret mit Chrys u Zäpfe
eina wot der Ander mi syr Dekoration uberträffe.
I de Läde ghört mu mängisch scho Ängel singe,
das soll hälfe Gält i d Kasse z bringe.
Scho im September stah Samichlöis i allne Grössene näb der Ladetür
u zwar eso ne Huufe, da chunsch fascht nit derdür.
O Schoggelachlöisla stah bi der Kasse parat
am erschte Advänt weris für die de sicher scho z spat.
Di Gschäfti si vollgschtopfti u gä der z verstah:
,,Was wier hie verchoufe, muesch du unbedingt ha,
we du dadruf tuesch verzichte, bisch du nit „in”
ohne diz oder jenes hät dys Läbe kei Sinn.”
Das isch es, was miech um die Zyt albe nachdänklich macht,
eso wärde d Chind um e richtige Wiehnachtszouber bracht.
Das isch es doch grad, was das einmalig macht,
das Fescht das Mystischa u Gheinisvolla, bis ganz z allerlescht.
Wo mu sich afat frage, o mu uber z Jahr allz richtig gmacht heigi
u ob sich de z Chrischtchindli mit syne Ängelene hür emal zeigi.
Mit em Adväntchranz cha mu sich hübschelig uf dä Tag ystime
u sich langsam wieder a Sinn vo der Heilige Nacht bsine.
Gif s ächt no Chind wo dä Chranz sälber binde?
Es weri schön, we mu doch no es paari wurdi finde.
Hüt gif s ja i jedem Gschäft e riese Uswahl derfa,
i allne Farbe u mit Chrugle u Mäschelene dra.
Wier hei frühjer ünsa Chranz albe sälber fabriziert
u vier eher mageri Cherzleni druf platziert.
Emal isch er besser, un emal strüber grate,
wahar dass wer z Chris hei gha tueni hie nit verrate,
wier si glücklich gsi, dass wer uberhoupt eina hei gha
u z Wichtigschta si ja sowiso d Liechtleni dra.
Da muess i de ging wieder a as Gschichtli sine,
für was dass eigentlich di vier Cherzleni brüne.
Es Chind isch i z Stübli zum Adväntchranz cho
u hät a ihru eigentlichi Botschaft verno.
Z Erschta hät gseit: ,,I brüne für e Fride uf der Wält
aber d Lüt tüe ging nume Chrieg füehre um Macht u Gält
iehr gloubet alli, dass er miech gar nit bruchet”
u hät mit eme Süfzer sys Liechtli usghuchet.
Z Zwöta hät erklärt, äs brüni für e Gloube a Gott
,,Aber i ha z Gfüehl, dass mi eigentlich gar niemer meh wot,
dass nuch lieber isch, wenn i nuch alleinig lasse”
un e Luftzug hät o das chlyna Flämi usblase.
Jetzt hät z dritt Cherzli o truwet sich z mälde
,,I brüne für d Liebi, wo für alli sötti gälte,
aber jeda isch nume uf siech sälber fixiert
u nimmt gar nit wahr, wär näbet ihm exischtiert,
anstatt Liebi z verbreite, tuet er so vo de andere verlange”
u mit eme leschte ufflackere isch o das Liechtli usgange.
Jetz hät das Chind scho fascht agfange grihe
,,lehr söttet doch brüne uni d Wält usi schyne.”
Dadruf hät z viert Cherzli en Antwort gha
U gseit: ,,Uf eis chasch du di sicher verla,
iech brüne für d Hoffnig u solange dass miech git
cha mu die Andere wieder zum Läbe erwecke därmit.”
Da hät z Chind mit eme Hölzli Liecht vo der Hoffnig chöne näh
U därmit den andere drüne ihru Flami zrug gä.
Jetzt hoffeni, dass alli wo das Gschichtli tüe läse,
we si Chummer hei, d Hoffnig nie vergösse.
von Esther Dielacher-Buchs
